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Formen Nationalsozialistischer Meinungskontrolle als Ausdruck Ungelöster Gesellschaftlicher Konflikte

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Zusammenfassung

Um die Spezifik der Wechselbeziehungen von Meinungs-Kontrolle und Meinungs-Formierung unter faschistischen Herrschaftsbedingungen bestimmen zu können, müssen zunächst die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten dieses Zusammenhangs durchsichtig gemacht werden. Die Tatsache, daß unter den nationalsozialistischen Herschaftstechniken Formen der Meinungs-Kontrolle einzureihen sind, ist bislang tendenziell dahingehend verarbeitet worden, daß meinungskontrollierende Aktivitäten immer schon Stigma totalitärer Verhältnisse darstellten. Eine solche Konfundierung von allgemeiner und besonderer Funktion meinungskontrollierender Aktivität verfehlt aber nicht nur die allgemeine Notwendigkeit der Sozialtechnik Meinungs-Kontrolle, sondern auch die konkrete Kritik an der spezifischen Herrschaftstechnik Meinungs-Kontrolle im Nationalsozialismus als einer besonderen und totalitären Ausformung dieser Sozialtechnik. Um eine tendenziell negativistische Kritik an Formen der Meinungs-Kontrolle zu vermeiden, ist es deswegen notwendig, kurz auf die Dialektik von Meinungs-Kontrolle und Meinungs-Formierung einzugehen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1988

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