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Einleitung

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Zusammenfassung

Die Literatur trägt wesentlich zur Propagierung von Heterosexualität und zum Verschweigen und zur Entstellung lesbischer Liebe im Patriarchat bei. Gleichwohl hat es immer wieder Autorinnen gegeben, die Frauen dargestellt haben, die sich nicht mehr über Männer definieren, sondern über sich selbst als Frauen.

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Notizen

  1. 1.
    Vgl. die knappe Gegenüberstellung von literarischen Darstellungen lesbischer Frauen um 1900 durch Autorinnen und Autoren bei: Hanna Hacker, Tödlich, humorvoll Wien und die Wienerin in der lesbischen Literatur. In: Das lila Wien um 1900. Herausgegeben von Neda Bei/Wolfgang Förster/Hanna Hacker/Manfred Lang. edition spuren, promedia, Wien 1986, S.21–35, v.a. S.28 und S.34Google Scholar
  2. 2.
    Die Überprüfung dieses Weges ergab folgende Resultate: — In der Bibliographie der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft, begründet von Hanns W. Eppelsheimer, konsultierte ich die Stichworte Homosexualität, sapphische Dichtungen, Liebe, Frau, Tabu, Homoerotik. Gefunden habe ich 1981 unter Homoerotik die Dissertation von Sally P. Tubach, die mir schon bekannt war (durch den Rundbrief Frauen in der Literaturwissenschaft, Hamburg), 1982 unter Homosexualität einen siebenseitigen Aufsatz von Dinah Dodds zu Ingeborg Bachmann und einen Aufsatz von Sally Tubach zu Verena Stefan. (Alle drei Arbeiten in amerikanischer Sprache.) In bezug auf männliche Homosexualität gab es eine Reihe von Veröffentlichungen zu Thomas Mann, zu Klaus Mann, zu Dramen der Weimarer Republik (Bronnen, Brecht, Jahnn) und zur Literatur der Jahrhundertwende. — In Deutsche Bibliographie, herausgegeben von der Deutschen Bibliothek Frankfurt, sind einerseits wissenschaftliche Sachtexte, andererseits pornographische Bücher aufgeführt, die die Begriffe lesbisch oder Sappho im Titel haben. — Im Lexikon homosexueller Belletristik, herausgegeben von Wolfgang Popp und Dietrich Molitor, Universität/GH Siegen, sind bisher zu lesbischer Thematik von Autorinnen nur wenige Beiträge zu finden. — Bei Elisabeth Frenzel, Stoffe der Weltliteratur (Kröner, Stuttgart, 6. Auflage, 1983), ist lediglich das Stichwort Sappho aufgeführt.Google Scholar
  3. 3.
    Der Frauenbuchladen Lilith (Berlin) gab 1988/89 eine kommentierte Liste lieferbarer Lesbenliteratur in deutscher Sprache heraus, die 16 Seiten umfasst.Google Scholar
  4. 4.
    Im Vordergrund standen die Lesbenzeitschriften: Lesbenfront (Zürich); Lesbenpresse, UkZ und Lesbenpresse (alle Berlin/W.). Dazu kamen weitere Frauenzeitschriften, v.a. Virginia Frauenbuchkritik und Liesebuch, die 2mal bzw. 4mal jährlich herausgegeben werden. Darin sind sowohl in der Bibliographie der Neuerscheinungen wie auch bei den rezensierten Büchern viele Texte zu finden.Google Scholar
  5. 5.
    Marie Luise Gansberg: Zu einigen populären Vorurteilen gegen materialistische Literaturwissenschaft. In: Marie Luise Gansberg/Paul Gerhard Völker: Methodenkritik der Germanistik. Metzler, Stuttgart 1970 (zitiert nach der 4. Auflage von 1973), S.14Google Scholar
  6. 6.
