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»Klassische deutsche Literatur«

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Zusammenfassung

Im folgenden soll der Frage nachgegangen werden, welche allgemeinen historischen Sachverhalte den Stellenwert des Terminus »Klassische deutsche Literatur« in der germanistischen Diskussion derart bedingen, daß sie einerseits seinen hochgespannten Geltungsanspruch ermöglichen, andererseits aber auch — besonders während der letzten Jahrzehnte — diesen Geltungsanspruch scharfer Kritik aussetzten. Infolgedessen rücken diejenigen Problemstellungen an den Rand der Darstellungsperspektive, die gemeinhin für den Literaturhistoriker von besonderem Interesse sind; also: Warum ›verdient‹ — oder ›verdient‹ nicht — die sogenannte klassische deutsche Literatur ein solches epitheton ornans? Welche Formen des Dichter-Selbstverständnisses rechtfertigen seine Attribuierung? Aus welchen historischen Legitimierungsverhältnissen erklärt sie sich, und halten diese der kritischen Prüfung stand? Im Zentrum des Interesses steht die Struktur des Verhältnisses zwischen dem Terminus »Klassische deutsche Literatur« und seinem Signifikat; durch eine genauere Bestimmung dieses Verhältnisses soll versucht werden, die Semantik des Terminus zum Zwecke seiner weiteren rationalen Verwendung zu vereindeutigen.1

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Referenzen

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

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