Advertisement

Erste Verdampfungswolken: Die Negation Entschwindet

Chapter
  • 15 Downloads

Zusammenfassung

Den Romantikern ging es schon so, sie verfingen sich in der Negation. Dem Einheitlichen galt ihr Glaube, der Synthese ihre Anstrengung, das Absolute war ihr Ziel. Daher die dialektischen Anstrengungen — die Anti-These war nur eine Saite des Instruments, dessen Sinn es sein sollte, die Weltharmonie gegen alle Vernunft hervorzuspielen. Die Aufklärung mußte man untergraben, um von unten gleichsam in die Krypten des Glaubens erneut einzudringen. Die Sehnsucht nach dem Absoluten gab ihnen die nötige Kraft. Der Glaube der Spiritualisten hundert Jahre später steht in dieser Tradition, das ist ein Faktum, das bedarf keiner Erkenntnisanstrengung, daß aber den Provokateuren die Knie weich wurden, das immerhin ist bemerkenswert. Dem Nihilismus waren nur wenige gewachsen. Zwar hatte sich Nietzsches Wort vom ausgewischten Horizont bestätigt, aber der harten Konfrontation hielt nur der gefestigte Beobachter stand. Die anderen strömten in die Nischen der Großwelterklärer. Die pseudometaphysischen Reviere hatten Zulauf, die utopistischen allen voran. Ob sie sich materialistisch oder nationalistisch kaschierten, der eschatologische Wahn wütete in allen. Der Marxismus, der Nationalsozialismus, die Kirchen, die Sekten, lauter Ausweichquartiere, denen die Negativisten zuströmten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notizen

  1. 104.
    Georges Grosz: Ein kleines Ja und ein großes Nein. Sein Leben von ihm selbst erzählt. Hamburg 1955.Google Scholar
  2. 106.
    Hugo Ball: ›Einleitung‹ zu Dionysios Areopagita. Die Hierarchien der Engel und der Kirche. Hrsg. v. Walter Tritsch. München-Planegg 1955.Google Scholar
  3. 107.
    Hans Arp und Sophie Täuber: Zweiklang. Zürich 1960.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations