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Kritik der musikbezogenen Pressehistoriographie

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Zusammenfassung

Das Thema ”Musik in der Tagespresse” als ein ”Stiefkind” der Musikwissenschaft zu bezeichnen, scheint nicht übertrieben. Tatsächlich kann man die Aufsätze und Bücher, die in diesem Jahrhundert über die Bedeutung der Musik in der Tages- und allgemeinen Zeitschriftenpresse erschienen sind, beinahe an einer Hand abzählen.1 Schon ein Blick in die Bibliographien der MGG— Artikel ”Zeitschriften” (Fellinger) und ”Musikkritik” (Stuckenschinidt) bzw. der New Grove—Artikel ”Periodicals” (Fellinger) und ”Criticism” (Winton Dean) genügt, um das vorherrschende Interesse der historischen Musikwissenschaft an der ”musikalischen Fachpresse” und an der ”Musikkritik” diagnostizieren zu können. Für das Desinteresse an dem Thema ”Musik in der Tagespresse”, wovon die Musikkritik im engeren Sinn nicht betroffen ist, lassen sich zwei Gründe anführen. Zum einen wird der Umgang der Musikwissenschaft mit pressegeschichtlichen Quellen von pragmatischen, zum anderen von historistischen Interessen bestimmt.

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Notizen

  1. 1.
    Im weitesten Sinne fallen in diesen Themenbereich folgende Publikationen: Adolf Aber, Die Musik in der Tagespresse, in: Die Musik, XXI, 1929, S. 865 ff.— Elisabeth Shelagh Aitken, Music and the popular press: Musik and criticism in Paris during the First Empire, Michigan: U.M.I., 1989.— Heinz Becker, Die frühe Hamburgische Tagespresse als musikgeschichtliche Quelle, in: Beiträge zur Hamburgischen Musikgeschichte, hrsg. v. H. Husmann, Heft 1, Hamburg, 1956, S. 22–45. Paul Beckers, Die nachwagner’sche Oper bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts im Spiegel der Münchener Presse, Bielefeld: Beyer u. Hausknecht, 1936.— Walter Bohe, Die Oper in der Wiener Presse der Kriegszeit, Würzburg: Triltsch, 1933.— Eugen Brümmer, Beethoven im Spiegel der zeitgenössischen rheinischen Presse, Würzburg: Triltsch, 1933.— Friedrich von Flotow—Paschen, Die Entwicklung der Musikberichterstattung in den Münchener Neuesten Nachrichten nach dem Weltkrieg bis zum Jahre 1939, Würzburg: Triltsch, 1942.— Susanne GroBmann—Vendrey, Bayreuth in der deutschen Presse: Beiträge zur Rezeptionsgeschichte Richard Wagners und seiner Festspiele, 2. Bde., Regensburg: Bosse, 1977.— Helmuth Kirchmeyer, Situationsgeschichte der Musikkritik und des musikalischen Pressewesens in Deutschland dargestellt vom Ausgang des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts: Das zeitgenössische Wagnerbild, 3 Bde., Regensburg: Bosse, 1967, 1968 u. 1972.— Kulturteilgestaltung Europäischer Tageszeitungen, A. Hohenester, O. Kolleritsch, G. Schulter u.a., Studien zur Wertungsforschung, Heft 5, hrsg. v. Otto Kolleritsch, Institut für Wertungsforschung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz, Graz, 1975.— Heinz Oepen, Das Kölner Musikleben von 1760–1840 im Spiegel der zeitgenössischen Kölner Presse, Köln, 1952.— Otto Pfauntsch, Guiseppe Verdi auf der Münchener Opernbühne im Spiegel der Presse (Von 1848 bis zum Ende der Spielzeit 1941/42), München: Hansa, 1943.— Benno Rottluff, Die Entwicklung des öffentlichen Musiklebens der Stadt Königsberg im Licht der Presse von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, o. O. u. o. J., (Königsberg, 1924).— Dagmar Schenk— Güllich, Anfänge der Musikkritik in frühen Periodica: Ein Beitrag zur Frage nach den formalen und inhaltlichen Kriterien von Musikkritiken der Tages- und Fachpresse im Zeitraum von 1700 bis 1770, Phil. Diss. Erlangen—Nürnberg, 1972, o. 0., 1975.— Gerhard Walther, Das Berliner Theater in der Berliner Tagespresse 1848–1874, Berlin: Colloquium, 1968.Google Scholar

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