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Oper als Drama II: Poetischer Realismus

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Zusammenfassung

Nachdem in einer durch die Vernunft oder Gott perfekt geordneten Welt, wie sie in der Zauberflöte entstand und bis 2ur Euryanthe zumindest noch als Fassade erhalten blieb, die Übereinstimmung von »Ideal« und »Wirklichkeit« behauptet werden konnte, wurde in der Biedermeierzeit gerade der Freiraum genutzt, den eine nicht mehr von absoluten Gesetzmäßigkeiten bestimmte Wirklichkeit dem Individuum ließ. Jetzt schlägt das Pendel wieder zurück, das »Ideal« jedoch ist zum unwirklicheren »Traum« geworden. Ein Signal zur Umkehr gab schon Stadingers Lied in Lortzings Waffenschmied:

Vor älteren Zeiten sich vieles begab,

was heut noch uns würde erfreun;/[…]

das war eine köstliche Zeit!/ […]

Wenn jeder erglühte für Wahrheit und Recht, wenn Hader und Zwietracht nicht wär,/ […]

Wenn’s wieder so würde, wie einstens es war, […]

wo, geschlagen im Kampfe, die sündige Schar wie Spreu vor dem Winde zerstob […]

das wär eine köstliche Zeit! (Waffenschmied, S. 67ff.)[2]

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1989

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