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Zusammenfassung

Der Nihilismus steht vor der Tür, dieser unheimlichste aller Gäste. Der Schrecken, von dem Nietzsche zu seiner Zeit erfaßt wurde, ist immer noch spürbar. Das Bild birgt poetisch die Wahrheit. Der Nihilismus steht vor der Tür, woher kommt er, fragte Nietzsche, dieser unheimlichste aller Gäste? Wie niemand vor ihm hat Nietzsche der Herkunft solcher Unheimlichkeiten nachgespürt. Die Diagnose des Nihilismus hat er geliefert, er als erster konstatierte die Katastrophe des totalen Wertzusammenbruchs, den Zerfall des metaphysischen Sinnhorizontes. Er konnte nicht ahnen, was weltgeschichtlich sich daraus entwickeln würde; wir wissen es, denn unser Jahrhundert erst wurde dem unheimlichsten aller Gäste zur Bühne. Als Nietzsche bemerkte, welch furchterregender Gast hier ins Haus stand, da war dieser allerdings schon eingetreten in die Zentren des europäischen Bewußtseins, fast lautlos, der Nihilismus des Gemütes und des Glaubens, der Nihilismus als fundamentale Existenzerfahrung. Nur wenige bemerkten es zunächst, die Dichter der deutschen Romantik als erste. Kein Wunder, standen sie doch dem akuten Auslöser dieser ebenso metaphysischen wie existentiellen Erfahrung am nächsten, dem philosophischen Idealismus.

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Notizen

  1. 1.
    Dada. Eine literarische Dokumentation. Hrsg. von Richard Huelsenbeck. Reinbek bei Hamburg 1964, S. 15Google Scholar
  2. 2.
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  3. 3.
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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

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