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»Und im Haar war ihre Kraft« Zur Problematik künstlerischer Heteronomie in Heines »Romanzero«

  • Isabelle Kalinowski
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Zusammenfassung

Zu einer Zeit, wo eine der wichtigsten Bedingungen einer Autonomisierung des literarischen Feldes, nämlich die unbeschränkte Freiheit, Bücher zu verkaufen1, noch nicht erfüllt war, zu einer Zeit, wo ein Gedichtband wie der »Romanzero« in Berlin noch sofort nach seiner Veröffentlichung verboten wurde, war Heine schon bemüht, in mehreren Teilen des 1851 erschienenen Buches das Modell des freien literarischen Markts in Frage zu stellen. Noch bevor er sich durchgesetzt hatte, widmete Heine mehrere späte Gedichte einer Beschreibung der dem ›freien‹ Handel kultureller Güter inhärenten Ambivalenz — der Gefahr der künstlerischen Entwertung einer ökonomisch frei verwertbaren Kunst.

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Anmerkungen

  1. 2.
    S. Helga Jeanblanc: Des Allemands dans l’industrie et le commerce du livre à Paris (1811–1870). Paris 1994.Google Scholar
  2. 8.
    Max Weber: Hinduismus und Buddhismus (1916–1917). — In: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie IL Tübingen 71988, S. 378.Google Scholar
  3. 11.
    Max Weber [Anm. 8], S. 372. Über »Hinduismus und Buddhismus« als Soziologie der Intellektellen, siehe I. Kalinowski: »Ils ne songent pas à désirer le nirvana«. La sociologie des intellectuels dans Hindouisme et bouddhisme de Max Weber. — In: Pour une histoire des sciences sociales. Hommage à Pierre Bourdieu. Hrsg. v. Gisèle Sapiro et alii, Paris 2004.Google Scholar
  4. 12.
    Über die Analogie der dominierten Dichterposition mit derjenigen der Juden als Thema des »Romanzero«, siehe I. Kalinowski: Trois figures du Romancero: l’incongruité, la répétition, le paradoxe. — In: Michel Espagne / Isabelle Kalinowski (Hrsg.): La poésie de Heinrich Heine, Paris 2000, S. 125–138.Google Scholar
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  6. 17.
    Siehe dazu Gerhard Höhn: Heinrich Heine und die Genealogie des modernen Intellektuellen. — In: G. Höhn (Hrsg.): Heinrich Heine. Ästhetisch-politische Profile. Frankfurt a. M. 21997, S. 66–84 und ders.: Heine. Un intellectuel moderne. Paris 1994.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2004

Authors and Affiliations

  • Isabelle Kalinowski
    • 1
  1. 1.ParisFrankreich

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