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Achtziger Jahre

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Zusammenfassung

Nachdem in den siebziger Jahren die Frauenbewegung das Verschweigen und die Stigmatisierung von Lesben in der Gesellschaft öffentlich angegriffen hatte und gleichzeitig Lesben innerhalb der Frauenbewegung ihre Avantgardefunktion im feministischen Kampf verkündet hatten, wurden in den achtziger Jahren erstmals eigene Lesbendemonstrationen durchgeführt, z.B. 1981 und 1984 in Genf (die zweite im Rahmen der internationalen Lesbenkonferenz der ILIS) und seit 1985 in West-Berlin (im Anschluss an die 1. Lesbenwoche). Die Demonstration auf der Strasse ist die öffentlichste Form traditionellen kollektiven Protests. Die Mitorganisation und Beteiligung von Lesben an Demonstrationen ist deshalb ein Indiz für ihr politisches Selbstbewusstsein und ihre Orientierung in bezug auf Bündnispartnerinnen. In dieser Hinsicht fand in den achtziger Jahren ein gegenläufiger Prozess statt: Einerseits verschwanden Lesbenforderungen aus den Hauptforderungen der Frauendemonstrationen zum 8.März1, andererseits beteiligten sich Lesben zusammen mit Schwulen an den Christopher-Street-Demonstrationen Ende Juni, wo die Frauen in der Minderheit blieben, und drittens organisierten Lesben erstmals in der Geschichte auch eigene Demonstrationen.

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Notizen

  1. 1.
    In der Schweiz erreichte die Sichtbarkeit von Lesben ihren Höhepunkt an der Frauendemonstration 1979, als auf Initiative der Zürcher FBB (Frauenbefreiungsbewegung) — die im Frauenzentrum eng mit der HFG (Homosexuelle Frauengruppe) zusammenarbeitete, bzw. teilweise identisch war — die Parole Heterosexualität — nein danke! herausgegeben wurde. 1982 spaltete sich dann die Vorbereitungsgruppe an der Männerfrage, und es wurden zwei Demonstrationen zum Internationalen Tag der Frau am 8.März durchgeführt, eine zusammen mit Männern in Biel und eine ausschliesslich mit Frauen in Fribourg. In Fribourg war eine der vier Hauptforderungen, die auf Flugblättern und in Reden erläutert wurden, Gegen den Zwang zur Heterosexualität Als sich nach 1982 die Radikalfeministinnen auf Projektarbeit konzentrierten und sozialistisch und gewerkschaftlich orientierte Feministinnen die Organisation der Frauendemonstration übernahmen, verschwanden die Lesbenforderungen und wurden nur noch von einzelnen Gruppen auf ihren Transparenten und Flugblättern formuliert. Ende der achtziger Jahre setzten sich wiederum Frauen aus gemischten autonomen Gruppen in Frauengruppen ab, und Lesben verschafften sich wieder Öffentlichkeit, z.B. in Zürich und Winterthur.Google Scholar
  2. 2.
    Die folgenden Daten sind entnommen: Big dates in ILIS-Herstory. In: ILIS International Lesbian Information Service. Amsterdam, December 1989.Google Scholar
  3. 3.
    Brigitte Geiger/Hanna Hacker: Donauwalzer Damenwahl, S.146Google Scholar
  4. 4.
    Jutta Österle-Schwerin: Zwei Jahre Lesben-Politik im Bundestag — Wie alles anfing und wie es weitergehen könnte. In: Nirgendwo und überall: Lesben. Beiträge zur feministischen Theorie und Praxis, Nr. 25/26, 1989, S.201–210Google Scholar
  5. 5.
    Ilse Kokula: Eine Frau, die als lesbisch gilt, darf nicht freundlich zu ihren Kolleginnen sein. Die Diskriminierung lesbischer Frauen am Arbeitsplatz — eine Bestandesaufnahme für Deutschland und die Schweiz. In: Tages Anzeiger (Zürich) 21.11.1986, S.39/40Google Scholar
  6. 6.
    Frau Ohne Herz (Zürich) Nr.26/1990, S.39Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. dazu den Katalog ELDORADO, der vom Berlin Museum im Verlag Fröhlich & Kaufmann, Berlin, herausgegeben wurdeGoogle Scholar
  8. 8.
    Mündliche Auskunft der Mitarbeiterin Ilse Kokula.Google Scholar
  9. 9.
    Brigitte Geiger/Hanna Hacker: Donauwalzer Damenwahl, S.146Google Scholar
  10. 10.
    Unter diesem Titel erschien auch ein Katalog im Buchverlag Basler Zeitung (1988), herausgegeben von Kuno Trüeb und Stefan Miescher.Google Scholar
  11. 11.
    Ilse Kokula/Ulrike Böhmer: Die Welt gehört uns doch! Zusammenschluss lesbischer Frauen in der Schweiz der 30er Jahre. eFeF, Zürich 1991Google Scholar
  12. 12.
    Dazu kommen noch etwa zwanzig Neuauflagen, Gespräche und Biographien.Google Scholar
  13. 13.
    Als Buch erschien es im Herbst 1987 bei Orlanda, Berlin/W.Google Scholar
  14. 14.
    M.M.: Erster Preis für Lesbenliteratur. In: Tages Anzeiger, Zürich, 26.6.1987Google Scholar
  15. 15.
    Mündliche Auskunft einer Angehörigen der Jury vom Hamburger Frauenbuchladen im November 1989Google Scholar
  16. 16.
