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Fünfziger Jahre

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Zusammenfassung

Die zunehmende Emanzipation der Frauen, die mit der politischen Organisierung von Frauen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann und um die Jahrhundertwende und in der Weimarer Republik Höhepunkte erreichte, wurde durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten abgebrochen. Entscheidende Zäsur für das soziale Leben und für die literarische Darstellung lesbischer Frauen, ist deshalb nicht die Beendigung des zweiten Weltkrieges, sondern die nationalsozialistische Machtübernahme 19331.

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Notizen

  1. 1.
    Auch für die Periodisierung deutschsprachiger Literatur im 20.Jahrhundert wird inzwischen die Weltwirtschaftskrise um 1930 als wichtiger Einschnitt begriffen und nicht das Ende des Zweiten Weltkrieges 1945. Frank Trommler: Auf dem Weg zu einer kleineren Literatur. In: Thomas Koebner (Hg.): Tendenzen der deutschen Gegenwartsliteratur. Kröner, Stuttgart 1984, S.10Google Scholar
  2. 2.
    Die Lebensdaten der lesbischen Schriftstellerin Sophie Höchstetter hat Ilse Kokula recherchiert. Ilse Kokula: Sophie Höchstetter (1873–1943). In: Ariadne, Almanach des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Heft 4, Kassel 1989, S.16–21Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Hanna Hacker: Frauen und Freundinnen, S.138Google Scholar
  4. 4.
    Ebenda, S.163Google Scholar
  5. 5.
    Ebenda, S.162Google Scholar
  6. 6.
    Ilse Kokula: — Freundinnen, Lesbische Frauen in der Weimarer Republik. In: Kristine von Soden/Maruta Schmidt (Hg.): Neue Frauen. Die Zwanziger Jahre. Elefantenpresse, Berlin/W., S.160 Vgl. auch dieselbe: — Lesbisch leben von Weimar bis zur Nachkriegszeit. In: Eldorado, S.149–161Google Scholar
  7. 7.
    Gudrun Schwarz: Eine Einleitung. In: Adele Meyer (Hg.): Lila Nächte: Die Damenclubs der Zwanziger Jahre. Zitronenpresse, Köln 1981, S.19Google Scholar
  8. 8.
    Ebenda, S.18–24Google Scholar
  9. 9.
    Ebenda, S.24Google Scholar
  10. 10.
    Neu publiziert in: Adele Meyer, vgl. Anmerkung 7.Google Scholar
  11. 11.
    Charlotte Wolff: Augenblicke verändern mehr als die Zeit, S.91Google Scholar
  12. 12.
    Ebenda, S.95Google Scholar
  13. 13.
    Katharina Vogel: Zum Selbstverständnis lesbischer Frauen in der Weimarer Republik. In: Eldorado, S. 162Google Scholar
  14. 14.
    Ebenda, S.162Google Scholar
  15. 15.
    Petra Schlierkamp: Die Garçonne. In: Eldorado, S.169Google Scholar
  16. 16.
    in der z.B. abgedruckt wurden: — Ruth Margarete Roellig, Ich klage an — Elsa von Bonin, Das Leben der Renée von CatteGoogle Scholar
  17. 17.
    Unter dem Titel Leidensgenossinnen aus der Schweiz vereinigt Euch rief 1931 die Zürcherin Fredy Thoma zur Gründung einer lesbischen Gruppe auf. Vgl: Ilse Kokula/Ulrike Böhmer: Die Welt gehört uns doch! Zusammenschluss lesbischer Frauen in der Schweiz der 30er Jahre. Schriftenreihe des Verein Feministische Wissenschaft Schweiz, eFeF Verlag, Zürich 1991Google Scholar
  18. 18.
    Petra Schlierkamp: Die Garçonne, S.175Google Scholar
  19. 19.
    Ebenda, S.176Google Scholar
  20. 20.
    Ilse Kokula: Lesbisch leben von Weimar bis heute, S.152Google Scholar
  21. 21.
