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Women of letters

Die politische Briefliteratur von Aphra Behn, Delarivier Manley und Eliza Haywood
Chapter
Part of the Ergebnisse der Frauenforschung book series (ERFRAU)

Zusammenfassung

Lange galt Jane Austen in der Literaturgeschichtsschreibung als die erste Schriftstellerin Englands.1 Doch als sie gegen Ende des 18. Jahrhunderts in ihren ersten schriftstellerischen Versuchen mit der Form des Briefromans experimentierte, hatte dieses literarische Genre bereits eine über ein Jahrhundert alte Tradition, die eine vorwiegend weibliche Tradition war.2 Austen kannte die Werke ihrer Vorläuferinnen und Zeitgenossinnen; ihre Werke und Briefe zeigen, daß sie den größten Teil der Lektüre des Pastorenhaushalts, in dem sie lebte, bildeten.3 Und wie vor ihr Maria Edgeworth und Fanny Burney verfaßte Austen ihr Erstlingswerk, Lady Susan, in Briefform. Dieses Genre war — wie die gesamte erzählende Gattung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts — derart fest in den Händen von Schriftstellerinnen, daß selbst Männer unter weiblichem Pseudonym veröffentlicht haben sollen — ein in der Literaturgeschichte höchst ungewöhnlicher Tatbestand.4 Daß Lady Susan erst posthum veröffentlicht wurde, ist wiederum ein Zeichen dafür, daß der Briefroman gegen Ende des 18. Jahrhunderts den Höhepunkt seiner Popularität in England bereits überschritten hatte.5

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Anmerkungen

  1. 1.
    Die wohl einflußreichste Studie zum 18. Jahrhundert: Ian Watt: The Rise of the Novel. London 1957, würdigt wie eine große Zahl weiterer Literaturgeschichten die Bedeutung der Schriftstellerinnen nur beiläufig.Google Scholar
  2. 2.
    Diese verschüttete Traditionslinie zeigen auf u.a. Jane Spencer: The Rise of the Woman Novelist. From Aphra Behn to Jane Austen. Oxford 1986; Dale Spender: Mothers of the Novel. 100 Good Women Writers Before Jane Austen. London 1986; Heidrun Suhr: Englische Romanautorinnen im 18. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Entwicklung des bürgerlichen Romans. Heidelberg 1983. Ein nützliches Nachschlagewerk ist Janet Todd (ed.): A Dictionary of British and American Women Writers 1660–1800. London 1987.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. u.a. Kenneth Moler: Jane Austen’s Art of Allusion. Lincoln, Nebraska 1968 und Marilyn Butler: Jane Austen and the War of Ideas. 2.erw.Aufl. Oxford 1988.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Spender: Mothers, S.118 und Frank G. Black: The Epistolary Novel in the Late Eighteenth Century. Eugene, Oregon 1940, S.8. Black gibt nach Geschlecht aufgeschlüsselte Zahlenangaben. Vgl. auch Spencer: Rise, S.33.Google Scholar
  5. 5.
    Zur Frage, inwieweit die der Form inhärente Begrenztheit und Austens ‘anxiety of influence’ ihr Abgrenzungsbedürfnis gegenüber den Vorläufern und Vorläuferinnen, ihre Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten bestimmte, siehe auch Margaret Drabbles Vorwort zu Jane Austen: Lady Susan, The Watsons, Sandition. Harmondsworth 1975 und Peter J. M. Scott: Jane Austen: A Reassessment. London 1982, S.22.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Margaret Doody: A Natural Passion: A Study of the Novels of Samuel Richardson. Oxford 1974. Selbst frühere Studien, die verdienstvoll den weiblichen Anteil an der Literatur betonen, teilen diese Sichtweise: Robert Day: Told in Letters. Epistolary Fiction Before Richardson. Ann Arbor 1966 und John Richetti: Popular Fiction Before Richardson. Narrative Patterns 1700— 1739. Oxford 1969. Eine der früheren deutschen Arbeiten zur Briefliteratur ist: Natascha Würzbach: Die Struktur des Briefromans und seine Entstehung in England. Diss. München 1964.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Ruth Perry: Women, Letters and the Novel. New York 1980.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Terry Eagleton: The Rape of Clarissa. Writing, Sexuality and Class Struggle in Samuel Richardson. Oxford 1982.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Jürgen Habermas: Strukturwandel der Offentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Darmstadt 1962.Google Scholar
  10. 10.
    Auf diese spezifische Eigenschaft des Briefs im Briefroman, privat und gleichzeitig öffentlich zu sein, wird in den folgenden Interpretationen näher eingegangen.Google Scholar
  11. 11.
