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Der Tod und das novellistische Erzählen Heinrich Heines »Florentinische Nächte«

  • Christine Mielke
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Zusammenfassung

In Heinrich Heines »Florentinische Nächte«1 wird eine sterbenskranke Frau zwei Nächte lang mit Erzählungen unterhalten. Diese werden als medizinisches Mittel eingesetzt, damit die Kranke ruhig zuhört und sich nicht aufregt. Zum anderen hat jedoch auch ihr Erzähler ein deutliches Interesse daran, ausgewählte Episoden seiner Lebensgeschichte in der von ihm gewählten Art und Abfolge wiederzugeben. Auch er scheint einen Nutzen aus diesen zwei Nächten zu ziehen.

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Anmerkungen

  1. 2.
    Tilman Spreckelsen: Schwankender Grund. (Nachwort). — In: Heinrich Heine: Florentinische Nächte. Berlin 1999, S. 182. Die Ausgabe enthält trotz des einschränkenden Titels alle als Fragmente bezeichnete Prosa, d. i. »Der Rabbi von Bacherach« und »Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski«.Google Scholar
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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2002

Authors and Affiliations

  • Christine Mielke
    • 1
  1. 1.KarlsruheDeutschland

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