    Franz Xaver Kroetz: Monika Sperr. In: Deutsche Volkszeitung, die tat, 30.11.1984, S.11Google Scholar
  17. 17.
    Grete Weil, Generationen. Benziger Verlag Zürich/Köln 1983, S.196Google Scholar
  18. 18.
    Corina Caduff: Ich gedeihe inmitten von Seuchen. Elfriede Jelinek — Theatertexte. Peter Lang Verlag, Bern 1991Google Scholar
  19. 19.
    Programmankündigung zum 3.Siegener Kolloquium Homosexualität und Literatur, 8.–10. Oktober 1990: — Johanna Bossinade: Die Präsentation der lesbischen Liebe in Elfriede Jelineks StückKrankheit oder moderne Frauen” Rike Felka: “Der Wunsch, markiert zu werden.” Über Elfriede Jelinek und Marguerite DurasGoogle Scholar

Notizen

  1. 1.
    Vgl.: Sigrid Weigel: Die Stimme der Medusa, Kap. 4.1. und 4.2., S.94–111Google Scholar
  2. 2.
    Z.B. in Sondernummern zum Thema Lesben in: Emma (Köln, Nr.3/1978), Courage (Berlin/W., Nr.5/1978), Frauezitig (Zürich, Nr.14/1979), Frauenoffensive JournalGoogle Scholar
  3. 3.
    Sigrid Weigel: Die Stimme der Medusa, S.27Google Scholar
  4. 4.
    — Julia Bähr schrieb explizit aus der Frauenbewegung und über die Frauenbewegung — Judith Offenbach veröffentlichte einen Vorabdruck aus Sonja in der Zeitschrift LesbenfrontGoogle Scholar
  5. 5.
    Patricia Highsmith, Carol. (Nachwort von Patricia Highsmith zur deutschen Übersetzung.) Diogenes Verlag, Zürich 1990, S.404Google Scholar
  6. 6.
  7. 7.
    Kiepenheuer & Witsch ist meines Wissens der einzige Verlag, der später ein Lesbenbuch in Auftrag gab, das 1987 erschien: Ilse Kokula, “Wir leiden nicht mehr, sondern sind gelitten/Google Scholar
  8. 8.
    In dieser Reihe stammt der überwiegende Teil der Bücher von AutorINNEN, wogegen der Männertext von Fritz Zorn, Mars in der literarischen Taschenbuchreihe herausgebracht wurde.Google Scholar
  9. 9.
    Brief von Eva Schickel (Suhrkamp Taschenbuch) an Madeleine Marti, 17.4.1989Google Scholar
  10. 10.
    Rezensionen aus folgenden Medien liegen mir vor: — Zeitungen: Basler Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, Nürnberger Nachrichten — Zeitschriften: Stern (Hamburg), Der Alltag (Zürich), Buechladezitig (Baden), Courage (Berlin), Emma (Köln), Lesbenfront (Zürich) — Rundfunk: Norddeutscher RundfunkGoogle Scholar
  11. 11.
    Ellen Politzky wurde später Herausgeberin der Reihe Frauen und Literatur im Knaur Taschenbuch VerlagGoogle Scholar
  12. 12.
    Sigrid Weigel: Die Stimme der Medusa, S.111Google Scholar
  13. 13.
    Ebenda, S.112Google Scholar
  14. 14.
    Marianne Schuller/Jutta Kolckenbrock-Netz: Frau im Spiegel — Zum Verhältnis von autobiographischer Schreibweise und feministischer Praxis. In: Irmela von der Lühe (Hg.): Entwürfe von Frauen in der Literatur des 20.Jahrhunderts. Argument Sonderband, Berlin/W. 1982, S.156Google Scholar
  15. 15.
    Ebenda, S.165Google Scholar
  16. 16.
    In: Claudia Opitz (Hg.): Weiblichteit oder Feminismus? Drumlin, Weingarten 1984, S. 239–254Google Scholar
  17. 17.
    Ebenda, S.245Google Scholar
  18. 18.
    Ebenda, S.246Google Scholar
  19. 19.
    Evelyne Keitel macht in ihrem Aufsatz deutlich, dass sie den Mangel nicht nur negativ sieht, sondern ebenso als Chance, dogmatischen Verhärtungen zu entgehen.Google Scholar
  20. 20.
    Ebenda, S.244Google Scholar
  21. 21.
    Regula: Sonja. In: Lesbenfront (Zürich) Nr.11, 1981Google Scholar
  22. 22.
    Alexandra v. Grote: Mitteilung einer Schuld. In: Courage (Berlin/W.) Nr.8, 1981Google Scholar
  23. 23.
    V.S.: Die ehrgeizige Trauerum Sonja. In: Emma (Köln), Nr.9, 1981Google Scholar
  24. 24.
    Mündliche Angaben von Judith Offenbach und von Verena Stefan, die sie unabhängig voneinander machten.Google Scholar
  25. 25.
    In: Stern (Hamburg) 7.5.1981 und Lesbenpresse (Berlin/W.) Nr.9, 1981Google Scholar
  26. 26.
    In: Luise F. Pusch (Hg.): Feminismus — Inspektion der Herrenkultur. Frankfurt/M. 1983, S. 210–231Google Scholar
  27. 27.
    In der Lesbenfront Nr.5, 1978, unter dem Pseudonym Anna und unter dem Titel Erinnerungen an Sandra. Geschildert wird darin ein Ausflug in die Lesbenbars von Hamburg, im Buch S. 102–104.Google Scholar
  28. 28.
