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Dekonstruktion des utopischen Diskurses: Bretons “beauté convulsive” — eine offene Ästhetik?

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Zusammenfassung

Das Beispiel Frida Kahlo macht den Streitpunkt deutlich, um den es bei der Einschätzung Bretons als Kunstkritiker geht. Eine verbreitete Skepsis Bretons Ästhetik gegenüber liegt in der Frage begründet, ob es sich bei seiner Kunstbetrachtung letztlich nicht um eine rein subjektive, poetische oder literarische Kritik handelt, um eine Kunstbetrachtung also, die durch eine Art “surrealistische Brille” kodifiziert ist. Unter anderen hat Michael Riffaterre erneut auf die Problematik dieser Art von Kunstbetrachtung hingewiesen, indem er sie mit Hilfe der rhetorischen Figur der “ekphrasis” (der Beschreibung von Bildern durch Worte) zu charakterisieren suchte. Demnach handele es sich bei Breton um eine “ekphrasis lyrique”, die ohne die Folie von Bretons Poetologie nicht denkbar sei:

On doit y voir une Variante en prose de la poésie lyrique, l’expression du moi (et ce moi, bien sür, c’est celui du poete) plutöt qu’une réflexion sur l’Autre. L’œuvre critique de Breton serait alors un exercice sur la surréalité, tres semblable à ses poèmes.55

Auch Pascaline Mourier-Casile hat die Problematik einer poetisch-literarischen, und damit letztlich immanenten Kunstkritik — einer “histoire surréaliste de l’art” also, wie sie vor allem von Breton geschrieben worden sei — eingehend erwogen.56

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

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