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Ironie als Geistige Lebensform

Thomas Manns Novelle »Tristan«
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Zusammenfassung

Die heftigste Kritik an Ironie-Konzeption und literarischer Ironie des Schriftstellers Thomas Mann stammt aus der Feder eines Schriftstellers. »Ironie als höchstes Lebensmittel oder: Lebensmittel der Höchsten«[1] — so hat Martin Walser, in scharfem Verdikt, eine seiner Polemiken überschrieben, in denen die Ironie bei Thomas Mann als ästhetische und zugleich als soziale Disposition begriffen ist Ironie erscheint hier als Attitüde eines Großbürgertums, dessen Unfähigkeit, an den sozialen Kämpfen seiner Zeit auf der Seite der Unterdrückten parteilich teilzunehmen, Thomas Mann politisch und künstlerisch gleichermaßen repräsentiert habe: »Er hat seiner Klasse redlich gedient Er hat ihr eine Art Mythologie, brauchbar zur Selbstverklärung, geliefert und vorgelebt. Er hat jene Stufe belebt, auf der die Religion ihre Kraft, das irdische Geschäft zu rechtfertigen, eingebüßt hat und die Drohung materialistischer oder, weil das ein Gegensatzwort anderer Jahrhunderte ist, einfach realistischer Geschichtsauffassung, vor der Tür stand.«[2]

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1989

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