Advertisement

Novalis, ›Heinrich von Ofterdingen‹ (1802): Romantischer Figuralismus (Frühromantische Potenzierung 2)

Chapter
  • 27 Downloads

Zusammenfassung

Während jeder Versuch, Schlegels ›Lucinde‹ ohne Rekurs auf die transzendentalphilosophischen und -poetischen Spekulationen ihres Autors zu lesen, zum Scheitern verurteilt sein dürfte, scheint dies für den ›Ofterdingen‹ nicht im gleichen Maße zu gelten.2 Zwar läßt sich heute — angesichts des zwei voluminöse Bände der historisch-kritischen Werkausgabe füllenden »philosophischen Werks« — Hardenbergs Affinität zur idealistischen Philosophie nicht mehr einfach ignorieren, doch ist deren Relevanz für das späte Romanprojekt noch immer nicht schlüssig erwiesen, der deutliche Fortschritt in der Erforschung des theoretisch-philosophischen Werkes noch nicht konsequent für die Interpretation des ›Ofterdingens‹ genutzt worden.3 Daß in einer neuen Novalis-Monographie der Übergang vom theoretischen Frühwerk zu den Dichtungen immer noch als »›Umkippen‹« »höchster transzendentalphilosophischer Bewußtheit in programmatischen Irrationalismus«, in eine Rühmung der »wollüstigen Beseligungen des Bewußtseinsverlusts« (*885, 50 u. 77) dargestellt wird, ist beim heutigen Forschungsstand natürlich eher ein Kuriosum; sein bescheidenes fundamentum in re hat es jedoch daran, daß Novalis den Zusammenhang von Reflexion und dichterischer Produktion in der Tat anders denkt und poetisch anders umsetzt als etwa Friedrich Schlegel.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations