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Ironie und Urbanität

Adolf Glaßbrenner und das Berlin des Vormärz
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Zusammenfassung

»Über Berlin ist schon so Vieles und so Manches geschrieben worden, immer fehlte es aber noch an einer vollständigen Charakteristik aller niederen Volksklassen dieser Residenz. Ein Berliner von Geburt, dessen größtes Vergnügen es war, das Thun und Treiben dieser Leute zu belauschen, habe ich es unternommen, genannte Lücke auszufüllen. Wie? das muß ich dem strengen Richter: Publikum, überlassen. Es werden nach und nach zwölf Hefte mit deselben Ausstattung wie das vorliegende erscheinen.« (I, 56) Mit diesen programmatischen Sätzen eröffnet Adolf Glaßbrenner — seit 1829 pflegt er sich in seinen publizistischen Arbeiten mit dem Pseudonym »Adolf Brennglass« nicht allzu ernsthaft zu tarnen — 1832 das vielleicht bekannteste unter seinen zahlreichen Zeitschriftenunternehmen: Berlin wie es ist — und trinkt. Erstmals hatte er 1827 eigene Texte veröffentlicht: Rätsel in eher seichten Unterhaltungsblättern für lesehungrige Bürger, Gelegenheitsarbeiten wie Nachrufe in Gedichtform und Lyrik zu unterschiedlichen Anlässen. Seit 1829 erschienen zudem Aphorismen, Erzählungen und gelegentliche Theaterkritiken aus seiner Feder in Eduard Maria Öttingers Zeitschrift Der Berliner Eulenspiegel, nach deren Verbot Glaßbrenner selbst mit seinem Berliner Don Quixote sein erstes Periodikum herausgibt, ein eher verhalten politisierendes Unterhaltungsblatt, das gleichwohl nur ein Jahr nach seiner Gründung durch das Oberzensurkollegium zu Berlin verboten wird — mit der Auflage für den Herausgeber und Redakteur, sich fünf Jahre lang jeder derartigen publizistischen Tätigkeit zu enthalten.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1989

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