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Die Letzte Gemeinsame Lebenszeit. Carl Augusts Plötzlicher Tod und dessen Auswirkung auf Goethes Befinden und Dichtung. Nekrologisches

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Zusammenfassung

Goethe war nicht nur ein großer Dichter, sondern auch ein bewundernswerter Diplomat; es gehörte große Geschicklichkeit dazu, als erster und einziger deutscher Dichter das Privileg gegen das »Verbrechen« des Nachdrucks zu erlangen. Er hatte auch gute Freunde in Weimar und Jena, die ihm auf die eine oder andere Weise behilflich waren. Riemer war der Korrektor, der ihn gegen die Kritik der »Grammatiker« absicherte. In einem höheren Maße behilflich waren ihm Göttling, Bibliothekar in Jena, und, wie bekannt, auch Eckermann, der durch seine schriftstellerische Begabung zuständig war und mit ihrer Hilfe später einen beträchtlichen Platz auf dem Buchmarkt errang. Über die Richtigkeit seiner Berichte läßt sich streiten, weshalb heute manche Goetheforscher den Erinnerungen Riemers und des Kanzlers von Müller einen höheren Quellenwert bescheinigen. Informanten über die Lage im Großherzogtum waren alle seine Freunde, am meisten wohl der Kanzler, der durch seine Reisen auch einen weiten überlokalen Gesichtskreis besaß. Über Maria Paulowna, die Goethe so sehr verehrte, mußten ihm Meyer, der Zeichenlehrer der Prinzessinnen, und Soret, der Erzieher des jungen Prinzen Carl Alexander berichten. Seinen Freund Soret schätzte Goethe auch als naturwissenschaftlichen Gesprächspartner. Es bestand so ein kleiner Staat im Staat, was nicht jedem gefiel, und die Grundlage dafür war Goethes große menschliche Ausstrahlung sowie seine gesellige Kraft, die den Kreis zusammenhielt.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

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