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Nietzsches Idyllen aus Messina

Das Volkslied als Form des Philosophierens
Chapter

Zusammenfassung

Im Werk Nietzsches gelten die »Idyllen aus Messina« zumeist für nicht mehr als ein »Intermezzo«,1 das die Phase von »Menschliches, Allzumenschliches« und »Morgenröte« von jener der »Fröhlichen Wissenschaft« und »Zarathustra« trennt. Die Studien zu diesen in der Lyrik-Sammlung enthaltenen Kompositionen sind vereinzelt, und nahezu inexistent sind Untersuchungen zum Gedichtzyklus als Ganzem. In jüngerer Zeit machte die kritische und philosophische Erschließung zumindest einer der Nietzscheschen »Idyllen« — das »Lied des Ziegenhirten« — dank der Studien von Sander L. Gilman und mehr noch von Reinhold Grimm maßgebliche Fortschritte.2 Trotzdem bleibt noch vieles zu tun, und die »Idyllen« stellen weiterhin einen der rätselhaftesten Texte Nietzsches dar. So haben bis heute grundlegende Fragen wie jene nach den Quellen und den Vorbildern für die acht Kompositionen, nach dem — wenn vorhandenen — Sinn ihres Aufbaus, nach ihrem Bezug zu einer spezifischen poetischen Tradition und nach ihrer Bedeutung in Nietzsches Gesamtwerk lediglich teilweise eine Antwort gefunden. Ziel dieses Vortrags ist es, auf diese Fragestellungen eine erste Antwort zu geben, insofern dies das Resultat einer philologischen Analyse sein kann.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Curt Paul Janz, Friedrich Nietzsche. Biographie, München/Wien 1978, Bd. 2, S. 107.Google Scholar
  2. 2.
    Sander L. Gilman, Nietzsche and the Pastoral Metaphor; in: Comparative Literature 26/1974, S. 289–298;CrossRefGoogle Scholar
  3. Reinhold Grimm, Antiquity as Echo and Disguise: Nietzsche’s »Lied eines Theokritischen Ziegenhirten«, Heinrich Heine, and the Crucified Dionysus; in: Nietzsche-Studien. Internationales Jahrbuch für die Nietzsche-Forschung, Bd. 14 (1985), S. 201–249.Google Scholar
  4. 3.
    Uhlands Schriften zur Geschichte der Dichtung und Sage. Abhandlung über die Deutschen Volkslieder, hrsg. von Franz Pfeiffer. Bd. 3, Stuttgart 1866, S. VIII (Vorwort des Herausgebers).Google Scholar
  5. 5.
    Uhlands Schriften zur Geschichte der Dichtung und Sage, hrsg. von Franz Pfeiffer. Bd. 5, Stuttgart 1870.Google Scholar
  6. 7.
    Philip Grundlehner, The Poetry of Friedrich Nietzsche, Oxford University Press, New York/Oxford 1986, S. 104ff.Google Scholar
  7. 9.
    Eduard Mörike, Sämtliche Werke in zwei Bänden. Mit einem Nachwort von Benno von Wiese, München 1967, Bd. 1, S. 749.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

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