    Fanny Burney: Journals and Letters. Vol.2. Zitiert nach Eva Figes: Sex and Subterfuge. Women Novelists to 1850. London 1982, S.25. Hervorhebung im Original.Google Scholar
  12. 12.
    Aus der bereits beachtlichen Zahl von Schriftstellerinnen können im folgenden nur die drei einflußreichsten, das »Triumvirat of Wit«, exemplarisch vorgestellt werden.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Terry Eagleton: The Function of Criticism. From the Spectator to Poststructuralism. London 1984.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Christopher Hill: The English Revolution 1640. London 1940.Google Scholar
  15. 15.
    »Wit«, im Kontext der Restaurationszeit, ist die Bezeichnung fiir die geistvollen, wortgewandten, meist hedonistischen männlichen Intellektuellen. In der anonymen Burlesque The Female Wits (1696) wurden die drei Dramatikerinnen Delarivier Manley, Mary Pix und Catherine Trotter verspottet. Vgl. auch Fidelis Morgan: The Female Wits. Women Playwrights on the London Stage 1660–1720. London 1981.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Virginia Woolf: A Room of One’s Own. London 1928, S.95–99. Dieser für die Rekonstruktion einer weiblichen Tradition programmatische Essay sowie Woolfs literaturkritische Aufsätze und Rezensionen zu vernachlässigten Schriftstellerinnen stellen einen derart wichtigen Impuls für die historische Frauenforschung dar, daß sie auch in allen Studien Erwähnung finden.Google Scholar
  17. 17.
    Diese binäre Opposition, Sittsamkeit oder Anrüchigkeit, und ihre Auswirkung für die folgenden Schriftstellerinnengenerationen untersucht Spencer: Rise, S.25–33. Eine aufschlußreiche Untersuchung der sozialen und literarischen Ausschlußmechanismen aus anthropologischer Sicht bietet Robert Day: Muses in the Mud: the Female Wits anthropologically considered. In: Women’s Studies 7 (1980), S.61–74.Google Scholar
  18. 18.
    Zwei neuere Biographien mit teilweise divergierenden Einschätzungen sind: Maureen Duffy: The Passionate Shepherdess. Aphra Behn 1640–1689. London 1977 und Angeline Goreau: Reconstructing Aphra. A Social Biography of Aphra Behn. Oxford 1980.Google Scholar
  19. 18.
    Unmittelbar vor der Drucklegung dieses Aufsatzes erschien eine deutsche Übersetzung von Aphra Behn, Oroonoko oder die Geschichte vom königlichen Sklaven. Hamburg: Junius Verlag 1990, mit einem begleitenden Vorwort »Aphra Behn Oroonoko und die Anfänge der englischen Frauenliteratura von Vera und Ansgar Nünning. Trotz gedanklicher wie sprachlicher Übereinstimmung bleibt darin unerwähnt, daß den Verfassern des Vorworts das Manuskript meines Aufsatzes seit dem Spätsommer 1989 bekannt war.Google Scholar
  20. 19.
    Morgan stellt die Dramatikerinnen Katherine Philips, Aphra Behn, Catherine Trotter, Delarivier Manley, Mary Pix, Susannah Centlivre vor. Vgl. dies.: Wits. Zur kulturellen Bedeutung der Darstellung von Frauenrollen durch Knaben vgl. Lisa Jardine: Still Harping on Daughters. Women and Drama in the Age of Shakespeare. Brighton 1983, insbes. S.9–36.Google Scholar
  21. 20.
    Vgl. Eagleton: Function, Kap.1–4 und Habermas: Strukturwandel, S.76–87. Diese neue Sichtbarkeit der Frauen in der Kultur erstreckt sich nicht nur auf das Theater, sondern auf den gesamten Bereich kultureller Aktivitäten.Google Scholar
  22. 21.
    Inwieweit Widmungen nicht nur finanziell einträglich waren, sondern auch politische Absicherung boten vgl. Goreau: Reconstructing und Duffy: Shepherdess.Google Scholar
  23. 22.
    Aphra Behn: Loveletters Between a Nobleman and His Sister (1684–1687). With a new introduction by Maureen Duffy. London 1987. Im folgenden die Seitenangaben im durchlaufenden Text. Über lange Zeit war nur der erste Teil zugänglich durch Natascha Würzbach (ed.): The Novel in Letters. Epistolary Fiction in the Early English Novel 1678–1740. London 1969. Diese Sammlung enthält ein sehr konzises Vorwort der Herausgeberin, in dem sie die enge Verbindung des Briefs zu den anderen Genres untersucht.Google Scholar
  24. 23.
