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Versuch über die Freiheit

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Zusammenfassung

1. Für den Begriff der Freiheit ist es charakteristisch, daß er zwei unterschiedlichen philosophischen Fragebereichen angehört. Einerseits bezieht sich der Begriff auf das Sein des Menschen und hat damit eine ontologische Bedeutung: Indem man erläutert, was Freiheit ist, will man etwas darüber sagen, wie wir sind. Andererseits verwendet man den Begriff, um anzuzeigen, wie man sich und andere im Zusammenhang des alltaglichen Handelns versteht. Das ist die praktische Bedeutung des Begriffs, die in ethischer und politischer Hinsicht akzentuiert sein kann: Versteht man jemanden als frei, so unterstellt man — in ethischer Hinsicht — seine Verantwortlichkeit für seine Handlungen und hält konsequenterweise auch die Forderung für vernünftig, jeder solle sich im Sinne dieser Verantwortlichkeit verhalten; in politischer Hinsicht ist es dann konsequent, dafür einzutreten, daß den Menschen, weil sie grundsätzlich für ihr Tun verantwortlich sind, auch entsprechende Rechte gewährt und garantiert werden sollen.

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Endnoten

  1. 2.
    Die neuere Literatur zur Auseinandersetzung mit dem Liberalismus ist inzwischen äußerst umfangreich. Für eine erste Orientierung vgl.: Axel Honneth: Grenzen des Liberalismus. Zur politisch-ethischen Diskussion um den Kommunitarismus, in: Philosophische Rundschau 38 (1991), S. 83–102. Einen Überblick über die wichtigsten Positionen der Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte verschafft: Axel Honneth (Hg.): Kommunitarismus. Eine Debatte über die moralischen Grundlagen moderner Gesellschaften, Frankfurt/New York 1993.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

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