    Vgl.: — Renate Wall: Verboten, verbannt, vergessen. Kleines Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen 1933–1945, Pahl-Rugenstein, Köln 1988 — Heide Soltau: Trennungsspuren. Frauenliteratur der zwanziger Jahre. Extrabuch, Frankfurt/M. 1984Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. die Interpretationen in den Arbeiten von: — Claudia Schoppmann: “Der Skorpion”, Frauenliebe in der Weimarer Republik. Frühlings Erwachen, Kiel 1985 — Doris Claus: Selbstverständlich lesbisch in der Zeit der Weimarer Republik — Wilma Peters: Das Bild der lesbischen Frau in der Literatur der Weimarer RepublikGoogle Scholar
  23. 23.
    Vereinzelt sind auch Frauen bekannt, die als Lesben in Konzentrationslager deportiert wurden. Vgl. dazu: — Ina Kuckuck: Der Kampf gegen Unterdrückung. S.127/128 — Claudia Schoppmann: Nationalsozialistische Sexualpolitik und weibliche Homosexualität, 1991 Anhaltspunkte dafür, welche Emigrantinnen auch lesbisch waren, gibt es wenige. Oft wurden von prominenten Frauen selbst diesbezügliche Spuren verwischt oder Auskünfte verweigert (z.B. von Erika Mann und Therese Giehse. Ihre Zeitgenossin Marianne Feilchenfeldt-Breslauer bezeichnete sie am 2.1.89 im Gespräch mit Claudia Schoppmann und mir als “ein Paar”.) oder von ihren Nachlassverwalterinnen oder ihren überlebenden Freundinnen entschieden bestritten (Auskünfte von Claudia Schoppmann über ihre Recherchen zu Christa Winsloe und Anna Elisabet Weirauch).Google Scholar
  24. 24.
    Vorwort von Margarete Twellmann in: Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann: Erlebtes und Erschautes. (Neuauflage) Anton Hain, Meisenheim am Glan 1977Google Scholar
  25. 25.
    Christa Reinig über Christa Winsloe, in: Christa Winsloe Mädchen in Uniform, Neuauflage Frauenoffensive 1983, S.247Google Scholar
  26. 26.
    Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen, herausgegeben von Brinker-Gabler, Gisela/Ludwig, Karola/Wöffen, Angela. dtv, München 1986, S.314/5Google Scholar
  27. 27.
    Claudia Schoppmann: “Der Skorpion”, S.14/15Google Scholar
  28. 28.
    Zur Biographie von Annemarie Schwarzenbach, vgl. das Nachwort von Charles Linsmayer zur Neuauflage ihres Romans Das verborgene Tal, Huber Verlag 1987Google Scholar
  29. 29.
    — Gudrun Schwarz: Eine Einleitung, S.21 — Ilse Kokula: Lesbisch leben in den funfeiger Jahren. In: Frauen Untereinander. Dokumentation der Offenen Frauenhochschule in Wuppertal. Hrsg: Projekt Offene Frauenhochschule. Wuppertal, 1989. S.117Google Scholar
  30. 30.
    Ebenda, S.118Google Scholar
  31. 31.
    — Ruth Kempe, Paria, 1933 — Marie Luise Kaschnitz, Elissa, 1937 Die märchenhafte Geschichte zweier Halbschwestern, die sich als Kinder sehr lieben. Als Jugendliche und Erwachsene geht die eine mit einem Mann weg. Die andere sucht sie, pflegt sie und zieht später ihr Kind bei sich auf. — Annemarie Schwarzenbach veröffentlichte 1933 in Berlin (Rowohlt) die Lyrische Novelle und 1940 in Zürich (Amalthea) Das glückliche Tal, in dem sich die lesbische Ich-Erzählerin in der Maske des männlichen Ich-Erzählers versteckt und eine einseitige Liebe schildert. — Luise Rinser beschreibt in ihrem ersten Roman Die gläsernen Ringe (1940) die Liebe zweier Schülerinnen zu ihrer Lehrerin in der Klosterschule. Die eine Schülerin begeht Selbstmord, während sich die andere innerlich von der Lehrerin losreisst.Google Scholar
  32. 32.
    Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis zur Gegenwart: Von Hans-Peter Franke/Ulrich Staehle/Gisela Ullrich/Dietmar Wenzelburger. Klett, Stuttgart 1984, S.13Google Scholar
  33. 33.
    Dazu: — Susanna Woodtli: Gleichberechtigung. Huber, Frauenfeld 1975 — Lotti Ruckstuhl: Frauen sprengen Fesseln. Hindernislauf zum Frauen-Stimmrecht in der Schweiz. Interfeminas, Bonstetten 1986Google Scholar
  34. 34.
    Hallwag, Bern 1958, 560 Seiten. Die Juristin Iris von Roten schrieb von einer radikalfeministischen Position aus, als diese so noch nicht bekannt war. 1959 erschien eine zweite Auflage ihres Buches, seit den sechziger Jahren wurde das Buch nicht mehr aufgelegt. Im Herbst 1991 erschien eine Neuauflage im eFeF-Verlag in Zürich.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. dazu das Vorwort der Autorin zur zweiten Auflage, 1959. Eine Zeitgenossin erinnerte sich 1989 im Gespräch mit mir an die öffentlichen Beschimpfungen von Iris von Roten.Google Scholar
  36. 36.
    Betty Frieden, Der Weiblichkeitswahn, USA 1963, Deutsche Übersetzung 1966. Zitiert nach Rowohlt-Taschenbuch 1970.Google Scholar
  37. 37.
    Ebenda, S.13/14Google Scholar
  38. 38.
    Ebenda, S.15Google Scholar
  39. 39.
    Encyclios, Zürich 1953 (2 Bände)Google Scholar
  40. 40.
    Ebenda, S.1422Google Scholar
  41. 41.
    Frauen in der DDR Auf dem Weg zur Gleichberechtigung? Herausgegeben von der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 1987, S.10Google Scholar
  42. 42.
    Gudrun v. Kowalski: Homosexualität in der DDR. Marburg 1987, S.27Google Scholar
  43. 43.
    Ilse Kokula: Lesbisch leben in den fünfziger Jahren, S.43Google Scholar
  44. 44.
  45. 45.
    Janice Raymond: Frauenfreundschaft, S.21Google Scholar
  46. 46.
  47. 47.
    Ich verwende den Begriff Männerliteratur analog zum Begriff Frauenliteratur, nämlich als Literatur, die von Männern verfasst ist.Google Scholar
  48. 48.
    Geschichte der deutschen Literatur. Von 1945 bis zur Gegenwart, S.88Google Scholar
  49. 49.
    Joachim Campe (Hg.): Andere Lieben, Homosexualität in der Literatur, 1988, S.276Google Scholar
  50. 50.
    Ebenda, S.277Google Scholar
  51. 51.
    Vgl. dazu meine Kapitel zu Johanna Moosdorf und zu Christa ReinigGoogle Scholar
  52. 52.
    Gespräch mit Johanna Moosdorf, von Madeleine Marti am 4.10.1988 in Berlin/W.Google Scholar
  53. 53.
    Gespräch mit Ingeborg Bachmann, von Toni Kienlechner, am 9.April 1971. In: Ingeborg Bachmann, Wir müssen wahre Sätze finden, Gespräche und Interviews. München 1983, S.99/100Google Scholar
  54. 54.
    Auf diesen Roman gehe ich in Kapitel 6.4. ein.Google Scholar
  55. 55.
    Herausgegeben vom Charles Grieger Verlag in Hamburg, der auch die schwulen Zeitschriften Die Freunde und Freund publizierte. Von der zweiten Nummer an wurde Wir Freundinnen vom Verlag und über den Zeitschriftenhandel auch im Ausland verkauft: in Zürich, Amsterdam, Stockholm, Oslo, Kopenhagen und England (laut Angaben im Impressum). Dank Kopien von Ilse Kokula (Berlin/W.) liegen mir die ersten vier Nummern vor von Oktober und November 1951, Januar und März 1952. — Vgl. dazu auch: Katharina Vogel: Wir Freundinnen — Eine Lesbenzeitung aus den 50er-Jahren. In: Lesbenstich, Berlin-W., Nr.2/1983, S.29–33Google Scholar
  56. 56.