    In der Lesbenfront Nr. 12, September 1981, S.5–7, unter dem Pseudonym Judith OffenbachGoogle Scholar
  29. 29.
    In der von Lesbenfront zu Frau Ohne Herz umbenannten Zeitschrift, Nr. 23/1987, S. 26–28Google Scholar
  30. 30.
    Dies zeigt Bürgi in ihrer Untersuchung am Beispiel von Birgit Heiderich Mit geschlossenen Augen (Suhrkamp Verlag, 1980) auf: Claudia Bürgi: “Mein Tagebuch, das bin ich.” Das Tagebuch im Spannungsfeld von Authentizität und Fiktionalität. (Lizentiatsarbeit), Zürich 1983, S.41Google Scholar
  31. 31.
    Ebenda, S.54Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. dazu Judith Offenbach im Interview mit der Lesbenpresse: “Da hat er [der Psychoanalytiker, M.M.] mir Kate Millett’s “Sexus und Herrschaft” und Alice Schwarzer in die Hand gedrückt, den “kleinen Unterschied”. Also, ich hatte zwar schon einiges gelesen, war aber noch mit keiner Gruppe zusammengekommen.” — Auch Birgit Heiderich bezieht sich in ihrem Tagebuch ausschliesslich auf anerkannte Schriftsteller wie Robert Walser und Franz Kafka, ohne auf die Lektüre von autobiographischen Büchern von Frauen zu verweisen. Vgl. dazu: Claudia Bürgi: a.a.O., S.112Google Scholar
  33. 33.
    Paul Parin: “The Mark of Oppression” — Juden und Homosexuelle als Fremde. In: Goldy Parin-Matthèy, Paul Parin: Subjekt im Widerspruch. Athenäum, Frankfurt/M. 1988, S.128/129Google Scholar
  34. 34.
    Birgit Palzkill: Zwischen Turnschuh und Stöckelschuh. Die Entwicklung lesbischer Identität im Sport. AJZ Verlag, Bielefeld 1990, S.82Google Scholar
  35. 35.
    Eine wissenschaftliche Studie über Lesben in der Adoleszenz gibt es bisher nicht. Aufgrund eigener Beobachtung denke ich, dass Frauen, die während der Pubertät ihr Lesbischsein erkannten, in Bezug auf ihre lesbische Identität verletzbarer sind, als Frauen, die erst nach der Pubertät lesbisch wurden.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. dazu z.B.: — Charlotte Wolff, Augenblicke verändern uns mehr als die Zeit (1980, deutsch 1982) — Grete Weil, Meine Schwester Antigone (1980) und Der Brautpreis (1988)Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. dazu ihre Aussage im Essay Feminismus-Heterosexualität-Homosexualität: “Verständlicherweise war es mir immer ein dringendes Bedürfnis, meine missliche Lage als Lesbe (früher sagte ich verschämt: Lesbierin) wenigstens gedanklich in den Griff zu bekommen.” S.212Google Scholar
  38. 38.
    Charlotte Wolff, Augenblicke verändern uns mehr als die ZeitGoogle Scholar
  39. 39.
    Ebenda, S.225Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. dazu Charlotte Wolffs Schilderungen von Lesbenbars in Berlin, ebenda, S.94 f.Google Scholar
  41. 41.
    Ebenda, S.274Google Scholar
  42. 42.
    Ursula Eggli: Herz im Korsett. Zytglogge, Bern 1977 Judith Offenbach verweist im Buch selbst auf Ursula Eggli, allerdings unter verändertem Namen (176–187).Google Scholar
  43. 43.
    Alexandra Busch: Ladies of Fashion, S.163Google Scholar
  44. 44.
    Louise Schmidt-Honsberg: Zur weiblichen Homosexualität. In: Psyche, Nr. 3, Stuttgart 1989, S.245 (S.238–255)Google Scholar
  45. 45.
    Abgedruckt in: Lesbenfront Nr.12, 1981, S.30–32Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. z.B. Lesbenfront Nr.10, Januar 1981Google Scholar
  47. 47.
    Aus der sonstigen Beschreibung von Sonja wird jedoch deutlich, dass sie sehr kräftige Arme hat, mit denen sie sich hätte halten oder abstützen können.Google Scholar
  48. 48.
    Den Vorabdruck ihres Textes in der Lesbenfront (1978) leitete die Autorin mit folgender Bemerkung ein: “Ich werde versuchen, das Buch zu veröffentlichen, wenn es fertig ist, weil ich glaube, dass nur wenige ein solches Bündel schwierigster Probleme (Lesbianismus, Behindertsein, Selbstmord) aus eigener Erfahrung kennen. Ich möchte zeigen, dass man damit zwar irgendwie fertigwerden kann, dass man aber auch aus Unkenntnis, Hilflosigkeit, Angst, die schwerwiegendsten Fehler macht.”Google Scholar
  49. 49.
    Nach dem gemeinsamen Kauf von gebrauchten Möbeln für Judith und Sonja: “Nur Frau Sanders konnte ihren Abscheu vor all dem abgelegten Ramsch fremder Leute kaum unterdrücken. Ihr Motiv war wohl nicht, dass sie ihrer Tochter nur das Beste und Schönste gönnen wollte, sondern Sonja sollte natürlich weiterhin ein mögliches Aushängeschild ihrer Familie sein, und mit so einer zusammengestoppelten Studentenbude war das kaum zu leisten. Aber sie fand sich doch recht bald damit ab, mit süsslicher Miene und “Ach Gott, ihr guten Kinder!”” (159)Google Scholar
  50. 50.
