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Carl Philipp Emanuel Bachs Kirchenkantaten

Eine Standortbestimmung
  • Ulrich Leisinger
Chapter

Zusammenfassung

Carl Philipp Emanuel Bach steht als Kirchenkomponist ganz im Schatten seines Vaters und Georg Philipp Telemanns. Dies ist ebenso der seit Mitte des 19. Jahrhunderts monoton wiederholten These vom schlagartigen Verfall der Kirchenmusik nach 1750 geschuldet wie der Tatsache, dass das Vokalschaffen des Komponisten mit wenigen gewichtigen Ausnahmen der Öffentlichkeit nie zur Verfügung stand. Die Wiederauffindung des Notenarchivs der Sing-Akademie zu Berlin in Kiew — mehr als 50 Jahre nach ihrer Auslagerung — kam zwar spät; mit Blick auf das erst in den letzten Jahren gewachsene Interesse an einer vorurteilsfreien Beschäftigung mit der Kirchenmusik nach Johann Sebastian Bach kommt sie aber — überspitzt gesagt — gerade zur rechten Zeit.

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Notizen

  1. 1.
    Selbstbiographie (1773), zitiert nach Carl Philipp Emanuel Bach: Spurensuche. Leben und Werk in Selbstzeugnissen und Dokumenten seiner Zeitgenossen, vorgelegt von H.-G. Ottenberg, Leipzig 1994, S. 24.Google Scholar
  2. 2.
    Wiedergegeben im Dokumentenanhang zu J. Kremer, Das norddeutsche Kantorat im 18. Jahrhundert, Untersuchungen am Beispiel Hamburgs, Kassel u. a. 1995.Google Scholar
  3. 3.
    E. Suchalla, Carl Philipp Emanuel Bach. Briefe und Dokumente, Kritische Gesamtausgabe, Göttingen 1994, Nr. 92, S. 209.Google Scholar
  4. 4.
    Carl Friedrich Zelter, handschriftliche Charakteristik zur Matthäus-Passion für 1769 H 782, SA 5153 (zitiert nach H. Miesner, Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Beiträge zu seiner Biographie und zur Musikgeschichte seiner Zeit, Leipzig 1929, Reprint Wiesbaden 1969, S. 61 f.).Google Scholar
  5. 7.
    Erstmals ausgewertet bei C. H. Bitter, Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann Bach und deren Brüden Berlin 1868, Bd. 1, S. 244.Google Scholar
  6. Siehe E. N. Kulukundis, Die Versteigerung von C. P. E. Bachs musikalischem Nachlaß im Jahre 1805, in: Bach-Jahrbuch 1995, S. 145–176 (mit Faksimile der relevanten Seiten des Katalogs).Google Scholar
  7. 8.
    Vergleiche zum Folgenden die „Einleitung“ des Verfassers zu Die Bach-Sammlung aus dem Archiv der Sing-Akademie zu Berlin. Katalog und Einführung zur Mikrofiche-Edition, hrsg. von der Sing-Akademie zu Berlin., München 2003, S. 13–36, vor allem S. 18–20.Google Scholar
  8. 9.
    Siehe (neben eigenen Forschungen) die Beiträge von Barbara Wiermann und Reginald Sanders in: Carl Philipp Emanuel Bachs geistliche Musik, hrsg. von U. Leisinger und H.-G. Ottenberg, Frankfurt/Oder 2003 (= Carl Philipp Emanuel Bach-Konzepte, Sonderband 3).Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2003

Authors and Affiliations

  • Ulrich Leisinger

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