    Mit folgenden Worten: “Die Autorin weiss bei guter Zeichnung des Milieus einer Klinik, ohne sich in allzu tiefschürfende Psychoanalysen zu verlieren, ihr “Anliegen” in heiterer Form vorzutragen und es auf die Ebene einer feinen Gesellschaftskomödie zu stellen, die den seelischen Reifungsprozess vom Mädchen zur Frau in einer Reihe bühnenwirksamer Szenen vorführt, weit entfernt von irgendwelcher schwüler Magazinerotik. Gerade diese Tatsache gibt nicht nur der Handlung, sondern auch den Frauen des Stücks eine saubere Haltung: der Lesbierin, einer Charakterfigur von fraulich verständlicher Diktion, der geltungssüchtigen, kalten Kokette, die nur Triumphe sucht.” Aus: Wir Freundinnen, März 1952, S.26Google Scholar
  57. 57.
    Vgl.: Sigrid Weigel: Schreibarbeit und Phantasie. Ilse Aichinger. In: Stephan, Venske, Weigel (Hg.): Frauenliteratur ohne Tradition? Frankfurt/M., 1987, S.26Google Scholar
  58. 58.
    Wolfgang Stangl: Empfiehlt es sich, die Paragraphen 210, 220 und 221 StGB ersatzlos zu streichen? Zugleich ein Beitrag über die Diskriminierung Homosexueller im österreichischen Strafrecht. In: Kriminalsoziologische Bibliographie, Heft 52, 1986, S.52–66Google Scholar

Notizen

  1. 1.
    Im Unterschied beispielsweise zu den gleichzeitig schreibenden Ingeborg Bachmann, Johanna Moosdorf und Christa ReinigGoogle Scholar
  2. 2.
    Ich zitiere jeweils aus den Taschenbuchausgaben: Eine Handvoll Leben (Knaur Taschenbuch, o.J.), Die Tapetentür (Knaur Taschenbuch, o.J.), Die Wand (Ullstein Taschenbuch 1985)Google Scholar
  3. 3.
    Z.B.: — Regula Venske: “..das Alte verloren und das Neue nicht gewonnen…”: Marlen Haushofer. In: Stephan/Venske/Weigel: Frauenliteratur ohne Tradition? S.99–132 — Regula Venske: “Dieses eine Ziel werde ich erreichen…” — Tod und Utopie bei Marlen Haushofer. In: Renate Berger/Inge Stephan (Hg.): Weiblichkeit und Tod in der Literatur. Böhlau, Köln/Wien 1987, S.199–214 — “Oder war da manchmal noch etwas anderes?Texte zu Marlen Haushofer, von verschiedenen Autorinnen — Lilian Studer: “Auf dem Weg, eine neue Welt zu finden”: Marlen Haushofer 1920–1970. (Lizentiatsarbeit) Bern 1987Google Scholar
  4. 4.
    Zur Biographie und zur Bibliographie siehe: “Oder war da manchmal noch etwas anderes?”, Frankfurt/M. 1986, S.184/185Google Scholar
  5. 5.
    Zahlen, die in Klammern angegeben sind, geben die Seite in der zitierten Primärliteratur an. Hier ist also gemeint: Marlen Haushofer, Eine Handvoll Leben (zitiert nach Knaur Taschenbuch), S.7–14 und S.203–205Google Scholar
  6. 6.
    Irmela von der Lühe: Erzählte Räume — leere Welt. Zu den Romanen Marlen Haushofers. In: “Oder war da manchmal noch etwas anderes?”, S.99Google Scholar
  7. 7.