    Z.B. von Sigrid Weigel: Liebe — nichts als ein Mythos? In: Die Stimme der Medusa. Tende, Dülmen-Hiddingsel 1987, S.214–266Google Scholar
  7. 7.
    Adrienne Rich: Wenn wir Toten erwachen. Schreiben als Re-Vision. In: Sarah Lennox (Hg.): Auf der Suche nach den Gärten unserer Mütter. Sammlung Luchterhand, Darmstadt/Neuwied 1982, S.34Google Scholar
  8. 8.
    Silvia Bovenschen: — Über die Frage: Gibt es eine weibliche Ästhetik? In: Ästhetik und Kommunikation, Nr.25, Berlin/W. 1976, S.60–75 — Die imaginierte Weiblichkeit — Exemplarische Untersuchungen zu kulturgeschichtlichen und literarischen Präsentationsformen des Weiblichen. Edition Suhrkamp, Frankfurt/M. 1979Google Scholar
  9. 9.
    Renate Möhrmann: Die andere Frau. Emanzipationsansätze deutscher Schriftstellerinnen im Vorfeld der Achtundvierziger-Revolution. Metzler, Stuttgart 1977Google Scholar
  10. 10.
    Irmela von der Lühe (Hg.): Entwürfe von Frauen in der Literatur des 20. Jahrhunderts. Argument Sonderband, Berlin/W. 1982Google Scholar
  11. 11.
    Inge Stephan/Sigrid Weigel: Die verborgene Frau, Sechs Beiträge zu einer feministischen Literaturwissenschaft. Argument Sonderband, Berlin/W. 1983Google Scholar
  12. 12.
    Dokumentationen dieser Tagungen: — Inge Stephan/Sigrid Weigel (Hg.): Feministische Literaturwissenschaft. Argument Sonderband, Berlin/W., 1984 — Renate Berger/Monika Hengsbach/Maria Kublitz/Inge Stephan (Hg.): Frauen — Weiblichkeit — Schrift. Argument Sonderband, Berlin/W., 1985 — Renate Berger/Inge Stephan (Hg.): Weiblichkeit und Tod in der Literatur. Böhlau, Köln und Wien 1987 — Annegret Pelz/Marianne Schuller/Inge Stephan/Sigrid Weigel/Kerstin Wilhelms (Hg.): Frauen Literatur Politik. Argument Sonderband, Hamburg 1988Google Scholar
  13. 13.
    Inge Stephan/Carl Pietzker (Hg.): Frauensprache — Frauenliteratur? Für und Wider einer Psychoanalyse literarischer Werke, Band 6 der Akten des VII. Internationalen Germanisten-Kongresses Göttingen 1985, herausgegeben von Albrecht Schöne, Tübingen, 1986.Google Scholar
  14. 14.
    Inge Stephan/Sigrid Weigel/Kerstin Wilhelms (Hg.): “Wen kümmert’s, wer spricht”. Zur Literatur und Kulturgeschichte von Frauen aus Ost und West. Böhlau, Köln/Wien 1991Google Scholar
  15. 15.
    — Ricarda Schmidt: Westdeutsche Frauenliteratur der 70er Jahre. Rita G. Fischer, Frankfurt/M. 1982 — Dorothee Schmitz: Weibliche Selbstentwürfe und männliche Bilder, Zur Darstellung der Frau in DDR-Romanen der siebziger Jahre. 1983 — Christa Gürtler: Schreiben Frauen anders? Untersuchungen zu Ingeborg Bachmann und Barbara Frischmuth. Stuttgart 1983 — Christel Hildebrandt: Zwölf schreibende Frauen in der DDR, Zu den Schreibbedingungen von Schriftstellerinnen in der DDR in den 70er Jahren. 1984 — Sonja Hilzinger: “Als ganzer Mensch zu leben…” Emanzipatorische Tendenzen in der neueren Frauen-Literatur der DDR. 1985 — Margret Brügmann: Amazonen der Literatur, Studien zur deutschsprachigen Frauenliteratur in den 70er Jahren. Rodopi, Amsterdam 1986 — Karin Richter-Schröder: Frauenliteratur und weibliche Identität, Theoretische Ansätze zu einer weiblichen Ästhetik und zur Entwicklung der neuen deutschen Frauenliteratur. Hain bei Athäneum, Frankfurt/M. 1986 — Regula Venske: Mannsbilder — Männerbilder, Konstruktion und Kritik des Männlichen in zeitgenössischer deutschsprachiger Literatur von Frauen. Georg Olms, Hildesheim/New York/Zürich 1988Google Scholar
  16. 16.
