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Bildende Kunst: Malerei, Architektur. Doppelbegabungen. Oskar Kokoschka

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Zusammenfassung

Der Expressionismus-Boom ist in der Wissenschaft der bildenden Kunst in der Berichtszeit nicht ganz so steil verlaufen wie in der Literaturwissenschaft. In der Kunstwissenschaft war vieles schon früher erarbeitet worden als in der Literaturwissenschaft. Das Material ist im ganzen übersehbarer und das Interesse an jedem dritt- und viertklassigen Produzenten nicht so forciert wie in der Literaturwissenschaft. Die Kunstwissenschaft, gerade auch im Bereich des Expressionismus, scheut sich weniger, ein Qualitätsbewußtsein geltend zu machen. »Trivialkunst« mit dem ganzen Beiwerk trivialer theoretischer und programmatischer Äußerungen betrachtet man da nicht so sehr als Zauberschlüssel zur Ideen-, Ideologie- und Sozialgeschichte wie in der neueren Literaturwissenschaft die »Trivialliteratur« und die beiläufigsten Expektorationen. Für den Expressionismus hat sich die Literaturwissenschaft gelegentlich geradezu als eine Art Lumpensammler der Kunstwissenschaft betätigt und deren Geschäfte übernommen, wo diese selbst die Sachen offenbar nicht mehr allzu wichtig fand. Das lag nahe, muß man gerechterweise sagen, angesichts der ungewöhnlichen Interferenzen der Künste und ihrer Theorien in dieser Epoche. Das Dilettieren im anderen Genus ist da manchmal kaum zu vermeiden. Vollständigkeitsdrang war auch früher schon, z.B. in der Zeit des Positivismus, bei der Literaturgeschichte verbreiteter als in der Historiographie anderer Künste. Nun kann hier im übrigen ohnehin nicht eine Revue der kunstwissenschaftlichen Expressionismus-Forschung gegeben werden.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1980

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