    Vgl. Lennard Davis: Factual Fictions. The Origins of the English Novel. New York 1983.Google Scholar
  25. 24.
    Inwieweit Behn bereits hier die Instabilität der Gattungsgrenzen benutzt, um die konventionellen Subjektpositionen der Romanzendichtung vor allem französischer Prägung zu hinterfragen, untersucht Ros Ballaster: Seizing the Means of Seduction: Fiction and Feminine Identity in Aphra Behn and Mary Manley. In: Isobel Grundy, Susan Wiseman (eds.): Women Writing Gender. Erscheint: London 1990.Google Scholar
  26. 25.
    Einen großen Marktanteil hatten Übersetzungen, insbesondere aus den romanischen Sprachen. Behn, ebenso wie Manley und Haywood, betätigte sich auch als Übersetzerin. Für eine äußerst interessante Darstellung von Behns linguistischen Kompetenzen vgl. Robert Day: Aphra Behn and the Works of the Intellect. In: Mary Ann Schofield, Cecilia Macheski (eds.): Fetter’d or Free. British Women Novelists 1670–1815. Athens, Ohio 1987, S.372–382. Laut Maureen Duffy behauptete Behn auch für die Loveletters, daß sie eine Übersetzung seien »of a little book of letters call’d Lintregue de Philander et Silvia«, Dies.: Vorwort zu Loveletters, S.vii.Google Scholar
  27. 26.
    Vgl. Duffys Vorwort zu Loveletters und Goreau: Reconstructing, S.273–278. Ein anonymer Brief, der vorgab, von der Ehefrau und Schwester zu sein, zirkulierte unmittelbar nach Bekanntwerden der Affäre. Vgl. Day: Told in Letters, S.241, Nr.22. Daß dieser Fall von Inzest nicht der einzige in der englischen Literatur ist, zeigt Evelyne Keitel: Lyrik, Inzest und die Liebe zur Mathematik: Ein schwieriges Erbe für Lord Byrons Töchter. In: Luise Pusch (Hg.): Töchter berühmter Männer. Frankfurt/M. 1988, S.156–208.Google Scholar
  28. 27.
    Siehe Day: Told in Letters, für die Untertitel der Sammlungen wie: Letters Broke Open, The Post-Boy Rob’d of His Mail etc. Für den neuen Reiz, den die sich herausbildende Privatsphäre erzeugte und den Zusammenhang zu der sich zur gleichen Zeit entwickelnden Pornographie siehe Perry: Women, S.159ff.Google Scholar
  29. 28.
    Das tun sie dann doch, aber eingebettet in die Gesprächssituation der Liebenden, nicht zum Verständnis der Leser und Leserinnen. Insofern teilen sie mit echten Briefen, daß sie nicht kontextunabhängig, »self-explanatory«, sein müssen. Zu den der Briefliteratur inhärenten formalen Eigenschaften vgl. Natascha Würzbachs Einleitung zu Novel, S.ix—xxxiii und Janet Gurkin Altman: Epistolarity. Approaches to a Form. Columbus 1982.Google Scholar
  30. 29.
    Impotenz war ein Problem, das die Restaurationszeit faszinierte. Vgl. auch Behns Gedicht The Disappointment in Louise Bernikow (ed.): The World Split Open. Women Poets 1552–1950. London 1984, S.72–76. In diesem Zusammenhang ist auch der Name Philander zu betrachten: »To make love esp. in a trifling manner, to flirt, to dangle after a woman« (Oxford English Dictionary).Google Scholar
  31. 30.
    Als Anleihe an das Drama kann der Einsatz von comic relief nach der Liebesnacht gelten. Nur mit Mühe kann Philander — in Frauenkleidern — den Nachstellungen des liebeshungrigen Vaters von Sylvia entkommen.Google Scholar
  32. 31.
    Siehe Fidelis Morgan: A Woman of No Character. An Autobiography of Mrs. Manley. London 1986. Auch an diesem Lebenslauf wird wie bei Behn deutlich, wie die politischen Wirren der Zeit sich unmittelbar auf die Familien- und Lebensverhältnisse auswirkten. Morgan hat aus den verschiedenen Werken Manleys, die alle, auch die Satiren, auf autobiographische Erfahrungen zurückgreifen, einen Lebenslauf Manleys zusammenmontiert. Dort auch zur Schreibweise des Namens.Google Scholar
  33. 33.
