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Aufbauliteratur der vierziger und frühen fünfziger Jahre: Literatur der Arbeiterklasse oder ›Sprachrohr der Partei‹?

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Zusammenfassung

Die Politik der KPD nach 1945 war dadurch gekennzeichnet, daß sie auf die unmittelbare Durchsetzung kommunistischer Zielsetzungen auch in der sowjetischen Besatzungszone bewußt verzichtete. Stattdessen bemühte sie sich im Zeichen der Einheits- und Volksfrontpolitik, die seit Mitte der 30er Jahre die Strategie der Komintern bestimmte, um ein breites Bündnis aller demokratischen Kräfte. In dem Aufruf des ZK der KPD vom 11. Juni 1945 Schaffendes Volk in Stadt und Land! Männer und Frauen! Deutsche Jugend! wurden die Grundzüge dieser Politik programmatisch festgelegt:

Mit der Vernichtung des Hitlerismus gilt es gleichzeitig, die Sache der Demokratisierung Deutschlands, die Sache der bürgerlich-demokratischen Umbildung, die 1848 begonnen wurde, zu Ende zu führen, die feudalen Überreste völlig zu beseitigen und den reaktionären altpreußischen Militarismus mit allen seinen ökonomischen und politischen Ablegern zu vernichten. Wir sind der Auffassung, daß der Weg, Deutschland das Sowjetsystem aufzuzwingen, falsch wäre, denn dieser Weg entspricht nicht den gegenwärtigen Entwicklungsbedingungen in Deutschland. Wir sind vielmehr der Auffassung, daß die entscheidenden Interessen des deutschen Volkes in der gegenwärtigen Lage für Deutschland einen anderen Weg vorschreiben, und zwar den Weg der Aufrichtung eines antifaschistischen, demokratischen Regimes, einer parlamentarisch-demokratischen Republik mit allen demokratischen Rechten und Freiheiten für das Volk. [98]

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1984

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