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Die ersten Germanistentage

  • Jörg Jochen Müller
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Zusammenfassung

Germanistentage sind Veranstaltungen eigener Art. Daß sie für die Aufrechterhaltung des schulischen und akademischen Wissenschaftsbetriebes unerläßlich seien, glaubte man wohl nie ernsthaft. Denn wie anders wäre zu erklären, daß noch keine Schrift — weder ein Aufsatz noch gar eine Buchmonographie — eine Synopse der Germanistentage von 1846 bis heute versuchte? [1] Germanisten, die sich doch sonst gern als Sachwalter historischer Besinnung gaben, erwiesen sich oft gerade da als merkwürdig besinnungslos, wo es um die Realgeschichte ihres Faches ging. Wie erklärt sich dies gebrochene Verhältnis zur Fachtradition? Vielleicht aus der Tatsache, daß die Tradition selbst keine bruchlose war? Wenigstens gilt das für die Geschichte der Germanistentage. 1846 fand der erste statt, 1847 ein zweiter. Der dritte, der für 1848 schon anberaumt war, fiel — revolutionshalber — aus. Danach hielt man es mehr als sechzig Jahre lang für erläßlich, weitere gesamtdeutsche Germanistenkongresse einzuberufen. Immerhin fanden seit 1861 jährlich »Versammlungen deutscher Philologen und Schulmänner« [2] statt, Lehrertagungen, an denen auch Fachvertreter nichtdeutscher Philologien teilnahmen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1974

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  • Jörg Jochen Müller

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