    Die Eloge Nine Muses (1700), eine Gedichtsammlung zur Würdigung des Dichters John Dryden, brachte beispielsweise die Gedichte von neun Frauen zusammen.Google Scholar
  34. 35.
    Gwendolyn Needham: Mary de la Rivière Manley, Tory Defender. In: Huntington Library Quarterly 12 (1949), S.253–288.Google Scholar
  35. 37.
    Secret Memoirs and Manners ofSeveral Persons of Quality, of Both Sexes. From the New Atalantis, an Island in the Mediterranean, Written Originally in Italian (1709). Dieses letztlich auf vier Teile angewachsene Textkorpus wird im allgemeinen einfach als Atalantis bezeichnet, wie in Alexander Popes satirischem Versepos The Rape of the Lock (1712/1714) »As long as Atalantis shall be read…« Der scharfe Kritiker der dilettierenden Frauen ohne klassische Bildung hat 1714 mit einem Key to the Lock den Stil der Zeit parodiert.Google Scholar
  36. 38.
    Die Popularität von Skandalliteratur und insbesondere Manleys Atalantis bezeugen Auflagenhöhe und zeitgenössische Quellen. Siehe Richetti: Fiction. Dort wird auch der mögliche Eindruck widerlegt, daß nur die »Toryfeministinnen« Propagandaliteratur verfaßten. Eine Anhängerin der Whigs war z.B. die äußerst produktive Susanne Centlivre (?-1723).Google Scholar
  37. 40.
    The Adventures ofRivella, or The History of the Author of Atalantis, with secret memoirs and characters of several considerable persons, her contemporaries (1714).Google Scholar
  38. 41.
    Zitiert nach der Ausgabe: Delarivier Manley: Court Intrigues in a Collection of Original Letters from the Island ofthe New Atalantis. London 1711. Im folgenden die Seitenangaben im durchlaufenden Text. Diese Sammlung enthält u.a. Manleys Briefwechsel mit Richard Steele sowie Briefe mit autobiographischen Versatzstücken, wie z.B. Brief XXXIII From a Lady to a lady, being an Account of her own Adventures and Loss of her Lovers, einer der wenigen zugänglichen Texte Manleys, abgedruckt in Würzbach: Novel, S.40–52.Google Scholar
  39. 43.
    »(...)forgive the Pleasure I take in writing freely, and let me instruct you in the Laws of Love, which say, There can be no indecency in vertuous Love, ’tis Generosity, ’tis Kindness(...)« (S.138). Ballaster zeigt auf, wie die verschiedenen Verfahren in den Texten diesen Anspruch immer wieder untermauern. Vgl. dies.: Seizing.Google Scholar
  40. 64.
    In Rivella behauptet Manley, sie habe den Grafen persönlich gekannt. Siehe Morgan: Woman, S.98f.Google Scholar
  41. 45.
    Richetti fiihrt unter den Vorbildern für Manleys Skandalromane neben d’Aulnoys Memoirs of the Court of England (1707) auch die anonyme Übersetzung von Histoire politique et amoureuse du fameux Cardinal Portocarrero von 1704 an. Vgl. ders.: Fiction, S.120. Tatsächlich müssen die damaligen Leser und Leserinnen schon durch die Flut von derlei Publikationen über die einzelnen Personen und ihren Hintergrund informiert gewesen sein.Google Scholar
  42. 46.
    Die eigenwillige Orthographie des Originals, schon von den Zeitgenossen vermerkt, wird hier und im folgenden übernommen, ohne daß eine Kennzeichnung erfolgt.Google Scholar
  43. 47.
    Siehe Jerry C. Beasley: Politics and Moral Idealism. The Achievement of Some Early Women Novelists. In: Schofield, Macheski (eds.): Fetter’d, S.216–236.Google Scholar
  44. 48.
    Dryden, Defoe, Swift, Steele und Pope, um nur die wichtigsten zu nennen, haben alle die Satire verwendet.Google Scholar
  45. 49.
    Als Frau wurde sie für ihren politischen Einsatz auch nicht wie ihre männlichen Kollegen mit einem einträglichen Regierungsamt belohnt. Im Gegensatz zu ihnen wechselte sie aber nicht die Seiten. Siehe Needham: Manley, S.283f.Google Scholar
  46. 50.
    Aus Rivella, zitiert nach Spencer: Rise, S.56. Siehe auch Spencers Erklärungen für Manleys Wandlung (ebd., S.53–62). Ballaster weist allerdings durch eine Analyse der Textstruktur von Rivella nach, wie Manley geschickt diese Zuschreibungen des männlichen Erzählers unterläuft. Siehe Ballaster: Seizing.Google Scholar
  47. 52.