    Bericht der Eidgenössischen Alkoholkommission. In: Tages Anzeiger (Zürich), 25.8.1989Google Scholar
  51. 51.
    Erst 1984 erschien ein Beitrag zu Frauen und Sucht von Frauen aus der “Zwiebel”, in: Wollen wir immer noch alles? Frauenpolitik zwischen Traum und Trauma. Dokumentation der 7. Sommeruniversüät für Frauen, Berlin/W., 1984, S.108–110Google Scholar
  52. 52.
    Frauengesundheitskollektiv Santa Cruz: Es gibt eine Lösung. Alkoholismus und Co-Alkoholismus. In: Dürmeier Waltraud u.a. (Hg.): Wenn Frauen Frauen lieben und sich für Selbsthilfe-Therapie interessieren. Frauenoffensive, München 1990, S.189Google Scholar
  53. 53.
    Vgl. Anmerkung 51Google Scholar
  54. 54.
    — Frauengesundheitskollektiv Santa Cruz. In: Dürmeier u.a. (Hg.): Wenn Frauen Frauen lieben. 1990, S.185–195 — Katharina Höcker: Durststrecken. Zwischen Abhängigkeit und Aufbruch. Frauen und Alkohol. Fischer Taschenbuch, Frankfurt/M. 1990Google Scholar
  55. 55.
    Ursula Heilbora Maurer/Georg Maurer: Nach einem Suizid. Gespräche mit Zurückbleibenden. Fischer Taschenbuch, Frankfurt/M. 1987Google Scholar
  56. 56.
    Ihr fehlendes politisches Bewusstsein manifestiert sich auch darin, dass sie enttäuscht ist, als die behinderte Schriftstellerin Rita Vetterli Judiths Geldspende nicht für sich persönlich, sondern für den Club für Behinderte und ihre Freunde annimmt. (176)Google Scholar

Notizen

  1. 1.
    Inzwischen sind auch drei Publikationen erschienen, die die Situation von lesbischen Frauen in der ehemaligen DDR aus ihrer Sicht schildern: — Kerstin Gutsche: Ich ahnungsloser Engel Lesbenprotokolle. Reiher, Berlin 1991 — Ursula Sillge: Un-Sichtbare Frauen. Lesben und ihre Emanzipation in der DDR. LinksDruck, Berlin 1991 — Dokumente lesbisch-schwuler Emanzipation des Referats für gleichgeschlechtliche Lebensweisen Nr. 4. Geschichte und Perspektiven von Lesben und Schwulen in den neuen Bundesländern. Herausgegeben von der Senatsverwaltung für Jugend und Familie, Berlin 1991 Darin: — Christina Schenk: Bedingungen und Perspektiven lesbischer Existenz in der DDR, S.11–28 — Gunna Bohne: Situation lesbischer Frauen ab 30 Jahren in Gesellschaft und Lesbenbewegung Ostdeutschlands, S.29–32Google Scholar
  2. 2.
    Ilse Kokula: “Wir leiden nicht mehr, sondern sind gelitten”. Lesbisch leben in Deutschland. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1987, S.167–169Google Scholar
  3. 3.
    Monika Barz, Herta Leistner, Ute Wild: Hättest Du gedacht, dass wir so viele sind? Lesbische Frauen in der Kirche. Kreuz, Stuttgart 1987Google Scholar
  4. 4.
    Ute Wild: Menschenrechte, Frauenrechte, Christenrechte, Lesbenforum. In: 14. Rundbrief Christenrechte in der Kirche. Haltern/BRD 1988, S.17/18Google Scholar
  5. 5.
    Birgit Neumann: Werde, die Du bist! Lesbische Frauen in der Kirche. In: 14. Rundbrief Christenrechte in der Kirche. Haltern/BRD 1988, S.19/20Google Scholar
  6. 6.
    Siegfried Schnabl: Mann und Frau intim. Fragen des gesunden und gestörten Geschlechtslebens. Volk und Gesundheit, Berlin/DDR 1969/1972, S.320–328Google Scholar
  7. 7.
    Ebenda, S.323Google Scholar
  8. 8.
    Ebenda, S.322Google Scholar
  9. 9.
    Ebenda, S.320Google Scholar
  10. 10.
    Ebenda, S.322Google Scholar
  11. 11.
    Ebenda, S.323Google Scholar
  12. 12.
    Reiner Werner: Dialog. In: Deine Gesundheit, Heft 9, 1987, S.284/285Google Scholar
  13. 13.
    Die Leserinnen “Marlies B. (52, Dipl.-Chemikerin) und ihre Partnerin Rita (40, Hausfrau)” hatten geschrieben: “Wir wünschen uns sehr, dass später den Lesb. mehr Raum in Ihrem Buch bleibt. Wir wollen gern selbst dazu beitragen, unsere Beziehungen offen darzulegen. Immerhin freut uns der Anfang der Besprechung unserer Probleme. Es gibt Ähnlichkeiten und Unterschiede zu homosexuellen Männern. Zutreffend führen Sie aus, dass unsere Beziehungen viel stabiler und auch ernsthafter sind. (…)”Google Scholar
  14. 14.
    Günter Amendt (Hg.): Natürlich anders. Zur Homosexualitätsdiskussion in der DDR. Pahl Rugenstein, Köln 1989 (Eine Publikation in der DDR wurde darin angekündigt.)Google Scholar
  15. 15.