    Inge Stephan, Regula Venske und Sigrid Weigel haben mit ihrer Ausatzsammlung unter dem Titel Frauenliteratur ohne Tradition? (Fischer Taschenbuch Frankfurt, 1988) auf dieses Manko aufmerksam gemacht und neun Autorinnen neu in die Diskussion gebracht.Google Scholar
  17. 17.
    — Heinz Puknus (Hg.): Neue Literatur der Frauen, Deutschsprachige Autorinnen der Gegenwart. C.H.Beck, München 1980 — Manfred Jurgensen (Hg.): Frauenliteratur, Autorinnen, Perspektiven, Konzepte. Paul Haupt, Bern 1983 und dtv MünchenGoogle Scholar
  18. 18.
    Jürgen Serke: Frauen schreiben, Ein neues Kapitel deutschsprachiger Literatur. Stern-Buch Hamburg, 1979Google Scholar
  19. 19.
    Ausnahmen davon sind z.B.: Inge Stephan: Männliche Ordnung und weibliche Erfahrung: Überlegungen zum autobiographischen Schreiben bei Marie Luise Kaschnitz (In: Stephan/Venske/Weigel) und Regula Venskes Aufsätze zu Marlen Haushofer.Google Scholar
  20. 20.
    Sigrid Weigel: Die Stimme der Medusa, S.61/62Google Scholar
  21. 21.
    Ebenda, S.108Google Scholar
  22. 22.
    Ebenda, S.103–105Google Scholar
  23. 23.
    Ebenda, S.227Google Scholar
  24. 24.
    Ebenda, S.340Google Scholar
  25. 25.
    Deutsche Übersetzung: Zwangsheterosexualität und lesbische Existenz. In: Audre Lorde/Adrienne Rich: Macht und Sinnlichkeit. sub rosa/Orlanda, Berlin/W. 1983, S.138–169Google Scholar
  26. 26.
    1985 wieder aufgelegt durch den feministischen Verlag Naiad PressGoogle Scholar
  27. 27.
    Deutsche Übersetzung 1979 im Amazonen Verlag Berlin/W. unter dem Titel Bilder und Schatten. Das Bild der lesbischen Frau in der LiteraturGoogle Scholar
  28. 28.
    Entsprechend derjenigen für das Amerikanische und das Norwegische: — Barbara Grier: The Lesbian in Literature. The Naiad Press, Tallahassee (1967) 1981 — Gerd Brantenberg/Bodil Espedal/Relsen Lasen/Lisbeth Nilsen/Astrid Torud (Hg.): Pa sporet av den tapte lyst. Aschehoug, Oslo 1986Google Scholar
  29. 29.
    Entsprechend dem Lexikon homosexueller Belletristik und dem Forum Homosexualität und Literatur in bezug auf Männerliteratur, welche von Wolfgang Popp u.a. an der Universität Siegen herausgegeben werden. Von den beiden bestehenden Zeitschriften zu Feministischer Wissenschaft sind die Beiträge zu feministischer Theorie und Praxis herausgegeben vom Verein Sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis sehr stark sozialwissenschaftlich ausgerichtet. Die Feministischen Studien, herausgegeben von Wissenschaftlerinnen verschiedener Richtungen, beinhalteten immer wieder Aufsätze von Literaturwissenschaftlerinnen, ohne dass jedoch Literaturwissenschaft bisher ein Schwerpunktthema wurde.Google Scholar
  30. 30.