    — Ilse Frapan: Wir Frauen haben kein Vaterland. Monologe einer Fledermaus. (1899) Neuausgabe: Courage, 1983 Berlin/W. — Anna Elisabet Weirauch: Der Skorpion, Bd.1 1919 (und Neuausgabe: LAZ, Berlin/W. 1977), Bd. 2 1921, Bd. 3 1931 — Christa Winsloe: Das Mädchen Manuela, Berlin ca. 1931 (und Neuausgabe unter dem Titel Mädchen in Uniform, Frauenoffensive, München 1983) — Luise Rinser: Die gläsernen Ringe. Fischer 1940Google Scholar
  8. 8.
    V.a. im zweiten Roman Die Tapetentür (1957)Google Scholar
  9. 9.
    Luise Rinser, Die gläsernen Ringe. Fischer Taschenbuch, zitiert nach der Auflage 1972, S.123Google Scholar
  10. 10.
    Luise Rinser, Den Wolf umarmen (1981). Zitiert Fischer Taschenbuch (1984), S.188Google Scholar
  11. 11.
    Marlen Haushofer vergleicht oft Kühe und Frauen miteinander, z.B.: “Käthe roch nach Veilchenseife und darunter nach jungen Kühen, eine Mischung, die Elisabeth immer in sanftes, träges Behagen versetzte.” (97)Google Scholar
  12. 12.
    Luce Irigaray: Neue Körper, neue Imagination. S.124Google Scholar
  13. 13.
    Janice Raymond: Frauenfreundschaft, S.15Google Scholar
  14. 14.
    Ebenda, S.19Google Scholar
  15. 15.
    Ebenda, S.19Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Dagmar Heymann: Wie männlich muss die Naturwissenschaft sein? In: Forum Wissenschaft, Hg: Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: (Marburg) Nr.4, 1989, S.15Google Scholar
  17. 17.
    Regula Venske kommentiert diese Stelle: “Der Männerblick ist hier blosse Konvention, eine Schutzmassnahme, um etwas zu benennen, das es noch nicht gibt, eine hilflose Umschreibung des Begehrens der Frau.” In: “Oder war da manchmal noch was anderes?” S.56Google Scholar
  18. 18.
    Elisabeth erinnert sich daran, dass zwei Mitschülerinnen die Klosterschule verlassen mussten, weil sie eine Nacht zu zweit in einem Bett verbracht hatten. (72)Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Irmela von der Lühe: Erzählte Räume — leere Welt. S.72Google Scholar
  20. 20.
    Mary Daly: GYN/ÖKOLOGY, S.363/364Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. zu diesem Motiv die Erzählung Ledwina (ca. 1820) von Annette von Droste-Hülshoff. Die kränkliche adelige Ledwina fühlt sich nur einmal richtig wohl, nämlich als sie von einer alten Bäuerin umsorgt wird. Die Bäuerin gibt ihr einen Stuhl, Decken und Kissen und Ledwina “lachte ordentlich vor Vergnügen, da es ihr so bequem wurde”. Zitiert nach: Annette von Droste-Hülshoff, Sämtliche Werke, hg. von Günther Weydt, Winfried Woesler, 1981, S.270Google Scholar
  22. 22.
    Zum Konzept von “Mittäterin” und “Mittäterschaft”: Christina Thürmer-Rohr: Vagabundinnen. S.146 f.Google Scholar
  23. 23.
    Mitwissen an den Verbrechen des Ehemannes oder die Ahnung davon, thematisiert auch Johanna Moosdorf in ihrem Roman Nachtigallen schlagen im Schnee (1954).Google Scholar
  24. 24.
    Adrienne Rich: Zwangsheterosexualüät und lesbische Existenz, S.138–168Google Scholar
  25. 25.
    vgl. dazu Christina Thürmer-Rohr: Vagabundinnen, S.166Google Scholar
  26. 26.
    Die Mythifizierung der Beziehung zum Mann und die Verdrängung der Bedeutung der Freundschaft zwischen Frauen hat Jutta Brauckmann eindrücklich aufgezeigt in Die vergessene Wirklichkeit.Google Scholar
  27. 27.
    Regula Venske: Schriftstellerin wider das Vergessen: Johanna Moosdorf. In: Inge Stephan/Regula Venske/Sigrid Weigel: Frauenliteratur ohne Tradition? S.201Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1992

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