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Existentialismus, Absurdismus, Indifferenz

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Zusammenfassung

Schon für Simone de Beauvoirs Roman Tous les hommes sont mortels zeichnete sich ab, dass Indifferenz im Existentialismus kein Raum zukommen kann, da sie der bewussten Wahl des Lebens diametral entgegen steht. Im Folgenden soll zunächst versucht werden, dieser These im Blick auf den Existentialismus Sartres nachzuspüren. Manfred Flügges abschließendes Urteil über das Lebenswerk des Autors lässt bereits schließen, dass der Indifferenz im Denkmodell Sartres kein Platz zugestanden wird: “Denken als Tathandlung, Schreiben als Aufbegehren, als Manifestation und als lebendiger Beweis der eigenen kreativen Freiheit, als permanente Revolution in jedermanns Reichweite, das war der Appell und das Versprechen in Sartres Lebenswerk.”1 “Tathandlung”, “Aufbegehren”, “Manifestation”, “Beweis”, “Revolution”, “Appell”, “Versprechen” — all dies sind Gegenindikatoren der Indifferenz. Am Beispiel von Sartres L’Existentialisme est un humanisme (1946) lässt sich eindeutig zeigen, dass der Existentialismus des Autors einen Gegenpol zur Indifferenz darstellt. Zwar erfolgt ihre direkte Thematisierung wie auch die anderer zentraler Thesen bereits in L’Etre et le néant (1943), jedoch lässt sich an L’Existentialisme est un humanisme zunächst grundlegender demonstrieren, inwiefern Indifferenz dem existentialistischen Modell entgegensteht.

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