    — Ina Baumann: Die Figur der weiblichen Homosexuellen in der deutschen Literatur des ersten Drittels des Jahrhunderts. (Magister-Arbeit) Wuppertal 1982 — Monika Hengsbach: Bewältigungsversuche des Stigmas weiblicher Homosexualität in literarischen Texten des 20. Jahrhunderts. (Magister-Arbeit) Bielefeld 1983 — Katharina Vogel: Die Theorie vom dritten Geschlecht als Grundlage für ein neues Selbstverständnis von Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. (Diplomarbeit) Berlin/W. 1985 — Doris Claus: Selbstverständlich lesbisch in der Zeit der Weimarer Republik, Eine Analyse der Zeitschrift “Die Freundin”. (Magistra-Arbeit) Osnabrück 1987 — Wilma Peters: Das Bild der lesbischen Frau in der Literatur der Weimarer Republik. (Abschlussarbeit an der Universität) Amsterdam 1988Google Scholar
  31. 31.
    — Barbara Hoyer: Die Auseinandersetzung mit den vorgefundenen Geschlechtsnormen und die Suche nach einer neuen Identität in den literarischen Darstellungen der lesbischen Frau in den siebziger Jahren (Verena Stefan, “Häutungen” und Marlene Stenten, “Puppe Else”). (Magister-Arbeit) Berlin, 1981 — Margret Fehrer: Literarische Leitbilder — Selbstbilder — Lebensentwürfe lesbischer Autorinnen, Christa Reinig und Marlene Stenten. (Magister-Arbeit) Frankfurt/M. 1987Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. dazu die Literaturlisten in: Forum Homosexualität und Literatur, herausgegeben von Wolfgang Popp u.a., Gesamthochschule-Universität Siegen, seit 1987Google Scholar
  33. 33.
    — Charlotte Wolff: Psychologie der lesbischen Liebe, Eine empirische Studie der weiblichen Homosexualität. 1971 (Deutsche Übersetzung) rororo, Reinbek bei Hamburg 1973 — Ina Kuckuc (Pseudonym für Ilse Kokula): Der Kampf gegen Unterdrückung Materialien aus der deutschen Lesbierinnenbewegung. Frauenoffensive, München 1975 — Ilse Kokula: Weibliche Homosexualität um 1900 in zeitgenössischen Dokumenten. Frauenoffensive, München 1981 — Jutta Brauckmann: Weiblichkeit, Männlichkeit und Antihomosexualität, Zur Situation der lesbischen Frau. Rosa Winkel. Berlin/W. 1981 — Susanne v. Paczensky: Verschwiegene Liebe, Zur Situation lesbischer Frauen in der Gesellschaft. Bertelsmann, München 1981 — Ilse Kokula: Formen lesbischer Subkultur. Vergesellschaftung und soziale Bewegung. Rosa Winkel, Berlin/W. 1983 — Jutta Brauckmann: Die vergessene Wirklichkeit. Männer und Frauen im weiblichen Leben. Lit, Münster 1983 — Brigitte Reinberg/Edith Rossbach: Stichprobe: Lesben. Erfahrungen lesbischer Frauen mit ihrer heterosexuellen Umwelt. Centaurus, Pfaffenweiler 1985 — Hanna Hacker: Frauen und Freundinnen. Studien zur “weiblichen Homosexualitätam Beispiel Österreich 1870–1938. Beltz, Weinheim/Basel 1987Google Scholar
  34. 34.
