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Der Sohn des Elephanten-Weibchens

Nietzsches Theorie des Schaffens und die psychologisch-biographische Interpretation von »Also sprach Zarathustra«
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Zusammenfassung

Es gibt viele Indizien dafür, daß Nietzsches philosophische Dichtung »Also sprach Zarathustra« einen biographischen Hintergrund aufweist. Nietzsche selber hat diese Indizien direkt und indirekt bestätigt. Nachdem er sein »Zarathustra «-Projekt endgültig ad acta gelegt hatte, veröffentlichte er »Jenseits von Gut und Böse«. Diese Schrift endet mit einem Gedicht (»Aus hohen Bergen«), in dem er seine Entwicklung zwischen dem Bruch mit Wagner und Schopenhauer und der Veröffentlichung des 1. Teils seines »Zarathustra« poetisch kommentiert. Er beklagt den Verlust der alten Freunde und konstatiert das Ausbleiben neuer Gefährten — wobei er in diesem Fall vor allem auf eine Gefährtin, Lou Salomé, gehofft hatte. Zum Schluß heißt es:

Dies Lied ist aus, — der Sehnsucht süsser Schrei

Erstarb im Munde: Ein Zaubrer that’s, der Freund zur rechten Stunde,

Der Mittags-Freund — nein! fragt nicht, wer es sei —

Um Mittag war’s, da wurde Eins zu Zwei .….

Nun feiern wir, vereinten Siegs gewiss,

Das Fest der Feste: Freund Zarathustra kam, der Gast der Gäste!

Nun lacht die Welt, der grause Vorhang riss,

Die Hochzeit kam für Licht und Finsterniss .….

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Anmerkungen

  1. 2.
    Joachim Köhler, Zarathustras Geheimnis. Fr. Nietzsche und seine verschlüsselte Botschaft, Nördlingen 1989.Google Scholar
  2. 5.
    Vgl. dazu A. Bennholdt-Thomsen, Nietzsches »Also sprach Zarathustra« als literarisches Phänomen, Frankfurt am Main 1974, S. 12ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

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