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Betrachtungen zum Heutigen Zustand des Silbermann-Hammerflügels im Neuen Palais, Potsdam

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Zusammenfassung

Die Hammerflügel des Orgelbauers Gottfried Silbermann in Freiberg/Sachsen sind im Wesentlichen von den „gravecembali col piano e forte“ von Cristofori beeinflusst und waren bahnbrechend für die Verbreitung des Klavierbaus nicht nur in Deutschland, sondern auch in England.1 Drei seiner Instrumente sind noch erhalten: im Neuen Palais (Inv.-Nr. V 12) und im Schloss Sanssouci (Inv.-Nr. V 13) in Potsdam sowie im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg (Inv.-Nr. MI 86).

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Notizen

  1. 2.
    Die Signatur im Hammerflügel von Potsdam, Schloss Sanssouci, lautet: „Dieses Instrument: Piano et Forte genandt, ist von dem Königl. Pohlnischen, und Churfl. Sächsisch./ Hoff und Landt Orgel, und Instrument macher, in Freyberg von Herrn, Gottfried/ Silbermann, verfertiget worden, Datum Freyberg in Meißen den 11. Juny/ Ano. Christi 1746.“ (Zitiert nach W. Wenke, Silbermann als Pianoforte-Hersteller, in: Freiberger Studien zur Orgel, Bd. 6, Altenburg 1999, S. 47–54, insbesondere S. 50.)Google Scholar
  2. 3.
    D. Krickeberg, Johann Sebastian Bach und die Hammerflügel von Gottfried Silbermann, in: Jahrbuch des Staatlichen Instituts für Musikforschung PK 1998, Berlin 1998, S. 98–105.Google Scholar
  3. 5.
    Diese Theorie stammt von Wolfgang Wenke und wird von Dieter Krickeberg beschrieben: ebenda S. 40. Siehe in diesem Zusammenhang auch H. Heyde, Musikinstrumentenbau, Leipzig, 1986, S. 154.Google Scholar
  4. 6.
    C. Henzel, Die Schatulle Friedrichs II von Preußen und die Hofmusik (Teil 1), in: Jahrbuch des Staatlichen Instituts für Musikforschung PK 1999, Berlin 1999, S. 63.Google Scholar
  5. 9.
    Die Gehäusekonstruktionen Silbermanns unterscheiden sich prinzipiell von denen Cristoforis. Dieser baute leichte Gehäuse aus Pappel mit doppelter Hohlwand. Vergleiche K. Schwarz, The late cristofori, creativity with a common base, in: Matière et Musique. The cluny encounter, Proceedings of the European Encounter on Instrument Making and Restoration, hrsg. von J. van Immerseel, C. Chavalier und T. Steiner, Cluny 1999. Eine ausführliche Behandlung des Themas von Kerstin Schwarz ist für die Schriftenreihe Scripta Artium, Universität Leipzig, in Vorbereitung.Google Scholar
  6. 10.
    „Invertierter Stimmstock“ bedeutet, dass die Saiten und der Steg auf der Unterseite angebracht sind; Silbermann hat diese bautechnische Variante von Cristofori übernommen. Vergleiche K. Restle, Die Anfänge des Hammerklaviers in Italien, in: Jahrbuch des Staatlichen Instituts für Musikforschung PK 1998, a. a. O., S. 74–75.Google Scholar
  7. 17.
    Martin-Christian Schmidt hat dafür das Instrument neu besaitet und einer zurückhaltenden Restaurierung, die sich auf das Regulieren der Mechanik und das Festigen der Wirbel zu beschränken scheint, unterzogen. Vergleiche M.-C. Schmidt, Instrumentenkundliche und konservatorische Aspekte einiger ausgewählter „Claviere“ der Zeit Carl Philipp Emanuel Bachs, in: Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Konzepte, Heft 2, Frankfurt (Oder) 1984, S. 53–57. Aufnahme: Eterna Edition, J. S. Bach, Musikalisches Opfer, BWV 1079, Leipziger Bachkollegium auf historischen Instrumenten, 1985.Google Scholar
  8. 21.
    Vergleiche K. Restle, Die Hammerflügel Bartolomeo Cristoforis, München 1991, S. 213–237 u. 267–269Google Scholar
  9. sowie S. Pollens, The Early Pianoforte, Cambridge 1995, S. 53–73 und S. 175–184.Google Scholar
  10. 26.
    Der Nachweis von Holzschutzmittelwirkstoffen (Lindan, DDT und andere, jedoch jeweils nur in geringen Konzentrationen) erfolgte durch eine Analyse der Firma LinoDiagnostic Februar/März 2000. Siehe hierzu A. Unger, Umweltschädliche Holzschutzmittel, Möglichkeiten der Dekontaminierung und Maskierung, in: Restauro 3, 1998. Ich danke Achim Unger vom Rathgen-Forschungslabor der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für wichtige Hinweise und Empfehlungen.Google Scholar
  11. 27.
    „Ob es sich um Teilrekonstruktionen oder eine Gesamtrekonstruktion handelt — eine notwendige Voraussetzung ist in jedem Fall, dass der zu rekonstruierende Zustand durch die Quellen in hohem Maß belegt ist, denn es gibt kaum Fälle, bei denen eine Rekonstruktion ganz ohne Hypothesen auskommen wird. Also: keine Rekonstruktion ohne eine gesicherte wissenschaftliche Basis. Und wie die rekonstruierende Ergänzung aufgrund von unzureichenden Unterlagen und falschen Hypothesen das Fragment eines Denkmals nur verfälscht, kann eine ungesicherte ‚schöpferische Rekonstruktion‘ nicht den Anspruch erheben, das verlorene Denkmal zu vergegenwärtigen, nicht einmal formal, geschweige denn in seiner geschichtlichen Dimension.“ Zitiert nach M. Petzet und G. Th. Mader, Praktische Denkmalpflege, Stuttgart 1993, S. 87.Google Scholar

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