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Die gesellschaftliche Dimension-Expressionismus-Debatte

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Zusammenfassung

»Die gesellschaftliche Dimension« — dies könnte Stichwort sein für eine nicht geringe Zahl von Arbeiten, die das Verhältnis des Expressionismus zur Gesellschaft, seine Abhängigkeit von den sozialen und politischen Gegebenheiten, seine Einwirkung oder auch Nicht-Einwirkung auf die Realität klären wollen. Vieles von solchen Bemühungen spielt sich in Spezialuntersuchungen zu literarischen Gattungen, Schriftstellern, Werken im Expressionismus ab. Hier kann vorerst nur ein Blick auf die Publikationen geworfen werden, die das Thema allgemein fassen; und auch da muß es bei einer Auswahl des Wichtigsten bleiben. Das Interesse an der sozial-politischen Seite des Expressionismus spielt von Anfang an bei seiner Erforschung eine Rolle. Das liegt ja auch nahe, insofern die meisten »Expressionisten« sich in irgendeiner Form in Theorie oder poetischer Praxis damit befaßten. Sie hätten nicht erst von später hellsichtig sie — wie man heute so schön sagt — »hinterfragenden« Literaturwissenschaftlern und Ideologiekritikern auf die Idee gebracht werden müssen, daß und inwiefern der Impetus ihrer Gedanken und Dichtungen von gesellschaftlichen und politischen Tatsachen in Schwung und in eine bestimmte Richtung gebracht wurde. Das wußten sie nämlich fast alle selbst, wenn auch nicht ohne Irrtümer, wirkungslose Vorsätze und Pläne und zuweilen mit einem »falschen Bewußtsein«, das die Ideologiekritiker am liebsten als »gesellschaftlich notwendig« entlarven, weil es dann am wenigsten Theorien stört, mit denen man die Wirklichkeit und ihre Wandlung in den Griff und in Ordnung bekommt.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1980

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