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Film

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Zusammenfassung

Der expressionistische Film war von Anfang an — und ist immer noch — viel stärker als expressionistische Literatur, Kunst, Musik, eine Sache für Spezialisten und Connaisseurs. So wurde auch die Forschung zu diesem Bereich lange Zeit weitgehend von »Insidern« und Sonderfachleuten betrieben und wahrgenommen. In der Literaturwissenschaft hatte man nur gelegentlich und am Rande die Zeugnisse der ausgedehnten Debatte zwischen etwa 1910 und dem Ende der zwanziger Jahre um das Für und Wider des Films und um das Verhältnis von Literatur und Film bemerkt. Die repräsentativen Monographien Siegfried Kracau-ers From Caligari to Hitler: A Psychological History of the German Film von 1947 [70] und Lotte H. Eisners L’Ecrain démoniaque von 1952 [71] wurden, selbst nachdem sie in deutschen Übersetzungen zu haben waren, zwar von vielen Leuten gekauft und gelesen, aber in der literaturwissenschaftlichen Expressionismus-Forschung wenig diskutiert. Film — das war so eine Art Niemands- oder auch Allerweltsland, für das sich »seriöse« Historiker und Philologen nicht recht verantwortlich fühlten. Man schien sich entweder den Ruf damit verderben oder einen Hauch bohemienhafter Offenheit und Vorurteilslosigkeit verschaffen zu können: beides war nicht tauglich für eine »Rezeption« des Gegenstandes in Wissenschaftsgebieten außerhalb der Filmgeschichte selbst. Im Lauf der Jahre, der letzten zehn vor allem, hat sich das ein wenig geändert. »Ein wenig« — denn breit ist das Interesse immer noch nicht.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1980

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