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Der Einsatz von Räumen und Zeiten in den Fortschrittsutopien

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Zusammenfassung

Von utopischen Räumen und Zeiten ist im Zusammenhang mit dem Projektionsverfahren die Rede, dem eine entscheidende Rolle bei der Versinnlichung von Fiktionsebenen zukommt. Auf den Fiktionsebenen verdichten sich die Normen einerseits der Erfahrungswelt und andererseits der utopischen Welt zu literarischen Bildern. Allgemein soll unter Projektion das literarische Verfahren verstanden werden, das mit dem Einsatz von Räumen und Zeiten die anschaulich gemachten Normebenen zueinander ins Verhältnis setzt. Der durch die Projektion geschaffene Abstand zwischen den Fiktionsebenen bemißt die Normendifferenz, das Kritikpotential der Utopie. Prinzipiell kann für die Projektion zwischen räumlichen oder zeitlichen Topoi gewählt werden, wobei die funktionale Spannweite sich gattungsgeschichtlich als sehr groß erwiesen hat: vom unüberbrückbaren Raum, der die Isolation der utopischen Insel dadurch garantiert, daß er nicht willkürlich durchmessen werden kann, sondern aus der Orientierungslosigkeit eines Schiffbruchs unerwartet entdeckt wird, bis zum Nähe suggerierenden kurzen Vorgriff in die Zukunft, dem nächstliegenden Zeitraum, den der Leser ohnehin erwartet und als Teil der eigenen Lebenszeit zu erleben wünscht.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

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