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Kritische Briefe zur Kultur der Aufklärung Madame Riccobonis >Lettres de Milord Rivers<

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Part of the Ergebnisse der Frauenforschung book series (ERFRAU)

Zusammenfassung

Die Verleger, die 1826 die Werke der Madame Riccoboni neu edierten, fühlten sich in ihrem Vorwort des achten Bandes zu einigen entschuldigenden Bemerkungen veranlaßt. Die Lettres de Milord Rivers seien nur noch ein schwacher Abglanz des »Genies« dieser erfolgreichen Autorin. Sie habe diesen Briefroman in einem Alter verfaßt, in dem ihre Einbildungskraft erheblich nachgelassen habe. Zudem sei sie nicht in der Lage gewesen, die neue Zeit zu verstehen. Verbittert über den Verlust der eigenen Jugend und über die jüngere Generation, die ihr die gewohnten Ehrerbietungen verweigerte, habe sie die Vertreter des aufgeklärten Zeitalters lächerlich gemacht.1

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Anmerkungen

  1. 1.
    Jugement sur les Lettres de Milord Rivers. In: Marie Jeanne Riccoboni: Oeuvres de Madame Riccoboni. Bd.8: Lettres de Milord Rivers a Sir Charles Cardigan. Paris 1826, S.2f. Seitenangaben im fortlaufenden Text beziehen sich auf diese Ausgabe.Google Scholar
  2. 4.
    Vgl. z.B. Joan Hinde Stewart: The Novels of Mme Riccoboni. Chapel Hill 1976, S.100: »(...)Lettres de Mylord Rivers, which is an anomaly in Mme Riccoboni’s literary productions (...)«, und S.126: »Mme Riccoboni’s novels are more [im Vergleich zu Mme de Graffigny, L.S.] limited in scope: except for Lettres de Mylord Rivers, where there is some philosophical content, these novels are not the vehicles for ideas on a wide variety of subjects; they are love stories and little else.«Google Scholar
  3. 6.
    Nur Rousseaus Nouvelle Heloise erreichte im 18. Jahrhundert höhere Auflagen als die Lettres de Mylady Catesby, ihr erfolgreichster Roman, der bereits bis 1800 mindestens zwanzig Neuauflagen in Frankreich erlebt hatte und in fünf Sprachen übersetzt worden war. Vgl. James C. Nicholls (ed.): Madame Riccobonis Letters to David Hume, David Garrick und Sir Robert Liston, 1764–1783. (Studies on Voltaire and the 18th Century 149) Oxford 1976, S.15 und Stewart: Novels, S.15.Google Scholar
  4. 9.
    Janet G. Altman: Epistolarity. Approaches to a Form. Columbus 1982, S.140: »Epistolary discourse is the language of the ‘as if present«. Altman spricht auch von einer »language of gap closing..Google Scholar
  5. 14.
    Crosby: Romanciisre, S.60. — Daß Riccoboni dennoch keineswegs politisch zur Fraktion der Gegenaufklärung gerechnet werden kann, beweist ihre Freundschaft mit Diderot, d’Holbach und Grimm und ihre eindeutige Parteinahme gegen aristokratische Privilegien und Willkürakte, die sich, wie Ludwig Hochgeschwender sehr genau herausgearbeitet hat, in den Lettres de Mistriss Fanni Butlerd findet. Vgl. ders.: Une révolte feminine — une femme revoltee: Madame Riccobonis Lettres de Mistriss Fanni Butlerd. In: Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte 12 (1988), S.87–102.Google Scholar
  6. 15.
    Siehe hierzu die Studien von Robert Darnton, bes.: The High Enlightenment and the Low-Life of Literature. In: ders.: The Literary Underground of the Old Regime. Cambridge/Mass., London 1982, und ders.: The Business of Enlightenment. A Publishing History ofthe Encyclopédie, 1775–1800. Cambridge/Mass., London 1979.Google Scholar
  7. 16.
    Vgl. hierzu Johannes Thomas: Die Ambivalenz aufklärerischer Moral: Mme Riccobonis Lettres de Fanni Butlerd. In: Renate Baader, Dietmar Fricke (Hg.): Die französische Autorin vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Wiesbaden 1979, S.147–159.Google Scholar
  8. 22.
    Rolf Geißler: Romantheorie in der Aufklärung. Thesen und Texte zum Roman des 18. Jahrhunderts in Frankreich. Berlin/DDR 1984, S.45.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1991

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