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Anmerkungen zum Problem der Melancholie in Günter Grass’ »Aus dem Tagebuch Einer Schnecke«

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Zusammenfassung

Vom Pferdekopf zur Schnecke — Die Prosawerke von Günter Grass zwischen Beinahe-Verzweiflung und zweifelnder Hoffnung: so lautet der Titel eines Aufsatzes von John Reddick [1], der die Entwicklung der Geschichtsauffassung in den Romanen von Günter Grass zum Thema hat. Reddicks Ergebnis, übersetzt in unsere Terminologie, heißt, daß Grass von der Blechtrommel (1959) [2] bis zum Tagebuch einer Schnecke (1977) [3] auf dem Weg von der Ontologisierung zur Historisierung der Melancholie ist: die Ohnmacht vor der Wiederkehr der »schwarzen Köchin«, der Fatalismus angesichts einer Geschichte, die sich als absurdes Geschehen darstellt, wird abgelöst von der historisch begründeten Verzweiflung, die als transitorisch erkannt wird und den einzelnen wieder an die Verantwortung für ein geschichtlich sinnvolles Handeln bindet. Reddicks Aufsatz berücksichtigt vor allem die Danziger Trilogie unsere Anmerkungen gelten den Prosawerken, in denen Grass’ neue Konzeption schon voll ausgebildet ist [4]; der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse des Tagebuchs einer Schnecke das den Butt (1977) [5] und die Kopfgeburten (1980) [6] erzähltechnisch vorbereitet.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1985

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