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Politische Kundgebungen, Plakate, Flugblätter und Broschüren

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Zusammenfassung

Unter den politischen Parteien haben zuerst die Kommunisten die Möglichkeiten im Modernisierungsprozeß der Öffentlichkeit in der Form einer breit gefächerten Agitationskultur zu nutzen gewußt. Hierzu zählten nicht nur das von der Partei aufgebaute Presse- und Verlagswesen, große öffentliche Wahlkundgebungen und Revolutionsfeiern, die massenhafte Verteilung von Plakaten, Flugblättern und Broschüren, die von kommunistischen Frauen-, Mädchen- und Jugendbünden angesezten Einführungs-, Kunst- und Liederabende, Frühlingsfeste und Jugendweihen zum Zweck der revolutionären Werbung und Schulung, sondern auch die von kulturpolitischen Vorfeldorganisationen wie etwa der Internationalen Arbeiterhilfe (IAH), dem Münzenberg-Konzern oder dem Bund Proletarisch-Revolutionärer Schriftsteller entwickelten Initiativen zur agitatorischen Verwendung alter und neuer Schrift-, Bild- und Bühnenmittel. Mitglieder und Sympathisanten der KPD haben darüber hinaus im Proletarischen Theater, dem Proletarischen Arbeiter-Wanderbund, den »Roten Revuen«, aber auch in der Filmproduktion der IAH und durch die Herausgabe billiger Buchserien wie dem Roten-Eine-Mark-Roman der Arbeiterbildungs-Kultur neue Formen der Öffentlichkeitsarbeit zugewiesen und zugleich der Weimarer Kulturszene insgesamt weitwirkende künstlerische Anstöße gegeben.

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Quellen und Anmerkungen

  1. 6.
    Vgl. Kurt Häntzschel, »Das Zensurverbot der Reichsverfassung«, Juristische Wochenschrift, 59 (1930), H. 27, S. 2115.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1995

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