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Volltext, Web und Hyperlinks. Das Heinrich-Heine-Portal und die digitale Heine-Edition

  • Bernd Füllner
  • Christian Liedtke
Chapter
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Part of the Heine-Jahrbuch book series (HEIJA)

Zusammenfassung

»Ich bin kein Gelehrter, ich gehöre nicht zu den 700 Weisen Deutschlands. Ich stehe mit dem großen Haufen vor den Pforten ihrer Weisheit, und ist da irgend eine Wahrheit durchgeschlüpft, und ist diese Wahrheit bis zu mir gelangt, dann ist sie weit genug: — ich schreibe sie mit hübschen Buchstaben auf Papier und gebe sie dem Setzer; der setzt sie in Bley und giebt sie dem Drucker; dieser druckt sie und sie gehört dann der ganzen Welt« (DHA VIII, 13f.), schrieb Heine in seinem Essay »Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland«. Inzwischen beschränkt sich die Verbreitung seiner Werke längst nicht mehr auf die Möglichkeiten der Druckerpresse1, und nun bekommen sie auch im World Wide Web ihren festen Platz: Unter der URL-Adresse http://www.hhp.uni-trier.de wird das Heinrich-Heine-Portal (HHP)2 eingerichtet. Es eröffnet Zugänge zur umfangreichsten wissenschaftlichen digitalen Heine-Ausgabe, die die bisherigen editorischen Bemühungen um Heine zusammenfasst und weiterführt, und stellt eine neue Plattform für die Forschung bereit.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Auf CD-ROM liegen beispielsweise vor: Heinrich Heine. Werke ausgewählt von Mathias Bertram. Hörtext »Die Harzreise« vorgetragen von Achim Hübner. rororo Monographie Heinrich Heine von Christian Liedtke. Berlin 1998 (Digitale Bibliothek, Bd. 7) und Heinrich Heine: Zeit, Leben, Werk. Hrsg. von Waltraud und Jürgen von Esenwein, Bettina Olbrich, Harald Gerlach und Wolfgang Decker. Stuttgart 1997. Vgl. dazu die Rezension von Bernd Füllner in: HJb 38 (1999), S. 282–285. Eine umfangreiche Sammlung von Heine-Texten im Internet findet sich unter http://projekt.gutenberg.de/autoren/heine.htm.
  2. 2.
    Vgl. Bernd Füllner und Johannes Fournier: Das ›Heinrich-Heine-Portak Ein integriertes Informationssystem. In: Thomas Burch, Johannes Fournier, Kurt Gärtner, Andrea Rapp (Hrsg.): Standards und Methoden der Volltextdigitalisierung. Beiträge des Internationalen Kolloquiums an der Universität Trier, 8./9. Oktober 2001. Mainz 2003, S. 239–263.Google Scholar
  3. 3.
    Das bedeutet, dass alle Texte, Apparate, Register usw. jeweils zweifach manuell eingegeben werden, wobei sämtliche typographischen Merkmale und charakteristischen Sonderzeichen genau kodiert werden. Das ist insbesondere für den Lesartenapparat mit einigem Aufwand verbunden. Das Ergebnis dieser Doppelerfassung sind Dateien mit einer ausgabendiplomatischen Repräsentation der Einzelzeichen, der Typographie und des Layouts der zugrundeliegenden Ausgaben. Diese beiden maschinenlesbaren Fassungen werden anschließend automatisch abgeglichen, so dass anhand eines Fehlerprotokolls eine nahezu fehlerfreie Fassung aller Texte hergestellt werden kann, die die Grundlage für jeden künftigen Arbeitsschritt bildet.Google Scholar
  4. 4.
    Fotis Jannidis: Wider das Altern elektronischer Texte: philologische Textauszeichnung mit TEL In: editio 11 (1997), S. 152–177. Hier: S. 152.Google Scholar
  5. 3.
    Die Text Encoding Initiative (TEI), ein internationaler Zusammenschluss von Philologen zur Erstellung eines Auszeichnungsstandards für digitale Editionen, nahm 1987 ihre Arbeit auf. Vgl. Nancy M. Ide und C. Michael Sperberg-McQueen: The TEI: History, Goals and Future. In: Computers and the Humanities 29 (1995), S. 5–15. Die aktuellen Kodierungs-Elemente und -Richtlinien finden sich auf der TEI-Website http://www.tei-c.org/ für eine deutschsprachige Einführung vgl. Fotis Jannidis: TEI in der Praxis. http://computerphilologie.uni-muenchen.de/praxis/teiprax.html.
  6. 6.
    Manfred Windfuhr: Nachwort des Herausgebers. In: DHA XVI, S. 837–840. Hier: S. 837. Nicht zuletzt aus diesem Grunde bemerkte bereits Windfuhr selbst: »Im übrigen hofft der Herausgeber, daß eines Tages eine CD-ROM zur Ausgabe vorliegen wird, die den Benutzer noch besser einführt und ihm zudem die Möglichkeit bietet, auch individuelle Suchanfragen zu stellen.« Ebd., S. 838.Google Scholar
  7. 7.
    Klaus Briegleb: Register als Interpretation. In: Wilhelm Gössmann (Hrsg.): Heine im Deutschunterricht. Ein literaturdidaktisches Konzept. Düsseldorf 1978, S. 32–40. Hier: S. 34 (dort teilweise hervorgehoben).Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Edward Vanhoutte: Display or Argument. Markup and Visualization for Electronic Scholarly Editions. In: Burch, Fournier, Gärtner, Rapp (Hrsg.) [Anm. 2], S. 71–96. Hier: S. 80f.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Anm. 4.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. HSA 27R, 289–353 sowie Inge Hermstrüwer: Bestandsverzeichnis der Düsseldorfer Heine-Autographen. In: HJb 15 (1976), S. 170–175, Joseph A. Kruse: Neue Heine-Briefe. In: HJb 22 (1983), S. 121–134, Inge Hermstrüwer, Joseph A. Kruse, Marianne Tilch: »Blätter verweht zur Erde der Wind nun«. Neue Heine-Briefe (Berichtszeitraum 1983–1996). In: HJb 35 (1996), S. 176–223.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Eberhard Galley: Heinrich Heines Privatbibliothek. In: HJb 1 (1962), S. 96–116 und Joseph A. Kruse: Heines Leihpraxis und Lektürebeschaffung. In: ders.: Heine-Zeit. Stuttgart, Weimar 1997, S. 76–103.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2003

Authors and Affiliations

  • Bernd Füllner
  • Christian Liedtke

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