    Bei Abschluss meiner Arbeit erschienen folgende Studien: — Antke Akkermann/Sigrid Betzelt/Gabriele Daniel: Nackte Tatsachen: Ergebnisse eines lesbischen Forschungsprojektes. Selbstverlag, Berlin/W 1989 — Alexandra Busch: Ladies of Fashion. Djuna Barnes, Natalie Barney und das Paris der 20er Jahre. Haux, Bielefeld 1989 — Birgit Palzkill: Zwischen Turn- und Stöckelschuh. Die Entwicklung lesbischer Identität im Sport. AJZ, Bielefeld 1990Google Scholar
  35. 35.
    Stefanie Hetze: Happy-End für wen? Kino und lesbische Frauen. Tende, Frankfurt/M. 1986Google Scholar
  36. 36.
    Gisela Schmeer: Die Aufklärung und wir Frauen, Ullstein Verlag Berlin/W. 1970. Darin: “Mein Mann hält mich für eine Lesbierin”, S.277/278Google Scholar
  37. 37.
    Feminismus — Heterosexualität — Homosexualität, in: Luise F. Pusch (Hg.): Inspektion der Herrenkultur. Edition Suhrkamp, Frankfurt/M. 1983, S.212Google Scholar
  38. 38.
    Die Zahlen in Klammern geben die Seitenzahl des interpretierten Textes an. Hier also: Hertha Kräftner, Agatha-Fragmente. Zitiert nach: Hertha Kräftner, Das blaue Licht (Sammlung Luchterhand), S.65Google Scholar
  39. 39.
    Adrienne Rich: Zwangsheterosexualität und lesbische Existenz, S.159Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. Reinberg, Rossbach: Stichprobe Lesben, S.11 ff.Google Scholar
  41. 41.
    In: Christa Reinig: “Erkennen, was die Rettung istChrista Reinig im Gespräch mit Marie Luise Gansberg. Frauenoffensive, München 1986, S.144Google Scholar
  42. 42.
    Susanne Kappeler: Vom Opfer zur Freiheitskämpferin. In: Mittäterschaft und Entdeckungslust. Hg.: Studienschwerpunkt “Frauenforschung” an der TU Berlin. Orlanda, Berlin/W. 1989, S.21Google Scholar
  43. 43.
    Susanne Kappeler: Pornographie — Die Macht der Darstellung. Frauenoffensive, München 1988, S.66Google Scholar
  44. 44.
    — Verena Stefans Häutungen (1975) wurde bei seinem Erscheinen in einer Frankfurter Grossbuchhandlung einsortiert unter Kochbücher. (Aussage von Verena Stefan im Mai 1988 an den Solothurner Literaturtagen) — Johanna Moosdorfs Die Freundinnen (1977) und Caroline Muhrs Freundinnen (1974) wurden in einer Hamburger Buchhandlung in die Pornoecke eingereiht. (Auskunft von Inge Stephan)Google Scholar
  45. 45.
    Dazu: Bonnie Zimmermann: Töchter der Nacht. Der lesbische Vampirfilm. In: Frauen und Film. Nr.28, Berlin/W. 1981, S.7–14Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. dazu Hanna Hacker: Frauen und Freundinnen, S.13–92Google Scholar
  47. 47.
    Susanne Kappeler: Pornographie, S.66/67Google Scholar
  48. 48.
    In der Schweizer Literatur fallen mir z.B. spontan mehr Darstellungen von lesbischen Frauen durch Männer ein (Alexander Ziegler, Friedrich Dürrenmatt, Walter Schenker, Urs Faes, Guido Bachmann) als bei gezielter Suche nach Literatur von Frauen. Dies hängt mit der Literaturkritik zusammen, die Männerbücher besser berücksichtigt, so dass ich über Rezensionen schneller auf die Inhalte von Männerbüchern stosse.Google Scholar
  49. 49.
    Adrienne Rich: Zwangsheterosexualität und lesbische Existenz, S.148Google Scholar
  50. 50.
    Mary Daly: GYN/ÖKOLOGY. (Deutsche Übersetzung) Frauenoffensive, München 1981, S.39Google Scholar
  51. 51.
    Ebenda, S.38Google Scholar
  52. 52.
