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Heinrich Heine und Bertolt Brecht Das Exil als poetische Lebensform

  • Ralf Schnell
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Zusammenfassung

Dichter einer Epoche zu Dioskurenpaaren zusammenzutreiben, ist eines der beliebtesten Gesellschaftsspiele der Literaturgeschichtsschreibung. Goethe und Schiller, Schlegel und Novalis, Heine und Büchner, Broch und Musil, Heinrich Mann und Thomas Mann, Heinrich Böll und Günter Grass, Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch, Christa Wolf und Irmtraud Morgner, Volker Braun und Heiner Müller, Botho Strauß und Peter Handke, Christian Kracht und Benjamin von Stuckrad-Barre — die Reihe illustrer Namen will schier kein Ende nehmen. Und nun also: Heinrich Heine und Bertolt Brecht — nicht allein Dichter einer Epoche, sondern ein Sprung über Jahrhundertgrenzen hinweg, mit dem Exil als verbindender Klammer, und die Frage liegt nahe, ob es sich denn um mehr handelt als um eine schlichte Erweiterung und Variation jenes bekannten Musters literaturgeschichtlicher Zwillingspaare. Doch die Anregung zu diesem Thema entspringt nicht der Willkür des Literarhistorikers, sondern der Traditionswahl eines Dichters.

Anmerkungen

  1. 1.
    Brechts Werke werden, soweit nicht anders angegeben, im Text zitiert mit Band- und Seitenzahl nach der Ausgabe: Bertolt Brecht: Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. Hrsg. von Werner Hecht, Jan Knopf, Werner Mittenzwei, Klaus Detlev Müller. Frankfurt a. M. 1989 ff.Google Scholar
  2. 2.
    Zum Verhältnis Brechts zu Heine allgemein vgl. Herbert Clasen: Heinrich Heines Romantikkritik. Hamburg 1979, S. 340 ff.Google Scholar
  3. 3.
    Hans Mayer: Außenseiter. Frankfurt a. M. 1977, S. 18.Google Scholar
  4. 5.
    Hierzu ausführlich Klaus Briegleb: Bei den Wassern Babels. Heinrich Heine, jüdischer Schriftsteller in der Moderne. München 1997, v. a. S. 58 ff.Google Scholar
  5. 6.
    Carl Pietzcker: Ich kommandiere mein Herz — Brechts Herzneurose. 2. Aufl. Würzburg 1988.Google Scholar
  6. 7.
    Walter Brecht: Unser Leben in Augsburg, damals. Erinnerungen. 2. Aufl. Frankfurt a. M. 1985, S. 209.Google Scholar
  7. 8.
    Zitiert nach Klaus Völker: Brecht-Chronik. Daten zu Leben und Werk. München 1971, S. 87.Google Scholar
  8. 9.
    Bertolt Brecht: Die Maßnahme. Kritische Ausgabe mit einer Spielanleitung von Reiner Steinweg. Frankfurt a. M. 1972, S. 251 f.Google Scholar
  9. 11.
    Bertolt Brecht: Arbeitsjournal. Hrsg. von Werner Hecht. Frankfurt a. M. 1973. Erster Band 1938 bis 1942, S. 155.Google Scholar
  10. 16.
    Sören Kierkegaard: Über den Begriff der Ironie. Mit ständiger Rücksicht auf Sokrates (1841). Frankfurt a. M. 1976, S. 243.Google Scholar
  11. 17.
    Hierzu ausfuhrlich Ralf Schnell: Heinrich Heine zur Einführung. Hamburg 1996.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2002

Authors and Affiliations

  • Ralf Schnell
    • 1
  1. 1.SiegenDeutschland

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