    Vgl. Day: Told in Letters, Appendix A: Chronological List of English Letter Fiction 1660–1740, S.250–256.Google Scholar
  48. 53.
    Zwei Monographien zu Haywood sind: George F. Whicher: The Life and Romances of Mrs. Eliza Haywood. New York 1915 und Mary Ann Schofield: Eliza Haywood. Boston/Mass. 1985. Vgl. auch Spencer: Rise, S.5 u. S.9.Google Scholar
  49. 54.
    Day bezeichnet es als »scandal-chronicle in the Atalantis tradition«. Day: Told in Letters, S.253.Google Scholar
  50. 55.
    Siehe Joyce M. Horner: The English Women Novelists and Their Connection with the Feminist Movement (1699–1797). Smith College Studies in Modern Languages. Vol.11, Nos.1–3, Northampton/Mass. 1929–30, S.22.Google Scholar
  51. 56.
    Während der nahezu 80 Jahre dauernden Herrschaft der Whigs wurden die Voraussetzungen für die Industrialisierung und das Entstehen der ersten Gesellschaft mit kapitalistischen Produktionsformen geschaffen. Vgl. Roy Porter: English Society in the Eighteenth Century. The Pelican Social History of Britain. Harmondsworth 1982.Google Scholar
  52. 61.
    Zur Bedeutung des Romanbriefs vgl. Wilhelm Füger: Der Brief als Bau-Element des Erzählens. Zum Funktionswandel des Einlagebriefs im neueren Roman, dargelegt am Beispiel von Dostojewski, Thomas Mann, Kafka und Joyce. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 51 (1977), S.628–658 sowie Herbert-Günther Klein: Der Romanbrief in der englischen Literatur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Frankfurt/M. 1986. Zum Status des Briefs innerhalb des literarischen Systems vgl. Barbara Becker-Cantarino: Leben als Text. Briefe als Ausdrucks- und Verständigungsmittel in der Briefkultur und Literatur des 18. Jahrhunderts. In: Hiltrud Gnüg, Renate Möhrmann (Hg.): Frauen-Literatur-Geschichte. Schreibende Frauen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Stuttgart 1985, S.83–103.Google Scholar
  53. 62.
    Zitiert nach Eliza Haywood: Secret Histories, Novels, and Poems. Vol.2. London 1742, S.14. Im folgenden Seitenangaben im durchlaufenden Text. Hervorhebungen im Original.Google Scholar
  54. 63.
    Das Motiv der Frauenfreundschaft, die die Rivalität um den Mann überwindet, hat später Madame Riccoboni in ähnlicher Weise gestaltet in Histoire de Miss Jenny (1762). Siehe auch Janet Todd: Women’s Friendship in Literature. New York 1980, S.353f.Google Scholar
  55. 64.
    Siehe Janet Todd: Sensibility. An Introduction. London 1986.Google Scholar
  56. 65.
    Doody demonstriert den unmittelbaren Einfluß in Richardsons Gestaltung von Lovelace. Dieser spricht und handelt, als habe er Haywoods The British Recluse gelesen. Vgl. dies.: Natural, S.129f. u. S.137–150.Google Scholar
  57. 67.
    Hier operieren die diversen Tabusysteme: Die weniger marktorientierten Schriftstellerinnen wie Catherine Trotter und Mary Davys, deren Briefromane Olinda’s Adventures (1693) und Familiar Letters Betwixt a Gentleman and a Lady (1725) ebenso politische Qualität haben, blieben als verheiratete und damit respektierte Frauen von derartigen Angriffen verschont. Vgl. Day: Muses.Google Scholar
  58. 68.
    Siehe dazu Spencer, die diesem Paradox insbesondere am Beispiel von Sarah Fielding einigen Raum widmet. Dies.: Rise, S.92–95 u. S.118–122.Google Scholar
  59. 69.
    Vgl. Mary Poovey: Mary Wollstonecraft: The Gender of Genres in Late Eighteenth-Century England. In: Novel 16 (1981/1982), S.112–126.Google Scholar
  60. 70.
    Vgl. Diana Bowstead: Charlotte Smith’s Desmond. The Epistolary Novel as Ideological Argument. In: Schofield, Macheski (eds.): Fetter’d, S.237–263.Google Scholar
  61. 71.
    Vorliegender Aufsatz steht im Zusammenhang mit einem Editionsprojekt zur weiblichen Briefliteratur im 18. Jahrhundert.Google Scholar

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