    Christina Thürmer-Rohr: Vagabundinnen. Feministische Essays. Orlanda, Berlin/W. 1987, S.165Google Scholar
  53. 53.
    Adrienne Rich: Zwangsheterosexualität und lesbische Existenz, S.168Google Scholar
  54. 54.
    Wenn ich nichtfeministischen Menschen von meiner Arbeit erzählte, so beobachtete ich oftmals dieselbe Reaktion: Zuerst waren sie erstaunt, dass ich überhaupt Texte zu diesem Thema gefunden hatte, da sie selber keine kannten. Später berichteten sie von irgendeinem Text eines schwulen Autors.Google Scholar
  55. 55.
    Neues Beispiel dafür war 1987 die aufsehenerregende, da erste, Studie aus der DDR zum Thema Homosexualität des Mediziners Reiner Werner im Verlag Volk und Gesundheit, Berlin /DDRGoogle Scholar
  56. 56.
    1988 erschien in der BRD die Anthologie Andere Lieben. Homosexualität in der Literatur, in der der Herausgeber Joachim Campe Texte zu schwulen Männern publizierte.Google Scholar
  57. 57.
    Janice Raymond, S.19Google Scholar
  58. 58.
    Zitiert nach Hanna Hacker: Frauen und Freundinnen, S.15Google Scholar
  59. 59.
    Am deutlichsten manifestiert sich diese Doppelstrategie in Ritualen reiner Männerbünde, z.B. in studentischen (Männer) Verbindungen, aber auch in den verschärften Antihomosexuellen-Paragraphen im schweizerischen Militärstrafgesetz.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Kap.2.1.Google Scholar
  61. 61.
    Monika Barz/Herta Leistner/Ute Wild: Hättest Du gedacht, dass wir so viele sind? Lesbische Frauen in der Kirche. Kreuz, Stuttgart/Zürich 1987, S.183Google Scholar
  62. 62.
    Ebenda, S.183Google Scholar
  63. 63.
    Charlotte Wolff: Augenblicke verändern uns mehr als die Zeit. Eine Autobiographie. (London 1980) Beltz, Weinheim/Basel 1982, S.230Google Scholar
  64. 64.
    Ebenda, S.230/231Google Scholar
  65. 65.
    Stichwort Lesben von Lising Pagenstecher und Eva Rieger, in: Frauenhandlexikon. Stichworte zur Selbstbestimmung. Herausgegeben von Johanna Beyer/Franziska Lamott/Birgit Meyer. CH.Beck, München 1983, S.167/168Google Scholar
  66. 66.
    Auskunft von Claudia Schoppmann, die in ihrer Dissertation die Haltung der deutschen Nationalsozialisten gegenüber weiblicher Homosexualität erforscht hat. Claudia Schoppmann: Nationalsozialistische Sexualpolitik und weibliche Homosexualität. Centaurus, Pfaffenweiler 1991Google Scholar
  67. 67.
    Aussage eines Schwulen, der im KZ interniert war. In: Jürgen Lemke: Ganz normal anders. Auskünfte schwuler Männer. Aufbau, Berlin/DDR und Weimar 1989 (2. Auflage 1990) S.27Google Scholar
  68. 68.
    als “Asoziale” oder als homosexuelle Frauen Vgl. dazu: — Ina Kuckuc: Der Kampf gegen Unterdrückung. S.127/128 — Claudia Schoppmann: Nationalsozialistische Sexualpolitik und weibliche HomosexualitätGoogle Scholar
  69. 69.
    Eine bisexuelle Frau erscheint dagegen für Männer besonders attraktiv.Google Scholar
  70. 70.
    Janice Raymond: Frauenfreundschaft, S.91Google Scholar
  71. 71.
