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Ludwig Tieck — Subjektivität / Lyrische Innerlichkeit als ästhetische Formung erlebter Zeitflucht. Idealitätssehnsucht und Melancholie aus Realitätssinn

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Zusammenfassung

Jüngere Untersuchungen [1] weisen alle darauf hin, daß eine angemessene Beurteilung des Tieckschen Werkes noch ausstehe, hier noch Pionierarbeit zu leisten sei. Das gilt um so mehr für die Lyrik, als hier — überraschenderweise — genauere Analysen kaum vorliegen, obwohl Tieck als der (früh)romantische Lyriker par excellence galt, der auch noch die Lyrik Brentanos und Eichendorffs beeinflußte. [2] Für Rosenkranz [3] ist Tieck »in seiner reichen Produktivität« »der Mittelpunkt der romantischen Schule; seine Geschichte ist ihre Geschichte und umgekehrt«. Für den Zeitgenossen Solger »beruht« auf Tieck »das Heil der deutschen Kunst«. [4] Eichendorff und Heine, die das Tiecksche Werk zwiespältig betrachteten [5], erkannten ihn als den großen poetischen Initiator an, und auch Hegel in seiner Romantik-Kritik [6] sah in Tieck einen wesentlichen Repräsentanten seiner Zeit. Keineswegs eitle Selbststilisierung ist es also, wenn Tieck gegenüber Köpke später meinte: »Nachher hat man mich zum Haupte einer sogenannten romantischen Schule machen wollen. Nichts hat mir ferner gelegen als das, wie überhaupt in meinem ganzen Leben alles Parteiwesen.K [7] Trotz dieser wichtigen Rolle, die Tieck für das literarische Leben seiner Zeit spielte, läßt die literaturwissenschaftliche Rezeption eine solide Auseinandersetzung mit dem Tieckschen Werk vermissen. Symptomatisch wohl, daß bis jetzt eine kritische Gesamtausgabe fehlt.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1983

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