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Aspekte reaktionärer Literaturgeschichtsschreibung des Vormärz. Dargestellt am Beispiel Vilmars und Gelzers

  • Reinhard Behm
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Zusammenfassung

Die Widersprüche innerhalb der bürgerlichen Klasse, wie sie in der Zeit des Vormärz und während der Kämpfe des Jahres 1848 manifest wurden, spiegelten sich insofern in der deutschen Literaturgeschichtsschreibung, als das Medium Literaturgeschichte zumindest mittelbar zur Propagierung politischer Ansichten eingesetzt wurde. So gab es neben der progressiven Mehrheit der Literaturhistoriker jener Epoche eine politisch reaktionäre Minderheit, die — wie Theodor Wilhelm Danzel ausführte — »das Heil der Gegenwart in der Rückkehr zu einer gewissen obligaten Christlichkeit erblickte« [1] und keineswegs, wie die progressive Mehrheit, ihre Bemühungen »auf die Neugestältung des Staates« [2] richtete. Jene Minderheit, die zumeist in politisch-literarischen Zeitschriften wie der Süddeutschen Warte oder den Janus Jahrbüchern deutscher Gesinnung, Bildung und Tat in Erscheinung trat, bediente sich auch vereinzelt des Mediums Literaturgeschichte, um ihre antiliberalen und antidemokratischen Vorstellungen zu verbreiten.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1974

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  • Reinhard Behm

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