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Zusammenfassung

Kleists Werk war von Anfang an einer ambivalenten Aneignung ausgesetzt. Dieser Befund läßt sich insbesondere auf die herausgehobene Bedeutung von Gewaltsituationen in seinen Texten, auf die Ritualisierung des Zwanghaften sowie auf Kleists Gefangenschaft im Exzeß zurückführen. Auch wenn nicht immer eindeutig auszumachen ist, ob die Urteile ad personam gemeint sind oder sich eher auf die Werke beziehen sollen, so ist doch für die Kleist-Lektüre kennzeichnend, daß sie durchgängig die Form der »Umschlägigkeit«[1] dechiffriert. Theaterinszenierungen nach 1945 und Verfilmungen[2] in den letzten zwei Jahrzehnten behandelten wiederholt Formen der Gewalt als das eigentliche Moyens in Kleists Stücken und Erzählungen, in denen die »Umschlägigkeit«[3] zumeist selbst Regie zu führen scheint.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1989

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