    Die Nonnen werden von Janice Raymond dazugerechnet, von Christa Reinig jedoch nicht: “An siebenter Stelle kommen die Nonnen, die sind nicht die letztuntersten, denn sie sind mit Jesus verlobt und unterstehen einem Beichtvater, sind also nicht Frauen ohne Mann.” In: Reinig/Gansberg: Erkennen, was die Rettung ist, S.144Google Scholar
  72. 72.
    Imposant ist z.B. die Patronatsliste zur Basler Ausstellung Männergeschichten 1988Google Scholar
  73. 73.
    Ein Kulturredakteur einer grossen Schweizer Tageszeitung, der in einer Besprechung des Jubiläumsbandes zu Golo Manns 80. Geburtstag in einem Nebensatz darauf hinwies, dass Mann eine Welt ohne Frauen darstelle, wurde von seinem Kollegen dazu aufgefordert, diesen Satz zu streichen, da man daraus ablesen könnte, dass Golo Mann schwul sei (Mündliche Aussage des Redaktors, 1989).Google Scholar
  74. 74.
    Christa Reinigs Lyrikband Müssiggang ist aller Liebe Anfang (1979) wurde von den männlichen Literaturkritikern scharf verurteilt.Google Scholar
  75. 75.
    Vgl. dazu Männergeschichten, S.65–88Google Scholar
  76. 76.
    Brigitte Reinberg/Edith Rossbach: Stichprobe Lesben, S.223Google Scholar
  77. 77.
    Jede zweite der von Reinberg/Rossbach befragten Lesben musste sich “gegen heterosexuelle Angebote oder Aufforderungen zu heterosexuellen Aktivitäten zur Wehr setzen”. (S.179)Google Scholar
  78. 78.
    Gisela Bleibtreu-Ehrenberg hat mit Homosexualität Die Geschichte eines Vorurteils (S.Fischer 1978, Fischer Taschenbuch 1981) ein Standardwerk geschrieben, in dem sie die Situation in bezug auf männliche Homosexualität aufzeigt. In der Literaturwissenschaft gibt es eine Reihe von Dissertationen und Aufsätzen, in denen Wissenschaftlerinnen über Darstellungen schwuler Männer schrieben. Vgl. dazu z.B. das Programm des 3.Siegener Kolloquium Homosexualität und Literatur (Oktober 1990), in dem u.a. folgende Vorträge angekündigt sind: — Therese Hörnigk: Sexuelle Projektionen in Romanen der literarischen Bohème Ende des 19.Jahrhunderts — Marita Keilson-Lauritz: Autobiographische Tendenzen in schwuler Literaturnach AIDS” — Ulla Link-Heer: Homosexualität und Weltliteratur: André Gide und Marcel Proust — Sabine Röhr: Das exotische Selbst Zur Beziehung von Sexualität, Erkenntnis und Reisen in Hubert Fichtes poetischer Wissenschaft Im gleichen Programm gibt es keine Vorträge von Männern über Literatur von Frauen.Google Scholar
  79. 79.
    Eine Ausnahme ist der Artikel eines Pädagogen aus der DDR, Kurt Bach, der in der Frauenzeitschrift Für Dich (Nr.38/1988) parteilichaufklärerisch über die Situation von Lesben berichtete, vgl. Kap.6.3.Google Scholar
  80. 80.
    Für die Jahrhundertwende und die zwanziger Jahre vgl.: Hanna Hacker: Frauen und Freundinnen. Besonders die Kapitel Auf der Suche nach dem homosexuellen Selbstverständnis (S.159–171) und Chiffriertes Selbstbewusstsein: Kommunikationsnetze der lesbischen Kultur (S.185–266)Google Scholar
  81. 81.
    Luce Irigaray: Neue Körper, neue Imagination, S.125Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. dazu die Texte von Adrienne Rich: — Von Frauen geboren. Mutterschaft als Erfahrung und Institution. (Deutsche Übersetzung) Frauenoffensive, München 1979 — Zwangsheterosexualität und lesbische ExistenzGoogle Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1992

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