    Erwin Günther/Hubert Thinius: Psychosoziale Aspekte der Homosexualität In: Humanitas, Nr. 18, 1988, S.10Google Scholar
  16. 16.
    Antwort von Kurt Bach auf einen Leserinnenbrief, in: Rubrik Guter Rat, in der Frauenzeitschrift Für Dich, Nr.38, 1988Google Scholar
  17. 17.
    In der BRD erschien das Buch 1989 unter dem Titel Ganz normal anders. Auskünfte schwuler Männer aus der DDR im Luchterhand Literaturverlag. Vgl. dazu: Barbara Lukesch: “Du lässt dir ja dein Leben wohl nicht versauen”. In: Weltwoche (Zürich), 20.Juli 1989, S.52/53. Der Artikel basiert auf der Lektüre von Jürgen Lemkes Buch und einem Gespräch mit dem Autor.Google Scholar
  18. 18.
    Siehe Anmerkung 15) Kurt Bach, Dr.päd., Studienrat, Psychologe, arbeitete im Pädagogischen Kreiskabinett beim Rat des Kreises Hohenmölsen, Abteilung Volksbildung. (Diese Angabe ist entnommen aus: Günter Amendt: Natürlich anders, S.240)Google Scholar
  19. 19.
    Flugblatt des Sonntags-Club, anfangs 1989Google Scholar
  20. 20.
    Irene Runge schrieb auch das Vorwort zum Buch von Jürgen Lemke: Ganz normal anders. Auskünfte schwuler Männer.Google Scholar
  21. 21.
    Susanna Statkowa: Sich verständigt und vieles gelernt — Erfahrungen einer Veranstaltungsreihe über Homosexualität und Lebensweise. In: Berliner Zeitung, DDR, 7./8.1.1989Google Scholar
  22. 22.
    Mündliche Auskunft von Brigitte Burmeister, Schriftstellerin/Literaturwissenschafterin, am 25.1.1989 in MarburgGoogle Scholar
  23. 23.
    Gudrun v. Kowalski: Homosexualität in der DDR. S.10Google Scholar
  24. 24.
    Doris Berger: Vom Optimismus der Aufbruchszeit zu Alltagsproblemen und Magie. In: Christel Hildebrandt (Hg.): Liebes- und andere Erklärungen. Texte von und über DDR-Autorinnen. Bonn, 1988, S.129/130Google Scholar
  25. 25.
    Ebenda, S.125Google Scholar
  26. 26.
    Zitiert nach: Christa Wolf: Selbstversuch. In: Edith Anderson (Hg.): Blitz aus heiterem Himmel. Hinstorff, Rostock 1975, S.68 Diese Erzählung ist auch abgedruckt in: Lutz-W. Wolff (Hg.): Frauen in der DDR. dtv, München 1976, und in: Christa Wolf: Gesammelte Erzählungen. Luchterhand 1974/1980Google Scholar
  27. 27.
    Zitiert nach: Christa Wolf: Kassandra. Luchterhand, Darmstadt 1983 (Erstausgabe), S.9/10Google Scholar
  28. 28.
    Ebenda, S.9Google Scholar
  29. 29.
    Marie Luise Gansberg: Unnütze Frauen?Alte Jungfer”, “Alte Frau”, “Lesbein der Literatur. Und was aus ihnen noch werden kann. (Masch.schr.) Giessen 1988, S.13Google Scholar
  30. 30.
    Erzählungen von: Christa Wolf, Sarah Kirsch, Edith Anderson, Gotthold Gloger, Günther de Bruyn, Rolf SchneiderGoogle Scholar
  31. 31.
    Vgl. dazu: Barbara Lukesch / Madeleine Marti: Geschlechtertausch — Sieben literarische Beispiele zur Emanzipation der Frau in der DDR. (Manuskript) Zürich 1979, S.51Google Scholar
  32. 32.
    Ebenda, S.26Google Scholar
  33. 33.
    Zitiert nach: Christine Wolter: Wie ich meine Unschuld verlor. Erzählungen. Edition Neue Texte Aufbau, Berlin/Weimar 1977 (Erstausgabe 1976), S.33/34Google Scholar
  34. 34.
    Zitiert nach: Maxie Wander, Guten Morgen, du Schöne. Frauen in der DDR. Luchterhand Verlag 1978 (4.Auflage), S.48Google Scholar
  35. 35.
    Zitiert nach: Helga Königsdorf: Meine ungehörigen Träume. Geschichten. Edition Neue Texte Aufbau, Berlin/Weimar, 1978 (Erstausgabe), S.68Google Scholar
  36. 36.
    Zitiert nach: Christine Lambrecht: Dezemberbriefe, dtv, München 1986, S.89 (Erstausgabe: Mitteldeutscher Verlag, Halle/Leipzig 1982)Google Scholar
  37. 37.
    Zitiert nach: Helga Schubert: Blickwinkel. In: Schöne Reise, bb Aufbau, Berlin/Weimar, S. 22Google Scholar
  38. 38.
    Brigitte Struzyk: Caroline unterm Freiheitsbaum, Luchterhand, Darmstadt (und Aufbau, Berlin/Weimar) 1988, S.16–18Google Scholar
  39. 39.
    Ilse Kokula: “Wir leiden nicht mehr, sondern sind gelitten!” S.165Google Scholar
  40. 40.
