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Irmgard Egger, Diätetik und Askese. Zur Dialektik der Aufklärung in Goethes Romanen.

München: Fink 2001. 284 S
  • Helmut Pfotenhauer
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Zusammenfassung

Was läßt sich genau unter Diätetik begreifen? In welchem Verhältnis steht sie zur Askese? Und wie sollten diese beiden doch primär pragmatischen Konzepte ihre ästhetische Umsetzung in Goethes Romanen erfahren haben? Fundierte Auskünfte und frappierende Antworten gibt Irmgard Eggers bewundernswert ökonomische Habilitationsschrift, mit der sie die Leitgedanken ihrer einschlägig bekannten Wahlverwandtschaften-Arbeiten aufgreift, komplettiert und auf erweiterter Textbasis durchführt.* Angesichts seiner hier offenbarten Tragweite erstaunt es, daß dieses Forschungsdesign kaum Vorläufer zu kennen scheint.† Das augenfällige Explanandum bilden merkwürdig umständliche Lebenseinrichtungen und bizarre Sterbefälle, hypersensible Vorsichten und ihr gewissermaßen tragisch-ironisches Scheitern. Hinter diesen Sonderbarkeiten regieren, wie sich jetzt zeigt, in Gestalt von Diätetik und Askese zwei Paradigmen mit, deren eines im aufklärerischen Epochentrend liegt, deren anderes in einer Art religiöser Grundschicht parallelläuft. Im Generalnenner der Untersuchung kommt zu stehen, daß Goethe die diätetische Körperdisziplinierung als das Ferment eines Zivilisationsprozesses gestaltet, der dialektisch umschlägt in die Wiederkehr des Körpers kurz vor seinem asketischen Zerbrechen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2003

Authors and Affiliations

  • Helmut Pfotenhauer

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