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Friedrich Schlegel, ›Lucinde‹ (1799): »Wie in einer endlosen Reihe von Spiegeln« (Frühromantische Potenzierung 1)

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Zusammenfassung

Friedrich Schlegels Aufsatz ›Über Goethes Meister‹3 ist ein Musterbeispiel nicht nur für romantische Literaturkritik, sondern für romantisches Lesen überhaupt; Schlegel verhält sich hier so, wie er es von seinen eigenen Lesern fordert: »nicht ruhend und tot«, also passiv, sondern aktiv und produktiv, »lebendig und entgegenwirkend« (*818 II, 161). Es ist ja bekannt, daß er sein berühmtes ›Athenäum‹-Fragment, das die »Französische Revolution, Fichtes Wissenschaftslehre, und Goethes Meister« zu den »größten Tendenzen des Zeitalters« (S.198) erklärte, in der nur für den privaten Gebrauch bestimmten Variante des Aphorismus mit einem qualifizierenden Nachsatz versehen hatte: »Aber alle drei sind doch nur Tendenzen ohne gründliche Ausführung« (XVIII, 85). Seine ›Wilhelm-Meister‹-Rezension ist so der Versuch, die im Werk erkannten »Tendenzen« auszuführen: Schlegelliest die ›Lehrjahre‹ als ersten Beitrag zu seinem eigenen Projekt »romantischer Roman«.4

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

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