    Ebenda, S.161Google Scholar
  41. 41.
    Vgl. dazu Kapitel 5.3.Google Scholar
  42. 42.
    Peter Liebers: “…und noch immer auf dem Weg” (Waldtraut Lewin). In: Für Dich. Illustrierte Wochenzeitung für die Frau. Berlin/DDR, Nr.6/1989, S.24–28Google Scholar
  43. 43.
    Alle Angaben aus Peter Liebers, siehe Anmerkung 51Google Scholar
  44. 44.
    In Kuckucksrufe beginnt die Mutter, in Die Ärztin von Lakros die Tochter, eine Liebesbeziehung zu einem Mann.Google Scholar
  45. 45.
    Die Metapher der Wölfin für eine lesbische Frau verwenden z.B. auch: — Christa Reinig, Entmannung (1976), Die Wölfin (1982). — Renée Vivien, Die Dame mit der Wölfin (Paris 1904) Deutsche Übersetzung, Micheline Poli, Berlin/W. 1981 — Monique Wittig, aus deinen zehntausend augen Sappho (Paris 1973) Deutsche Übersetzung, Frauenoffensive München 1977 — Raphaela Schwyter, Venus oder Einzelhaft. Sec 52, Zürich 1987Google Scholar
  46. 46.
    Ein ähnliches Identifikationsangebot machte Marlene Stenten in ihrem Roman Puppe Else, den sie in Berlin/W. zur gleichen Zeit (1974) wie Waldtraut Lewin schrieb.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. dazu die Wortwahl von Ingeborg Bachmann, deren Protagonistin bei der Berührung einer andern Frau denkt: “Ja, so war das. Das war es.” (Ein Schritt nach Gomorrha, S.192)Google Scholar
  48. 48.
    “Die Nachtigall” ist der Künstlerinnenname der Sängerin: “Philomele, die Nachtigall” (39) “Sie ist Philomele, die Nachtigall” (40)Google Scholar
  49. 49.
    Auch die Sekretärin, die die Dichterin als “schwarze Führerin” zum Professor geleitet hatte, war ihr bei einer späteren Begegnung als bedrohliches Zwitterwesen erschienen.Google Scholar
  50. 50.
    Christa Reinig hat diese chancenlose Konkurrenzsituation in ihrem Roman Entmannung (an dem sie zur selben Zeit wie Waldtraut Lewin an dieser Erzählung arbeitete) klar benannt: “Wölfis Ohnmacht, Kyras Allmacht. Kyra kann Thea heiraten, Wölfi nicht. Kyra kann Menni ein Kind machen, Wölfl nicht. Kyra darf sich nach einer wohlgeschaffenen Frau umdrehen. Er darf sie ansprechen, er darf sie zum Tanz auffordern. Er darf auf ein Zeitungsbild zeigen und öffentlich sagen: “Wackerer Busen das!” Kyra darf alles, Wölfl nichts. In der Folge bekommt Wölfl ihren manisch-depressiven Charakter.” (139)Google Scholar
  51. 51.
    Zehn Jahre früher hatte Ingeborg Bachmann eine ähnliche Kulisse gewählt: Das Betreten der in verschiedenen Rottönen ausgestatteten Bar erscheint der Protagonistin als Eintritt in die Hölle und zugleich als grosse Verlockung. Die Bar ist voller Rauch und voller Geräusche und ist in “rot, höllenrot” (190) getaucht. (vgl. dazu Kap. 3.2.)Google Scholar
  52. 52.
    das Seite 8 erstmals und wiederholt auf den Seiten 19, 61, 63 erwähnt wird.Google Scholar
  53. 53.
    Lexikon der Symbole. Herausgegeben von Wolfgang Bauer, Ingeborg Dümotz, Sergius Golowin, Herbert Röttgen. Fourier, Wiesbaden 1980, S.172/173Google Scholar
  54. 54.
    Mary Daly: GYN/OEKOLOGY. S.346. Und: “Wir Häxen, die wir in das Labyrinth jenseits des Vordergrundes hineinhorchen, hören neue Stimmen — unsere eigenen Stimmen. Wir lernen unsere eigene neue Lage und Bewegung zu spüren; wir lernen, ein empfindliches Gleichgewicht zu halten. Indem wir uns durch dieses verzwickte Terrain hindurchbewegen/hindurchhören, ertasten wir unseren Weg vom Eingang des Labyrinths immer tiefer zur Mitte des Heimatlandes, der Selbst.” (424)Google Scholar
  55. 55.
    “Die Betrogene” allerdings in heterosexueller Maskierung, siehe dazu: Gerhard Härle: Männerweiblichkeit. Zur Homosexualität bei Klaus und Thomas Mann. Athäneum, Frankfurt/M. 1988, S.203–209Google Scholar
  56. 56.
    Elisabeth Frenzel: Motive der Weltliteratur, S.690Google Scholar
  57. 57.
    Elisabeth Frenzel: Stoffe der Weltliteratur, S.575Google Scholar
  58. 58.
    Ebenda, S.668Google Scholar
  59. 59.
    Z.B. Sir Galahad bezog sich in einem Exkurs ausführlich aus weiblicher Sicht auf Sappho. (Hinweis von Regula Schnurrenberger) Sir Galahad (Pseudonym für Bertha Eckstein-Diener): Mütter und Amazonen. Ein Umriss weiblicher Reiche. Langen-Müller, München 1932Google Scholar
  60. 60.
