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Das verleugnete Heine-Porträt. Eine Dokumentation

  • Gerhart Söhn
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Part of the Heine-Jahrbuch book series (HEIJA)

Zusammenfassung

Als das beliebteste und sicherlich auch meist reproduzierte Heine-Porträt kann das Ölbild von Moritz Oppenheim aus dem Jahre 1831 angesehen werden, heute im Besitz der Kunsthalle in Hamburg, wozu auch der Rang des Künstlers beitragen mag, zählt Moritz Daniel Oppenheim (1800–1882) doch zu den bedeutenden Historien-, Genre- und Bildnismalern des 19. Jahrhunderts.1 So gehört unter anderen auch das Porträt Ludwig Börnes von Moritz Oppenheim zu den stetig wiederkehrenden Illustrationen der einschlägigen Literatur; abgesehen davon, dass Oppenheim als der Porträtist der Rothschilds gilt (gemäß eigener Aussage: »Maler der Rothschilds und Rothschild der Maler«).

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Anmerkungen

  1. 1.
    Allgemeines Lexikon der bildenden Künsder von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Hrsg. von Hans Vollmer. Bd. XXVI, S. 30.Google Scholar
  2. 2.
    Franz Kugler (1808–1858), Zeichner und Radierer. Unter seine Zeichnung aus dem Jahr 1829 schrieb Heine: »So sah ich aus, heute Morgen, den 6ten April 1829 H. Heine«. Gottlieb Gassen (1805–1878) zeichnete Heine im April 1828 in München. Ludwig Emil Grimm (1790–1863), vor allem als Radierer anerkannt, porträtierte Heine im Herbst 1827 in Kassel. Wilhelm Hensel (1794–1861), Bildnis- und Historienmaler und Radierer, Professor an der Berliner Akademie; bedeutsam sind seine weit über 1000 Porträtzeichnungen, unter ihnen die im Jahre 1829 entstandene Kreidezeichnung mit der Unterschrift Heines »Eh bien, cet homme c’est moi! H. Heine«.Google Scholar
  3. 3.
    August Friedrich Pecht (1814–1903), Historien- und Porträtmaler, Kunstschriftsteller; vgl. Benezit: Dictionnaire des Peintres, Sculpteurs, Dessinateurs et Graveurs. Bd. VIII.Google Scholar
  4. 4.
    Werner I, 439f.Google Scholar
  5. 5.
    Ebd., S. 444.Google Scholar
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    Tony Johannot (1803–1852), Radierer, Lithograph und Maler, bedeutender Buchillustrator.Google Scholar
  7. 7.
    S. Gustav Karpeles: Heinrich Heine. Aus seinem Leben und aus seiner Zeit. Leipzig 1899, S. 319.Google Scholar
  8. 8.
    Isidor Popper (1816–1884), Bildnis- und Genremaler, Lithograph. Er malte neben Heinrich Heine auch seine Mutter Betty, geb. van Geldern. Von dem Heine-Porträt erschien später eine Lithographie im Kunstverlag F. Neubürger jun., Dessau.Google Scholar
  9. 9.
    Adolf Strodtmann: H. Heine’s Leben und Werke. Zweite, verb. Aufl., Hamburg 1874, Bd. II, S. 310.Google Scholar
  10. 10.
    Ebd., S. 426, Anm. 120. — Gustav Heine, der sich gern als Nachlassverwalter des Heineschen Werkes gerierte, hatte die Existenz des Gemäldes zunächst geleugnet, dann behauptet, das Bild sei bei dem Brand in Hamburg im Jahr 1842 vernichtet worden, ungeachtet dessen, dass es erst anlässlich des Besuches von Heine in Hamburg im Jahr 1843 entstanden war, und ungeachtet dessen, dass das außerordentlich gute Porträt der Mutter ebenfalls von Popper gemalt worden war.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2003

Authors and Affiliations

  • Gerhart Söhn
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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