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London: Der Niedergang der Oper 1729–1737

  • Christopher Hogwood
Chapter

Zusammenfassung

Der Zusammenbruch einer Operngesellschaft, der Bankrott eines Unternehmens, die Verfügung über das Vermögen, die Schließung von Theatertüren — oftmals klingen solche Vorgänge in ihrer Beschreibung durch den Historiker bewegender, als sie es für die am Drama tatsächlich Beteiligten je waren. Das Ende eines Regimes bedeutet (für den Historiker), daß er nun verlorene Fadenenden suchen muß, damit Altes und Neues aneinandergeknüpft werden kann. Für die Beteiligten war die ›Tragödie‹ ein momentanes Ärgernis und gleichzeitig ein Anlaß, die Karten neu zu verteilen. Der Earl of Shaftesbury brachte diese Tatsache ganz nüchtern zum Ausdruck: »Da die Mittel fur den Erhalt der Oper erschöpft waren, wurde sie eben aufgegeben — und die Sänger verließen England.« Doch die Übergabe der Königlichen Musikakademie bedeutete für niemanden den Ruin, und es gab (zumindest diesmal) keinen körperlichen Zusammenbruch. Jeder Sänger, Musiker, Maler und Mechaniker bekam sein Geld — Schuldscheine wurden nicht akzeptiert (bei Händel machte man später eine Ausnahme). Die unerfahrenen jungen Direktoren waren zufrieden damit, daß sie ihr Kapital mir langfristigerem Erfolg und auch befriedigender angelegt hatten als in ähnlichen Unternehmen wie Newmarket oder dem Redoute. Nun, da der erste Enthusiasmus für die eigene Oper verflogen war, war es ihnen ganz recht, daß sie das Unternehmen in professionelle Hände übergeben konnten.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1992

Authors and Affiliations

  • Christopher Hogwood

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