    Sibylle Eberlein: Geschichten von Träumen, die tief in uns wohnen. In: Tribüne, Berlin, 18.5.1984Google Scholar
  61. 61.
    Bert Freier: Die Launen der Nachtigall. In: Sächsische Zeitung, Dresden, 7.9.1984Google Scholar
  62. 62.
    A.J.: Originelle Erzählungen. In: Liberal-Demokratische Zeitung, Halle, 1.7.1984Google Scholar
  63. 63.
    Ingrid Jarmatz: Blumen aller Jahreszeiten, ohne Angaben, wo dieser Artikel erschienen istGoogle Scholar
  64. 64.
    D.Körner: Sinn fürs Phantastische. In: Der Morgen, Berlin 3.10.1984Google Scholar
  65. 65.
    Günther Gregor: Eine grosse Zauberin. In: Wochenpost, Berlin 3.8.1984Google Scholar
  66. 66.
    Christel Berger: Mut zu Gefühlen. In: Berliner Zeitung, 6.6.1984Google Scholar
  67. 67.
    Irmtraud Gutschke: Leise erzählt, jedoch voll Spannung. In: Neues Deutschland 11.8.1984Google Scholar
  68. 68.
    Gabriele Conrad: Kuckucksrufe und Ohrfeigen. In: Der Sonntag, 10.6.1984Google Scholar
  69. 69.
    Dies berichtete Waldtraut Lewin in einem Interview mit Klaus Müller für die holländische Lesben- und Schwulenzeischrift Homologie, Nr.1/1987. Wiederabgedruckt in: Christel Hildebrandt (Hg.): Liebes- und andere Erklärungen, S.103/104Google Scholar

Notizen

  1. 1.
    Die Lesbenfront wurde 1984 in Frau Ohne Herz umbenannt und erscheint bis heute 1–4 mal jährlich. 1974 kam in Berlin/W. erstmals die UkZ heraus, 1975 folgte die Lesbenpresse.Google Scholar
  2. 2.
    Als Zweck wurde in den Statuten vom 7.1.1976 “die Wahrnehmung der Interessen der homosexuellen Frauen” angegeben.Google Scholar
  3. 3.
    Sie fand jeden zweiten Sonntag in demselben Lokal statt wie ein schwuler Club.Google Scholar
  4. 4.
    Diese Tagungen werden seit 1974 jährlich ein- bis zweimal in Boldern durchgeführt und werden gemeinsam von der evangelischen Akademie Boldern und der katholischen Paulus Akademie (Zürich) getragen. Mitarbeiterinnen und Gruppenleiterinnen sind engagierte Lesben und Schwule. Vgl. dazu die Dokumentationen zu einzelnen Tagungen: — Integration der Homosexuellen — eine noch immer ungelöste Aufgabe in unserer Gesellschaft (1977) — Homosexualität, Heterosexualität — Stimmen unsere Bilder noch? (1979) — Das Recht ein eigener Mensch zu sein (1981/82)Google Scholar
  5. 5.
    Zusammenstellung dieser Daten aus Chronik, in: Lesbenfront Nr. 12, 1981, S.18Google Scholar
  6. 6.
    Vgl.: Verein Feministisch Wissenschaft Schweiz (Hg.): Ebenso neu als kühn. 120 Jahre Frauenstudium an der Universität Zürich. eFeF, Zürich 1988Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Anmerkung 6 und: — Hanna Hacker: Die Studentin, S.152–158, und: “…kein Vaterland” — topographische Spuren, Zürich. S.204/205 In: Frauen und Freundinnen, 1987 — Mündliche Aussagen von Regula Schnurrenberger, die dazu eine Untersuchung plant.Google Scholar
  8. 8.
    — Doris Stump: Sie töten uns — nicht unsere Ideen. Meta von Salis-Marschlins (1855–1929), Schweizer Frauenrechtskämpferin und Schriftstellerin. Paeda Media, Thalwil/Zürich 1986 — Meta von Salis-Marschlins: Die unerwünschte Weiblichkeit. Autobiographie, Gedichte, Feministische Schriften, herausgegeben von Doris Stump. Paeda Media, Thalwil/Zürich 1988Google Scholar
  9. 9.
    Doris Stump: “…und habe so oft herzliche Sehnsucht nach Dir…”. Frauenfreunschaften im 19. Jahrhundert Meta von Salis und Theo Schücking. In: Lesbenstich (West-Berlin) Nr.1, 1989, S.3–5Google Scholar
  10. 10.
    Madeleine Marti: Laura Thoma. In: Luise F. Pusch (Hg.): Berühmte Frauen. Kalender für 1991. Frankfurt/M., 1990Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. die Nachworte von Roger Perret und Charles Linsmayer in den Neuauflagen zu Annemarie Schwarzenbachs Werken: — Das glückliche Tal (Huber, Frauenfeld 1987) — Lyrische Novelle (Lenos, Basel 1988) — Bei diesem Regen (Lenos, Basel 1989) Zu diesen Neuauflagen auch: Madeleine Marti: Hahnenkampf um Annemarie Schwarzenbach. In: …die Welt neu erfinden, herausgegeben vom Bremer Frauenbuchladen Hagazussa, 1989, S.14–20Google Scholar
  12. 12.
