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Einleitung

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Zusammenfassung

Im Jahr 1845 widmete sich ein deutscher Staatswissenschaftler einem Zweig der Literatur, für den er den Namen »Staats-Romane« einführte [1]. Er defmierte sie als Texte, die »[…] eine Lehre im Gewande der Erzählung« darstellen mit dem Ziel,

[…] die Frage, wie ein Staat am gerechtesten und zweckmässigsten einzurichten, die ganze bürgerliche Gesellschaft auf menschlich-zuträgliche Weise zu ordnen sei, durch die Schilderung eines erdichteten Ideals zu beantworten. (Mohl 1845, 24)

Dieser Funktion ordnete er eine lange Tradition literarischer Werke seit der »Utopia« des Thomas Morns zu [2]. Bei seiner Bemühung, einen vollständigen Abriß der Gattungsgeschichte zu geben, vermag von Mohl nur einen einzigen Zeitgenossen ausfindig zu machen, der im Sinne seiner Definition Autor eines Staats-Romans ist, den Franzosen Etienne Cabet [3], dem er bescheinigt, daB er »[… ] ein Bewusstseyn des Zweckes und eine Herrschaft über die ihm zu Gebote stehenden Mittel« habe (Mohl 1845, 57). Mohl fmdet in der zeitgenössischen deutschen Literatur nichts, was ihm geeignet scheint, als Illustration der jüngeren Staats-Romane zu dienen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

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