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Eine kulturelle Hermeneutik der Surrealisten?

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Zusammenfassung

Im letzten Kapitel wurde gezeigt, daß Bretons Beschreibung der ihm fremden und exotischen Insel Teneriffa — trotz des deutlich revelatorischen Charakters des Textes, den der Autor durch die surrealistische Verwandlung der Landschaft in eine Metapher des amour fou erzielt — Aspekte einer offenen Ästhetik aufweist. Im Kontext des ästhetischen Programms der beauté convulsive vermittelt der subjektive, utopische Insel-Diskurs gleichzeitig die virtuelle Interpretationsvielfalt in der surrealistischen Wahrnehmung. Der punktuellen Erfahrung des Offenbarungserlebnisses geht eine allmähliche Annäherung und Kenntnisnahme der exotischen Landschaft voraus. Bretons Inseltext würde daher einseitig interpretiert und gleichzeitig reduziert, wenn man ihn lediglich als eine Einverleibung unter den surrealistischen Blick, der immer schon weiß, was er sehen möchte, lesen wollte.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

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