    Marianne Feilchenfeldt-Breslauer erwähnte in einem Gespräch mit mir am 5.8.1988, dass sie Urbanitzky in der Schweiz getroffen habe. Grete von Urbanitzky hatte 1927 den Roman Der wilde Garten veröffentlicht (Neuauflage). Sie publizierte in der Basler Nationalzeitung zumindest eine Erzählung in Fortsetzung, ein Ausschnitt war in der Ausstellung Männergeschichten in Basel auf dem untern Teil einer Zeitungsseite zu sehen, auf der eine Gerichtsverhandlung gegen homosexuelle Männer dokumentiert war. Grete von Urbanitzky scheint in der Schweiz geblieben zu sein, wo sie 1971 in Genf starb. Biographische Angaben in: Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen 1800–1945, S.314Google Scholar
  13. 13.
    Brief von H.Bill (Buchverlag Basler Zeitung) an Madeleine Marti, 13.12.1989Google Scholar
  14. 14.
    Ich zitiere aus dieser Neuauflage.Google Scholar
  15. 15.
    Z.B. auch in der Schilderung von Lagerkameradschaften S.182 f.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. dazu: Die Literaturgeschichtsschreibung und die Schriftstellerinnen, in: Doris Stump, Sie töten uns — nicht unsere Ideen, S.25–38Google Scholar
  17. 17.
    Redigiert von Elsbeth Pulver und Sybille Dallach im Auftrag der Pro Helvetia. Zürich/Bern 1985Google Scholar
  18. 18.
    Hansruedi Fritschi: Das langsame Auftauchen einer Figur. S.49/50Google Scholar
  19. 19.
    In: Zwischenzeilen, S.12Google Scholar
  20. 20.
    Karin Richter-Schröder: Frauenliteratur und weibliche Identität, S.167Google Scholar
  21. 21.
    Marie-Josée Kuhn/Christine Tresch: Das Ende der traurigen Enden — Gespräch über die lesbische Repräsentation in Spielfilmen von Frauen mit der Amsterdamer Filmpublizistin Annette Förster. In: Woz (Zürich), 18.5.1990Google Scholar
  22. 22.
    Benziger, Zürich 1980Google Scholar
  23. 23.
    “Sie wird es schaffen ohne ihn. Mit Regine zusammen. Das wird schon gehen. Auch da wird sie in Zukunft Ordnung schaffen. Gründlich, in kleinen Schritten, wie in der Wohnung. Und sich nicht einschüchtern lassen dabei.” S.192Google Scholar
  24. 24.
    Diesen Hinweis und das Ausleihen des bereits vergriffenen Buches verdanke ich Edith Müller.Google Scholar
  25. 25.
    Zwüschehalt13 Erfahrungberichte aus der Schweizer Neuen Linken. Rotpunkt, Zürich 1979, S.101–136Google Scholar
  26. 26.
    Auskunft einer Kennerin der Literaturszene SchweizGoogle Scholar
  27. 27.
    Mündliche Auskunft der Schriftstellerin Maya Beutler, einer Freundin von Gertrud Wilker. (Solothurn 1987)Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Kap. 10.1.Google Scholar
  29. 29.
    Elisabeth Pulver: “…es redet vielleicht dann das Gedicht”. Zum Tod von Gertrud Wilker. In: Neue Zürcher Zeitung, 2.Oktober 1984Google Scholar
  30. 30.
    Ähnliche Metaphern verwendet Marlen Haushofer, z.B.: “Ihr Bewusstsein verschärfte sich zu durchsichtiger Klarheit. Während sie atemlos in der grellen Sonne stand, war plötzlich das Rätsel des Lebens gelöst, und die Lösung war so einfach, dass ein Kind sie hätte finden müssen. Dann hob der Atem ihre Brust, der Schmerz verebbte und sie vergass mit einem Schlag, was sie eben noch so deutlich gewusst hatte.” (Eine Handvoll Leben, S.192)Google Scholar
  31. 31.
    In: Schweizer Monatshefte, Nr.61/11, November 1981, S.885–898Google Scholar
  32. 32.
    Ebenda, S.893Google Scholar
  33. 33.
    In der ersten Geschichte sind es die Dorfbewohnerinnen.Google Scholar
  34. 34.
    Dieses Verhalten hat die Soziologin Jutta Brauckmann in ihrer empirischen Studie Die vergessene Wirklichkeit, Männer und Frauen im weiblichen Leben (1983) aufgezeigt.Google Scholar
  35. 35.
    Mary Daly: GYN/OEKOLOGIE, S.363/364Google Scholar
  36. 36.
    Brief des Anwaltes von Hedwig Kym. Zitiert nach: Doris Stump: Sie töten uns, nicht unsere Ideen, S.54Google Scholar
  37. 37.
    Die Herausgeberin im Gespräch zu Claudia SchoppmannGoogle Scholar
  38. 38.
    Luise Rinser: Den Wolf umarmen (1981), zitiert nach der Taschenbuchausgabe (1987) S.193Google Scholar
  39. 39.
    Mündliche Auskunft von Maja Beutler (Solothurner Literaturtage 1988)Google Scholar
  40. 40.
    Brief von Gertrud Wilker an Madeleine Marti, 28.6.1982 Auf diese Begegnung verwies Wilker auch im Gespräch mit Benita Cantieni: Schweizer Schriftsteller persönlich. Interviews. (Huber) Ex Libris, Zürich 1988, S.156/157Google Scholar
  41. 41.
    Adrienne Rich: Wenn wir Toten erwachen, S.38Google Scholar
  42. 42.
    Ebenda, S.38/39Google Scholar
  43. 43.
  44. 44.
    In: Frauezitig, Nr.17/1986, Zürich, S.7–9Google Scholar

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