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Französische Revolution und deutsche Literatur. Zur Auflösung politischer Handlungskonzepte und zur Umstrukturierung von sozialen Wertvorstellungen nach 1789

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Zusammenfassung

Für deutsche Schriftsteller war in den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts die Französische Revolution ein kaum überschaubares, sich noch dazu schnell veränderndes Gemenge sozialer Faktoren. Ihre literarischen Reaktionen darauf bezogen sich auf unterschiedliche Elemente und Aspekte dieses Gemenges und brachten auch unterschiedliche Interessen- sowie darauf gegründete Problemkomplexe in den damaligen politisch-historischen Diskurs. Wer die Reaktionen deutscher Schriftsteller auf die Französische Revolution verständlich machen will, benötigt daher ein Beschreibungsraster, das der Variabilität der literarischen Vermittlungen zwischen den geschichtlichen Prozessen in Frankreich und den ideellen Interessen in Deutschland gerecht zu werden vermag. Die bisher häufig unternommenen Versuche, die deutschen Autoren und Texte auf ein möglichst eindeutiges Verhältnis zur Französischen Revolution als einem möglichst eindeutig definierten historischen Phänomen festzulegen und sie gleichsam auf einer linearen Skala zwischen ›positiv‹ und ›negativ‹ zu ordnen, haben sich jedenfalls als wenig produktiv erwiesen, da sie die Historizität der untersuchten Beziehungsverhältnisse zu sehr vereinfachten.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

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