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Der legislatorische Sonderweg des Rheinlandes oder Heine und der Fonk-Prozess

  • Ursula Broicher
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Zusammenfassung

Es ist nicht verwunderlich, dass sich Heinrich Heine, der Jurist, für das Rechtswesen interessierte, dass in seinem Werke auf Juristen und juristische Lehrer angespielt wird, dass Pandekten und das Corpus iuris zu seinem literarischen Vokabular, Scharfrichter und Auskultatoren zu seinem literarischen Personal gehören. Aber Heine war doch mehr Schriftsteller als Jurist. Demzufolge faszinierten ihn bei juristischen Ereignissen weniger speziell fachliche als vielmehr darüber hinaus gehende Gesichtspunkte politischer, ideologischer und gesellschaftlicher Art. Und dies auch schon zu einer Zeit, als er mitten im juristischen Studium war und während seines Berliner Aufenthaltes von April 1821 bis Mai 1823 die »Briefe aus Berlin« verfasste. Diese erschienen von Februar bis Juli 1822 im »Kunst und Wissenschaftsblatt«, der Beilage zum »Rheinisch-Westfälischen Anzeiger«. In ihnen berichtete Heine den Lesern in seiner Heimatprovinz über das öffentliche Leben in der preußischen Hauptstadt und ließ diese an den Konversationen in den Salons und an den Prozessen der Meinungsbildung teilnehmen, durch die sich ein selbstbewusstes Hauptstadtpublikum als Öffentlichkeit konstituierte.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2002

Authors and Affiliations

  • Ursula Broicher
    • 1
  1. 1.KrefeldDeutschland

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