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Grosse Stimmen pp 511-522 | Cite as

Jüdische Sänger Eigenart und Schicksal

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Zusammenfassung

Jeder, der sich für den Kunstgesang interessiert, also jeder Leser dieses Buches, kennt die auffallend häufig wiederkehrenden Hinweise in Plattentexten und biographischen Lexikonartikeln auf die jüdische Herkunft vieler bedeutender Sänger, er kennt nicht zuletzt die mehr oder weniger verbrämten Hinweise bei Sängerkarrieren des 20. Jahrhunderts, die sich in Europa abspielten: mußte aus politischen Gründen 1934 Deutschland verlassen… konnte in Österreich nach 1938 nicht mehr auftreten und emigrierte nach England… und so weiter. Es handelt sich dabei um Sänger, die nach der Rassegesetzgebung der Nationalsozialisten als Juden betrachtet wurden, auch wenn sie sich selbst nicht als solche verstanden, was ohne Zweifel zum Beispiel für Richard Tauber zutrifft. Anders verhält es sich bei Joseph Schmidt, um gleich das zweite ganz berühmte Beispiel zu nennen, dessen Photo in Chasan-(Kantor-)Bekleidung ja zeigt, wie sehr er noch mit dem jüdischen Glauben verbunden war, ganz abgesehen von seinen Schallplattenaufnahmen synagogischer Gesänge (allerdings der reformierten Provenienz, also von Komponisten wie Salomon Sulzer und Louis Lewandowski). Mit Tauber und Schmidt sind allerdings nur zwei prominente Sänger genannt, die mit dem Judentum in Verbindung stehen. Um gleich mit weiteren Namen aufzuwarten, sollen hier nur Alexander Kipnis, Joseph Schwarz, Hermann Jadlowker, Friedrich Schorr, Jan Peerce, Richard Tucker, Leonard Warren, Robert Merrill und Beverly Sills erwähnt werden, um nur einmal ein erstes Spektrum zu entwerfen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

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