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Grillparzers »Weh dem, der lügt« als ernsthafte Komödie

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Zusammenfassung

Stärker literaturhistorisch akzentuiert, lautete das Thema des folgenden Aufsatzes: Weh dem, der lügt und Minna von Barnhelm. Das entspräche nicht gerade dem heutigen literaturwissenschaftlichen Zeitgeschmack, der sich mehr an das spezifisch Österreichische im Werk Grillparzers hält und — mit guten Gründen — dessen Gegensatz zu dem »Koaxen« der »›kritischen Frösch‹ in Preußen und Sachsen«1 hervorkehrt. Aber die Beziehung Grillparzers zu dem Dichter — nicht dem Kritiker2 — Lessing zeigt eine geistig-literarische Affinität, die tiefer liegt als die Spannungen zwischen österreichischer und nord- bzw. mitteldeutscher Kultur. Sie ist in der Grillparzer-Literatur seit langem reflektiert und veranlaßte Gerhart Baumann zu dem Urteil: »Eine tiefe innere Gemeinsamkeit befähigt gerade die Österreicher zu Lessinginterpreten, denn zuletzt geben sie damit einen wichtigen Beitrag zu ihrer Selbstdeutung.«3

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Referenzen

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

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