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Dialektik des Erscheinens

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Zusammenfassung

Das Erscheinungshafte und seine Faszination gehören zentral in den Bereich der Kulte, gehen jedoch darin nicht auf, sind nicht aus der Welt zu schaffen durch den Prozeß der Säkularisation. Als Problem der Erscheinungen, des Skandals ihrer Wandelbarkeit und ihrer verwandelnden Macht, ihrer Attraktion und ihrer Endlichkeit ist das Erscheinungshafte zum Problem von Philosophie und Kunst geworden. Kulte wehren sich gegen das Verschwinden der Erscheinungen, indem sie sie immer wieder neu beschwören und inszenieren. So garantierte das nächtliche Erscheinen der Persephone im Feuer die Kontinuität des Lebens. So gibt die Erscheinung der Maria auf vielen Altarbildern der Renaissance den durch sie geheiligten Raum der Natur als einen zivilisierten Raum erst frei. Erscheinungshaftes — in den Kulten die Qualität des Göttlichen — garantiert und heiligt Realität, bricht jedoch auch katastrophisch in den gewöhnlichen Ablauf der Zeit ein. Die göttliche Erscheinung wird zum Träger von Verwandlung und Verwandlungshoffnung. Der ankommende Gott Dionysos verkörpert diese Qualität par excellence.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

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