Advertisement

Zugehörigkeit einzelner Schriftsteller zum Expressionismus

Chapter
  • 68 Downloads

Zusammenfassung

Die Zugehörigkeit einzelner Schriftsteller zum Expressionismus wird natürlich allenthalben beiläufig oder weniger beiläufig erörtert: in Literaturgeschichten, in allgemeinen Darstellungen des Expressionismus, in Dichter- und Künstlermonographien. Nur wenige Spezialaufsätze dienen solchen Zuordnungen. Ich nenne folgende: Claude David sucht nach Analogien zwischen gewissen Zügen von Rilkes Wirklichkeitsauffassung in der Dichtung und derjenigen des Expressionismus. [370] Er glaubt gewichtige Gemeinsamkeiten zu sehen, ja, so meint er »Chez quel poète, plus que chez Rilke, en trouvera-t-on l’analogue? Un monde démasqué, démonté; un art qui joue avec le néant et l’absurde et extermine les formes, une déstruction qui va plus loin que toutes les révoltes et aboutit — dans l’idéologie et dans la forme- à l’anarchie, un mélange d’abstraction et de pathétique; une image du monde deformée et burlesque; une esthétique du laid; un goût de la dissonance et du grinçant«. Aber Rilke überschreitet im Gegensatz zum Expressionismus, der die Neigung hat, »à déboucher sur une autre domaine«, ins Gebiet der Religion, der Politik, des Aktivismus überzugehen, niemals »les frontières de ce qu’il faut bien nommer l’esthétisme« (S. 157). — Wilhelm Bausinger deutet einige der Gründe an, die Robert Musil zur Ablehnung des Expressionismus geführt haben [371]: »Der Widerwille, gegen die organisatorische Verfestigung und den lautstarken ›Manifestantismus‹… ist es vor allem, der zu einer Ablehnung des Expressionismus führt« (S. 385).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1980

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations