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Innenwelt vs. Aussenwelt: Zu Ursprung und Geschichte eines kulturkritischen Topos

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Zusammenfassung

Aus Fichtes ›Bestimmung‹ ließen sich erste Grundkoordinaten zu einer bewußtseinsgeschichtlichen Topographie der Goethezeit ableiten; diese soll im folgenden ergänzt werden durch einen extensiveren und diachron ins 18. Jahrhundert verlängerten zweiten Versuch einer Kontextanalyse. Zu Recht ließe sich gegenüber einer Verabsolutierung von Fichtes Schrift der Vorwurf geistesgeschichtlicher Abstraktheit erheben. Andererseits scheint mir der Sinn mentalitätsgeschichtlicher Analysen gerade darin zu liegen, das in germanistischen Arbeiten lange Zeit mit der Selbstverständlichkeit eines eingespielten Rituals praktizierte Abschreiben von Sozialgeschichten überflüssig zu machen. Ich werde daher versuchen, die geschichtliche Situation anhand einer Reihe zeitkritischer und zeitdiagnostischer Schriften zu charakterisieren — also im Spiegel ihrer wechselnden Konzeptualisierungen, die allein dem Literaturwissenschaftler als eigenverantwortlich und methodisch kontrolliert analysierbare Primärquellen zur Verfügung stehen.

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Notizen

  1. 31.
    Vgl. Ralph-Rainer Wuthenow, Rousseau im »Sturm und Drang«. In: Walter Hinck (Hg.), Sturm und Drang. Ein lit.wiss. Studienbuch. Kronberg 1978 (Athenäum Tb 2133), S.14–54, bes. S.21–26.Google Scholar
  2. 35.
    Vgl. dazu etwa: Otto Pöggeler, Das Menschenwerk des Staats. In: Jamme/Schneider (*516), S.175–225, bes. S.203–207; Jürgen Zenke, Maschinen-Stürmer? Zur Metaphorik von Determination und Freiheit im Sturm und Drang. In: Hiltrud Gnüg (Hg.), Literarische Utopie-Entwürfe. Frankfurt 1982 (st 2012), S.146–157; Wilhelm Schmidt-Biggemann, Maschine und Teufel. Jean Pauls Jugendsatiren nach ihrer Modellgeschichte. Freiburg 1975 (Symposion).Google Scholar
  3. 40.
    Zuerst 1782 veröffentlicht in der deutschen Übersetzung der ›Philosophischen Schriften‹ des in der Goethezeit sehr einflußreichen holländischen Philosophen François Hemsterhuis (1721–1790) als ›Nachtrag‹ zu dessen ›Brief über das Verlangen‹; vgl. zu Herders Aufsatz und seiner Einordnung in die Tradition der »Vereinigungsphilosophie« etwa G. Kurz (*745, 23f.).Google Scholar
  4. 55.
    Erschienen 1786 in der ›Thalia‹; die genaue Entstehungszeit ist in der Forschung umstritten, mindestens für die ›Theosophie‹ wird meist eine bereits um 1779 verfaßte Urfassung angenommen. Vgl. etwa: Helmut Koopmann, Schillers ›Philosophische Briefe‹ — ein Briefroman? In: Alexander von Bormann (Hg.), Wissen aus Erfahrungen. Fs. für Herman Meyer. Tübingen 1976, S.192–216.Google Scholar
  5. 100.
    Vgl. zum Nachweis der Parallelen etwa: Helmut Pillau, Die fortgedichtete Dissonanz. Hegels Tragödientheorie und Schillers Tragödie. Deutsche Antworten auf die Frz. Revolution. München 1981 (Lit.gesch. u. Lit.kritik 1), S.69–84.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1993

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